Test Star Trek Online - Seite 2

Die Vigilant-Klasse ist noch einer der wendigsten Schiffstypen.Die Vigilant-Klasse ist noch einer der wendigsten Schiffstypen.

Weltraumgefechte sind das eigentliche Highlight

Unendlicher Weltraum ohne Schwerkraft verspricht perspektivenverdrehende Kämpfe. Schließlich gibt es im All kein Oben, Unten, Links oder Rechts. Selbst den Machern der Serie war diese Kausalität zu blöd, weshalb sich die Raumschiffe schon in den Serien und Filmen immer frontal oder von achtern näherten. In Star Trek Online ist der Raum glücklicherweise wirklich dreidimensional, allerdings steuern sich die hypermodernen Raumschiffe so schwerfällig wie ein brennendes Flugzeug in GTA 4. Zugegeben, ganz so schlimm ist es dann doch nicht, aber steile Kurven, rasante Wendungen, Loopings? Leider Fehlanzeige. Erfreulich ist allerdings, dass die Steuerung äußerst einfach funktioniert. Hier erwartet euch kein anspruchsvoller Flugsimulator, das Spielgefühl grenzt schon fast an Arcade.

Die Schilde werden als geviertelter Ring um euer Schiff dargestellt.Die Schilde werden als geviertelter Ring um euer Schiff dargestellt.

"Captain auf die Brücke!"

Nachdem wir "überraschend" das Kommando über ein eigenes Schiff erhalten haben, machen wir uns an die Erkundung des Weltraums. Mit Impulsantrieb fliegen wir unsere ersten Missionen ab und retten Schiffbrüchige aus kollabierenden Raumgleitern. Nichts wirklich anspruchsvolles also, aber unterhaltsam. Star-Trek-Feeling kommt auf. Die ersten Weltraumkämpfe sind bereits effektvoll gestaltet und wunderbar mit passenden Sounds und Musik unterlegt. Aus der 3rd-Person-Perspektive steuern wir unser noch kleines Schiff in waghalsigen Verfolgungsjagden durch Meteoritengürtel und liefern uns spannende Gefechte - vorerst nur gegen NPCs.

Die taktische Vielfalt in den Weltraumkämpfen beigeistert uns. Im Kern geht es nur darum, die Schilde des Gegners zu zerstören und anschließend das Schiff selbst zu Schweizer Käse zu verarbeiten. Aber um das zu erreichen, stehen euch verschiedenste Wege und Mittel offen, dem Gegner allerdings auch. Abfangjäger und energiesaugende Sonden machen euch das Leben schwer, geschickt platzierte Minen und zerstörerische Quantentorpedos sorgen für zusätzliche Herausforderungen. Solche Gefechte können sich je nach Anzahl der beteiligten Schiffe ganz schön in die Länge ziehen. Eine sinnvolle Energieverteilung müsst ihr in solchen Sitiuationen immer im Auge behalten. Schneller als euch lieb sein dürfte, befindet ihr euch überraschend in der Reichweite von gleich einem Dutzend Schiffen, da hilft nur schleunigst das Weite zu suchen.

Von "unendlichen Weiten" ist in Star Trek Online nur ein bisschen was zu spüren. Die Sektoren sind noch kaum bevölkert und Gefechte begrenzen sich auf wenige Teilnehmer. Geplante Events und Ereignisse im Spiel sorgen hoffentlich noch für die notwendige Abwechslung und Massenschlachten.

Als Föderations-Mitglied solltet ihr euch von diesen Kameraden fern halten.Als Föderations-Mitglied solltet ihr euch von diesen Kameraden fern halten.

Die Bodenmissionen - eine außerirdische Erfahrung?

"Riker, sie übernehmen die Brücke. Data, LaForge, Worf, sie kommen mit mir." Besuche auf fremden Planeten waren schon in den Star-Trek-Serien und -Filmen ein echtes Highlight. Entsprechend hoch sind unsere Erwartungen an die Außenmissionen in Star Trek Online. Zwar werden wir nicht total enttäuscht, aber von einem wahrgewordenen Trekkie-Traum kann leider auch nicht die Rede sein. Kein Sahnestück, das uns Cryptic da präsentiert. Bei den Bodenmissionen, wie auch bei den Aufgaben im All, steht der Kampf absolut im Vordergrund. Von wegen Diplomatie. Der Geist von Star Trek, zuerst zu fragen und dann zu schießen, ist leider wieder dem umgekehrten Ideal gewichen.

Die Bodenkämpfe sind eigentlich ganz spannend und fordern einiges Geschick, leider beanspruchen sie auch unsere Geduld mit den computergesteuerten Crew-Mitgliedern. Die sind zwar keinesfalls alltagstauglich, aber zumindest meistern die Begleiter ihre Spezialfähigkeiten mit Bravur. Persönliche Schilde aufladen, Geschütze bauen und den Gegner unter Feuer nehmen - diese Aufgaben könnt ihr euren Offizieren durchaus zumuten. Nachdem wir verschiedene Planeten und Raumstationen bereist haben, wächst der Wunsch nach detailreichere Umgebung und mehr Leben. Schließlich sind wir hier auf völlig fremden Planeten, Herrgottnochmal. Das Gefühl wollen wir bitte schön auch vermittelt bekommen.

Dank des Schiffseditors treffen wir nicht ununterbrochen auf die Enterprise, Voyager oder Defiant.Dank des Schiffseditors treffen wir nicht ununterbrochen auf die Enterprise, Voyager oder Defiant.

Unser Kreuzer pustet jeden weg

Diverse Weltraumkämpfe und Bodenmissionen später werden wir zum "Lieutenant Commander" befördert und dürfen uns eine neue Schiffsklasse auswählen. Ganz kriegerisch veranlagt, wollen wir natürlich einen Kreuzer unser Eigen nennen. Bedauerlicherweise ist unser Charakter auf Wissenschaft spezialisiert. Ist zwar auch cool, Traktorstrahl, gezieltes Feuer und so, aber wir Spiele-Tester sind nun mal von Natur aus süchtig nach Geballer an vorderster Front. Zwar können wir auch als Wissenschafsoffizier einen Kreuzer kommandieren, aber wir wollen's "realistisch".

Also nochmal ganz von vorne angefangen, finstere Fiesling-Rasse erstellen, Stufe 11 erreichen, Kreuzer wählen. Bei diesem zweiten Durchlauf haben wir die unterschiedlichen Vor- und Nachteile der einzelnen Karrieren ein wenig besser kennengelernt. Der Wissenschaftsoffizier ist vergleichbar mit einem Supporter. In Bodengefechten vergiftet er seine Gegner, errichtet schadenzufügende Energiebarrieren oder Tarnschilde. Gleichzeitig heilt der Wissenschaftler auch die Vergiftungen der eigenen Gruppe. Der Ingenieur hat's wie der gute alte Scotty einfach drauf. Eigene Schilde verbessern, Minen legen und Drohnen versenden sind sein Spezialgebiet. Der taktische Offizier ist der klassische Kämpfer in Star Trek Online und verfügt über eine große Auswahl schadensreicher Kampftechniken. Außerdem hat er die Fähigkeit, die Kampfkraft der gesamten Gruppe zu steigern.

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