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Resident Evil Archives - Zero (Nintendo Wii)

Artikel veröffentlicht am 02.02.2010

Resident Evil kehrt zum Ursprung zurück. Im Remake des Klassikers aus dem Jahre 2002 müssen viele Zombies sterben - eines wird im neuen Franchise-Ableger jedoch wieder zum Leben erweckt: Der verloren geglaubte Survival-Horror. Von Kevin Lunn

Eine Zugfahrt, die ist schaurig

Fahrkarten bitte!

Resident Evil Archives - Zero stellt das Prequel zu den übrigen Teilen der Horror-Story dar und spielt zeitlich etwa 24 Stunden vor Resident Evil. 24 Stunden, in denen Capcom euch viele, viele Fragen beantworten will. Wer steckt hinter der Umbrella Corporation? Welche Ziele verfolgen sie? Und woher kommt eigentlich der T-Virus? Fragen über Fragen.

Alles beginnt mit unerklärlichen Morden im Raccoon Forest. Die Spezial-Einheit S.T.A.R.S. (Special Tactics and Rescue Squad) wird gerufen, um den Geschehnissen auf den Grund zu gehen. Einen unerklärlichen Motorschaden später seht ihr euch dann auch schon mit eurem Helikopter abstürzen. Und während ihr nach dem Crash das Gebiet durchsucht, stoßt ihr auf einen mysteriösen Zug mitten im Wald...

Die Schöne und der Killer

Die beiden sind wie Bonnie und Clyde.

In Resident Evil Archives - Zero übernehmt ihr die Rolle zweier Charaktere: zum einen die Rekrutin Rebecca Chambers, zum anderen der zum Tode verurteilte Billy Coen. Ein ungleiches Team, das sich jedoch super ergänzt. Und da alle anderen S.T.A.R.S. bereits das zeitliche gesegnet haben, bleibt den beiden nichts anderes übrig als zu kooperieren.

Rebecca ist eure erste Wahl, wenn es um das Mischen von Kräutern geht. Mit ihr könnt ihr beispielsweise ein grünes Kraut mit einem roten kombinieren, um den Heileffekt zu verstärken. Billy hingegen ist der Draufgänger im Team. Er versteht es, mit einer Waffe umzugehen und nicht nur gut auszuteilen, sondern ebenso gut einzustecken. Zudem kann er schwere Objekte bewegen.

Teamwork ist alles

Zu zweit seid ihr jeder Herausforderung gewachsen.

Um gegen die Zombies zu bestehen und die zahlreichen Rätsel zu lösen, ist Teamplay das A und O. Dafür gibt es das sogenannte Buddy-System: Mit einem simplen Tastendruck könnt ihr zwischen den beiden Protagonisten wechseln. Dabei ist die Taste so gewählt (Minus-Taste auf der Wii-Fernbedinung), dass ihr nicht versehentlich mitten im Kampf gegen die hungrigen Zombies plötzlich den Charakter wechselt.

Das Buddy-System bietet zudem die Möglichkeit, die Taktik des jeweils mitlaufenden Charakters zu bestimmen. Es gibt zwei Optionen: Angriff und Inaktiv. Letztere Option solltet ihr vor allem wählen, wenn nur noch wenig Munition zur Verfügung steht oder der Charakter keine Waffe hat.

Steuerung

Die Charaktermodelle sehen menschlich aus - ihre Bewegungen nicht.

Die Steuerung ist typisch für ein Survival-Spiel. Im Vergleich mit dem Original hat sich hier, abgesehen vom Eingabegerät, absolut nichts getan. Das gilt leider auch für behäbige Drehungen um die eigene Achse. Die Spielfiguren wirken dadurch wie Puppen und nicht wie Menschen.

Ihr könnt euch nur vor- und rückwärts bewegen; die Richtung ändert ihr, indem ihr euch um euch selbst dreht. Vor allem für Einsteiger ist die gewöhnungsbedürftige Steuerung anfangs schwer zu beherrschen, da im Vergleich zu den meisten anderen Spielen die Bewegungsfreiheit sehr eingeschränkt ist.

Atmosphäre

Auch in engen Räumen warten häufig mehrere Zombies.

An der Grafik von Resident Evil Zero hat sich ebenfalls nichts getan. Stimmungsvolle Licht- und Schatteneffekte sorgen für eine dichte Atmosphäre, Details wie klappernde Fensterläden und flimmernde Lampen schaffen das richtige Horrorfeeling. Besonders hervorstechend ist der Regen, der neben einer realistischen Soundkulisse das Spiel zusätzlich düster wirken lässt.

Die Grafik entspricht dennoch nicht dem heutigen Standard. Hier hätte Capcom ruhig etwas überarbeiten können, denn Spiele wie Call Of Duty 4 - Modern Warfare zeigen, dass auch auf der Wii gute Grafik möglich ist.

Fazit

von Kevin Lunn

Resident Evil Archives - Zero macht genauso viel Spaß wie das Original. Die Story ist spannend, die Atmosphäre düster. Rundum kann ich sagen, dass dieses Spiel alles mitbringt, um sich in die Genre-Charts des Survival-Horrors einzutragen. Leider hat Capcom aber auch die negativen Gesichtspunkte der Ursprungsversion übernommen. Deshalb ist Resident Evil Archives auch nur für Fans zu empfehlen, die das Original verpasst haben.

spieletipps meint: Remake des Originals von 2002: Wer's damals verpasst hat, kann es nun nachholen. Wer's schon kennt, braucht die Neuauflage nicht wirklich.
79

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