Test Mag!!! - Seite 4

Im Herrschafts-Modus sind diese Türme von hoher Wichtigkeit.Im Herrschafts-Modus sind diese Türme von hoher Wichtigkeit.

Sammelt euch!

Es gilt natürlich: Je unterschiedlicher die Klassen im Squad, desto besser. Medics sind immer gut, vorallem werden sie durch ihr Heilen mit Erfahrungspunkten belohnt. Ebenfalls dürfen Scharfschützen nicht fehlen, die uns den Rücken freihalten. Und brachiale Sturmtruppen sind selbstverständlich auch notwendig, damit ein Squad variantenreich ausgestattet ist.

Wir müssen erneut erwähnen, wie herrlich flüssig und geschmeidig das gesamte Spiel abläuft. Das hat jedoch seinen Preis. Die Grafik ist altbacken. Ganz klar. Battlefield - Bad Company 2 wirkt da nicht nur um Welten schöner, es ist auch einfach so. Viele Texturen sind matschig, bleiben es auch zu jedem Zeitpunkt. Ebenso sind geballte Explosionen der zerstörten Bunker, Fahrzeuge oder Soldaten nicht mal im Ansatz so spektakulär wie im DICE'schen Online-Shooter. Es wirkt alles etwas nüchtener, trockener, einfach ohne Schnörkel auf den Punkt gebracht. Daher sind großartige grafische Höhepunkte einfach nicht vorhanden. Dass die Soundkulisse ebenfalls etwas dumpf klingt, war zu erwarten. Aber das alles ist verschmerzbar, denn bei einer grafischen Pracht der 'Konkurrenten' wäre die technische Umsetzung von 256 Spielern auf einem Schlachtfeld unmöglich gewesen. Sowieso sind die Maps in der Anzahl eher dürftig (zwölf an der Zahl), in der Gestaltung aber brillant ausgearbeitet. Nicht nur rein von der Kulisse her. Es gibt unzählige Deckungsmöglichkeiten, heilige Orte für Sniper und gelungene Gräben, um sich dort vor einem gemeinsamen Sturmangriff zu sammeln. Grandios, einfach nur grandios!

Die Maps sind riesig, authentisch gestaltet und vor allem abwechslungsreich.Die Maps sind riesig, authentisch gestaltet und vor allem abwechslungsreich.

Übung macht den Meister

Ganz wichtig ist selbstredend die Steuerung. Schon seit Jahrzehnten ist klar, dass auch Shooter mit einem normalen Gamepad gut gesteuert werden können. Aber in MAG ist das ein wenig ... anders. Klar, Ego-Perspektive, mit R1 feuern wir die Waffe ab, mit dem Dreiecks-Knopf gehen wir in Deckung, X ist der Sprung-Knopf. Mit R2 wechseln wir die normalen Handfeuerwaffen. Ja, genau, die Augenbraue wandert nach oben. Mit R2 wechseln wir also nur zwischen dem Gewehr und der Pistole, quasi. Wir haben natürlich noch drei weitere Slots, die wir unter anderem mit verschiedensten Granaten, Medikits oder Raketenwerfern ausstatten können. Doch um an jene Dinge zu kommen, spielt L2 eine wichtige Rolle. Erst L2 drücken, dann erst haben wir eines der drei Dinge in der Hand, erneut L2 drücken, um zu wechseln. Danach L1, um die Granate zu werfen, die Medizin einzusetzen oder den Raketenwerfer zu betätigen. Klingt gewöhnungsbedürftig, ist auch so. Aber wir waren selbst erstaunt, wie rasch uns mittlerweile der Wechsel zwischen Granaten und Gewehr von der Hand geht. Übung macht den Meister.

Diesen Spruch solltet ihr euch sowie so zu Herzen nehmen. Denn die ersten Stunden werden euch einiges abverlangen. Selbst Veteranen im Shooter-Geschehen werden hier Orientierungs- und Koordinierungs-Probleme bekommen. Selbst die erste Map ist so vollgepumpt mit Zielen, dass es wirklich mehrere Matches braucht, damit wir den Ablauf von vorne bis hinten verstehen.

