Vorschau Metro 2033: Willkommen beim Weltuntergang

von Jochen Gebauer (20. Februar 2010)

Willkommen beim Weltuntergang. Setzen Sie Ihre Gasmaske auf, machen Sie es sich gemütlich und legen Sie ein paar Mutanten um. Aber immer dran denken: Munition ist knapper als die Bikinis am FKK-Strand.

In den schaurig-schönen U-Bahn-Tunneln gibt's viel zu entdecken.In den schaurig-schönen U-Bahn-Tunneln gibt's viel zu entdecken.

Wir schreiben das Jahr 2033. Die Erde ist kaputt. Wer sie kaputt gemacht hat, wissen wir nicht so genau. Wir wissen lediglich, dass vor 20 Jahren ein apokalyptisches Ereignis stattgefunden hat. Und dass es an der Oberfläche jetzt aussieht wie bei Hempels unterm Bett. Deshalb haben sich die Überlebenden in den alten U-Bahn-Tunneln eingerichtet. Kuschelig ist es da zwar nicht und es wimmelt von Mutanten, aber 2033 kann man nicht wählerisch sein.

Metro 2033 basiert auf dem gleichnamigen Roman von Dmitri Gluchowski. Dmitri wer? Die Science-Fiction-Reihe des russischen Autors ist in Deutschland bislang noch ein Geheimtipp. In Mütterchen Russland hingegen gilt Gluchowski als Shooting Star der Szene - und zwar völlig zu Recht, denn seine Geschichte ist packend, orginell und atmosphärisch ungeheuer dicht. Bloß: Funktioniert sie auch als Spiel? Wir haben Metro 2033 ausführlich angespielt und finden, ja, das tut sie.

Die Armbanduhr zeigt an, wie lange der Filter unserer Gasmaske noch hält.Die Armbanduhr zeigt an, wie lange der Filter unserer Gasmaske noch hält.

Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?

Wir schlüpfen in die Rolle von Artyom, einem jungen Tunnelbewohner, der die Welt vor der Apokalypse lediglich aus längst vergilbten Postkarten kennt. Eine davon zeigt die Freiheitsstatue, aber mit Freiheit ist es in den dunklen Gängen unter Moskau nicht weit her. Wer die Metro-Station verlässt, der wird entweder von Mutanten aufgefressen oder geht an der giftigen Oberfläche elendig zugrunde. Wie die anderen Überlebenden hat sich Artyom mit dem Dasein unter Tage arrangiert. Es ist duster und eng und bisweilen schneien ein paar Monster vorbei, aber es lässt sich (über)leben. Dann kommen die Schwarzen.

Moment, wer kommt? Das weiß niemand so recht. Wenn die Schwarzen aufkreuzen, kann hinterher nämlich keiner mehr davon erzählen - die Burschen lassen entweder Leichen oder Wahnsinnige zurück. Artyoms Kumpel Hunter, ein alter Haudegen des Metro-Systems, macht sich auf die Socken, um die neue Bedrohung zu untersuchen. Wenn er nicht zurückkommt, so sagt er uns vor seinem Aufbruch, dann sollen wir uns bis Polis durchschlagen, um dort von den Schwarzen zu berichten. Es kommt, wie es kommen muss: Hunter verschwindet spurlos, wir schultern das Gewehr und ziehen los.

Wer sein Pulver zu schnell verschießt, der erlebt ein blaues Wunder.Wer sein Pulver zu schnell verschießt, der erlebt ein blaues Wunder.

Geld ist für den Hintern

Schon bei den ersten Schritten durch die postapokalyptische Welt stellen wir fest: Metro 2033 sieht richtig gut aus. Die Charakter-Modelle sind detailliert, die Animationen butterweich, die verwinkelten U-Bahn-Tunnel schaurig-schön beleuchtet. Kurzum: Metro erzeugt Atmosphäre. Dazu trägt nicht zuletzt der Umstand bei, dass es kein HUD gibt - wollen wir beispielsweise unser aktuelles Missionsziel nachlesen, dann holen wir per Tastendruck ein Klemmbrett aus der Tasche. Den aktuellen Munitionsvorrat wiederum lesen wir direkt an der Waffe ab.

Apropos Munition: Die ist nicht nur Mangelware, sondern auch Währung. Mit Papiergeld kann man sich beim Weltuntergang bestenfalls den Allerwertesten abwischen; gezahlt wird mit Patronen, denn die sind überlebenswichtig. Das eröffnet Raum für taktische Überlegungen: Opfern wir die wertvollen Dinger für eine neue Wumme, riskieren dabei aber, dass uns im nächsten Kampf die Munition ausgeht? Es ist eine Gratwanderung, die motiviert, weil wir tatsächlich das Gefühl haben, dass unser Überleben am seidenen Faden hängt. Eine falsche Entscheidung, ein Fehlschuss und wir beißen ins Gras.

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