Gilde 1400 (Online)
Special
Tagebuch Gilde 1400, Teil 1: der Klassiker als Online-Spiel
Voller Tatendrang packe ich meine sieben Sachen, sattle mein Pferd und verabschiede mich ein letztes Mal von meiner Familie und den verfluchten Hausaufgaben. Dann endlich reite ich Richtung Heidelberg, eine prächtigen Stadt des Mittelalters, mit all seinen Kirchen, Kneipen und zwielichtigen Gestalten. Ich treibe mein Pferd ins Handwerkerquartier, vorbei an schreienden Markthändlern, dem hurenverseuchten Gaunerviertel und einem protzigen Rathaus, in dem gerade die Wahl des Kerkermeisters stattfindet. Na das kann ja heiter werden... Von Kilian Meier
Gilde 1400: Tag 1
Liebes Tagebuch, heute habe ich meine abenteuerliche Reise durch die Welt von Gilde 1400 angetreten - und ich bin richtig heiß darauf, endlich auch zur adligen Oberschicht zu gehören. Sklaven zu knechten und stinkreich zu werden. Zu Beginn wähle ich einen von vier möglichen Berufsgruppen, mit der ich im späteren Spielverlauf meine Brötchen verdienen werde. Zur Auswahl stehen mir die Berufe Handwerker, Patron, Gelehrter und Gauner. Da ich schon immer ein Haudrauf-Typ war, entscheide ich mich für das Handwerk und spezialisiere mich auf die Schmiedekunst. Der entsprechender Charakter, sowie ein furchteinflößendes Wappen sind schnell gefunden - et voilà, ich bin im Spiel.
Das Tutorial kommt wie gerufen, denn einfach wild drauf los klicken ist nicht! Hier bekomme ich bereits einen kleinen Einblick in die verschiedenen Spielmöglichkeiten. Dabei lassen Andeutungen auf Spionage, Sabotage, Verprügeln, Betrug und vieles mehr mein Herz höher schlagen, auch wenn ich bis dahin noch einen weiten Weg vor mir habe.
Ein Spaziergang durch die Stadt
Wie immer, wenn sich eine neue Spielewelt vor mir öffnet, klicke ich mich zuerst durch alle Optionen, um möglichst rasch einen Gesamtüberblick zu erhalten und mir eine Strategie zurechtzulegen. Doch diesen Gedanken verwerfe ich nach kaum fünf Minuten - denn die Anzahl an Möglichkeiten im Spiel ist schier überwältigend.
Jedes klitzekleine Detail lässt sich über mehrere Wege ausbauen oder weiter entwickeln. Seien das meine beruflichen Fertigkeiten, mein Magiewissen, eine geheime Hintertür oder doch die Anzahl Knechte, die mir in der Schmiede zur Hand gehen. Dazu kommen die unzähligen Vorraussetzungen. Manchmal fehlt es an Gold, dann wieder am Titel oder an den Aktionspunkten, von denen man jede Stunde nur einen bekommt. Hut ab vor soviel Komplexität und Anspruch.
Erstmal Geld scheffeln und stinkreich werden
Ich beschließe also, mich vorerst ganz auf das Ausbauen meines Betriebes zu konzentrieren. Kohle scheffeln hat oberste Priorität. Also mache ich mich daran mit meinen vier Arbeitern Stahl aus Eisen zu produzieren und den Stahl widerum zu Türbeschlägen zu verarbeiten. 15 Minuten später sind auch schon alle Startrohstoffe verbraucht und ich schicke meinen Karren auf den Weg zum Markt. Ein paar Klicks später ist der klapprige Wagen bereits mit neuem Eisen auf dem Weg zurück zur Gießerei, wo auch gleich die fertigen Beschläge für den Verkauf aufgeladen und zurück zum Marktplatz kutschiert werden.
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