Also in Deckung gehen hilft hier auch nicht mehr.Also in Deckung gehen hilft hier auch nicht mehr.

Multikulti

Und wenn es dann in die erste Schlacht mit 255 weiteren Spielern geht, ist das Gehirn nur noch überfordert. Überall Explosionen, Ziele, Deckungen, Gegner, Fahrzeuge - was zur Hölle?! Wir sind zunächst so verwirrt, dass wir einfach unserem Squad-Ziel entgegen laufen und hoffen, dass unser Leader mit diesem Befehl auch Recht hat. Wir wissen eh nicht, was nötig ist, um auf dieser Map zu gewinnen. Gerade im Herrschafts- und Übernahme-Modus sind viele, viele Matches nötig, um den komplexen Ablauf und die vielen Befehle überhaupt erstmal verstehen zu können. Natürlich sind die Beschränkungen sinnvoll, dass diese beiden Modi erst ab einer bestimmtem Stufe freigeschaltet werden, aber die Reizüberflütung wird dadurch nicht verhindert.

Eine kleine Warnung zum Abschluss: In der Raven-Armee sind wir nicht oft auf deutsche Spieler gestoßen. Es ist eine Seltenheit, die deutsche Sprache im Voice-Chat zu hören. Vielmehr solltet ihr Englisch können, wenn ihr mit euren Kameraden reden wollt. Wir haben sogar schon Chinesen gehört, die sich anscheinend herzhaft amüsierten, so war das Lachen doch unüberhörbar. Es könnten auch Japaner gewesen sein - klingt ja alles gleich. Worauf wir hinaus wollen: Macht keine fiesen Witze über Japsen, Amis, Franzosen oder Chinesen - sie können euch nämlich hören!

Meinung von Redaktioneller Mitarbeiter

Also bisher dachte ich ja, 42 sei die Antwort auf all meine Fragen. Aber ich habe mich getäuscht! Von nun an ist 256 die Antwort auf alles - zumindest auf die Frage, wieviel Spieler ich in einem Online-Shooter haben möchte. Denn MAG macht so richtig Laune und wischt mit der Konkurrenz ordentlich das Schlachtfeld auf. Im Prinzip ist ein Modern Warfare oder ein Bad Company keine Konkurrenz, da es sich um völlig verschiedene Titel handelt. In MAG zählt nämlich eines: Teamplay. Wenn das funktioniert und die Anführer kluge Befehle erteilen, sind die Online-Kämpfe so spektakulär, bombastisch und taktisch wie nie zuvor. Die Anzahl der Maps mag jetzt nicht unbedingt arg hoch sein, ihre Größe aber fasziniert von Anfang an. Es hat schon ein Weilchen gedauert, bis ich die Maps von vorne bis hinten gekannt habe.

Aber um die Realisierung von 256-Mann-Schlachten zu ermöglichen, müssen enorme grafische Mängel in Kauf genommen werden. Viele Texturen sind zu jeder Zeit matschig, die Licht- und Schatteneffekte fallen mager aus. Es fehlt der optische Bombast - der ist aber spätestens dann da, wenn gefühlt 200 Spieler aufeinandertreffen und quasi gleichzeitig eine Granate werfen. Und die Tatsache, dass alles geschmeidig, fast lag- und ruckelfrei läuft, ist Gold wert - dafür nehme ich die eher altbackene Grafik sogar sehr gern in Kauf. Der Einstieg fällt zwar auch eher nüchtern aus, da die meisten Spieler einfach zu überfordert sind, aber nach einigen Matches und Stunden ist auch dieser Zustand vorbei. Wenn sich dann auch die Anführer klug anstellen, begeistert MAG mit gigantischen Schlachten und intensivem Teamplay.

85 Spieletipps-Award

meint: Umfangreicher Taktik-Online-Shooter mit atemberaubenden 256 Spielern. Mit klugen Anführern und gutem Teamplay sind die Schlachten konkurrenzlos spannend.

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