Test MX vs. ATV Reflex: Ab in den Matsch

von Moritz Hornung (08. Februar 2010)

Pünktlich zum Release in Europa kommt diese Meldung rein: Das Entwicklungsstudio der Serie MX vs. ATV muss Mitarbeiter entlassen und sich zukünftig auf Download-Spiele konzentrieren. Ist "Reflex" ihr letztes Manifest oder gar mit ein Grund für diesen Abstieg?

Ihr könnt euch nach innen oder außen lehnen um schwierige Kurven zu meistern.Ihr könnt euch nach innen oder außen lehnen um schwierige Kurven zu meistern.

Zwei Analogsticks sind besser als einer?

Die Reihe MX vs. ATV kann auf viele Jahre und Offroad-Rennspiele zurückblicken. Wie wollen die Entwickler nach all der Zeit noch etwas Neues bieten? Mit Reflex verschwinden zumindest schon mal die "Un-Worte" der Vorgänger aus dem Titel. Doch hinter dem kleinen Wort verbirgt sich tatsächlich eine große Änderung im Gameplay.

Ihr könnt jetzt auf dem Motocross-Bike oder Quad euren Fahrer völlig unabhängig vom Gefährt mit dem rechten Analogstick steuern. Verlagert ihr euer Gewicht, wirkt sich das direkt auf Traktion, Kurvenradius, Sprungweite und so weiter aus. Hört sich eigentlich simpel an, ist im hektischen Renngeschehen aber alles andere als einfach. Zumal diese Steuerung nicht intuitiv ist - ihr werdet euch etliche Runden abrackern müssen, bis ihr allmählich die ganzen Zusammenhänge zwischen Fahrzeug, Fahrer und Terrain begriffen habt.

Für derlei abgedrehte Tricks müsst ihr nur euren rechten Daumen bewegen.Für derlei abgedrehte Tricks müsst ihr nur euren rechten Daumen bewegen.

Ninja-Reflexe auf dem Motorrad

Die Reflex-Steuerung ist auf der einen Seite zwar komplizierter, bringt aber auch eine Verbesserung, die lange fällig war: Nach einem Rempler oder misslungenem Sprung könnt ihr euch mit dem Analogstick schnell abfangen und es haut euch nicht mehr ständig auf die Schnauze wie noch in den Vorgängern. Okay, es passiert trotzdem noch oft, aber insgesamt ist der Spielfluss deutlich besser. Auch die Stunt-Tricks laufen jetzt komplett analog ab, nicht mehr über Tasten-Kombos - fühlt sich zwar etwas unpräzise an, das Rumexperimentieren mit Stick-Bewegungen macht dennoch Spaß.

Nichtsdestotrotz hätten wir uns für Gelegenheits-Rennspieler ein paar Fahrhilfen gewünscht; die SBK-Reihe bietet da zum Beispiel viel mehr hilfreiche Einstellungsmöglichkeiten. Zumindest fühlt sich die Fahrphysik von Reflex deutlich echter an als bei Fuel oder Pure. Lediglich der Grip der Motorräder wirkt gelegentlich zu krass, vor allem in den engen Stadion-Rennen werden die Kurvenfahrten zu regelrechten Zielübungen, da kaum Zeit für Lenk-Korrekturen bleibt.

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