Test

Brothers in Arms

Im zweiten Weltkrieg hat die Spielindustrie Nährboden für Unmengen von Spielen gefunden. Eines davon ist "Brothers in Arms - Road to Hill 30", die Quasi-Umsetzung des PC-Krachers "Brothers in Arms" aus dem vergangenen Jahr. Volltreffer oder Rohrkrepierer - unser Test verrät es euch. Von Clemens Eisenberger

10. Apr 2005

Missionsdaten

Ohne Deckung lebt ihr nicht lange genug, um euch noch welche zu suchen.

D-Day, ihr landet mit der berühmten US-Fallschirmeinheit 101 in französischem Territorium und sollt euch einen Weg durch verschiedene Missionsziele bahnen, um Europa für euer Land einzunehmen. Ihr müsst beispielsweise verschiedenste Sachen in die Luft sprengen, damit eines eurer Flugzeuge landen kann, oder ihr müsst dafür sorgen, dass eure Einheit die einzige in diesem Gebiet wird. Während eurer Einsätze liefert ihr euch knallharte Schießereien mit den Deutschen, in diesem Spiel "Krauts" genannt, und kommandiert euer Team in sinnvolle Positionen. Das Kommandieren eures Teams funktioniert ganz einfach. Außerdem ist es sehr wichtig, eure Einheiten dem Gegner ins Sperrfeuer nehmen zu lassen, damit ihr selbst von der Flanke auftauchen könnt um dem Gegner den Rest zu geben. Irgendwie hat mich das Spiel sehr stark an die Kriegsfilm-Serie "Band of Brothers" erinnert. Nicht nur wegen dem Titel, auch die Story und die Art den Krieg zu präsentieren, sind sehr ähnlich, bei beidem aber sehr gut. Vor jedem Auftrag gibt es kure Dialoge, die meist mit dem Geschehen überhaupt nichts zu tun haben (ein Mal diskutieren die Soldaten ob Superman Batman besiegen würde oder umgekehrt). Dies vermischt mit Kleinigkeiten wie Schlammspritzer auf der Kamera, Sinnestrübung nach Granateneinschlag oder auch benutzbare MG-Stellungen vermitteln eine einmalige Atmosphäre, wie man sie auf der PS2 noch nicht erlebt hat.

Technische Unterstützung

Grafisch gibt sich "BiA" keine Blöße. Die Umgebungen sehen sehr realistisch aus, die Texturen sind detail- und abwechslungsreich und auch die Charaktermodelle sehen super aus. Die Zwischensequenzen sind allesamt in Spielgrafik gehalten. Die deutsche Sprachfassung ist ebenfalls sehr gut, auch wenn ich empfehle, das Spiel auf Englisch zu zocken. Die Amis reden (leicht verständliches) Englisch und die deutschen Soldaten sprechen akzentfreies Deutsch. Dies vertieft die Atmosphäre noch mehr und macht das Spiel zu einem einzigartigen Erlebnis. Erst Besitzer einer Surround-Anlage werden in den vollen Genuss der großartigen Soundkulisse kommen. Die Soldaten bewegen sich sehr realitätsnah und menschlich, die Bewegungen wurden wahrscheinlich per Motion Capturing aufgenommen. Die Steuerung ist auch nahezu perfekt. Ihr steuert euren Helden mit denselben Tasten wie jeden Ego-Shooter-Helden und mit Druck der L1-Taste könnt ihr euren Kollegen Befehle erteilen. Dies funktioniert auch in Stresssituationen, z.B. einer schweren Schießerei, sehr gut.

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