Die Siedler 7 (PC)
Artikel veröffentlicht am 19.03.2010
Es wird gesägt, gehämmert und gebaut: Die wuseligen Siedler besetzten das mittlerweile siebte Königreich und ließen sich von uns helfen. Wir haben Die Siedler 7 vorab gespielt und verraten euch kurz vor der Veröffentlichung, was ihr alles wissen müsst. Von Kevin Lunn
Genüsslich blickt König Spieletipps auf sein Reich hinab. Fleißig wuseln die kleinen Redakteure, Webentwickler und Grafiker zwischen den einzelnen Hütten umher und tippen wie wild auf ihren Tastaturen und Controllern herum.
Doch das war nicht immer so: Am Anfang der Herrschaft von König Spieletipps hatte er nur ein Redaktionsgebäude, in dem er es sich mit seinen Teamleitern gut gehen ließ, eine Datenbank, auf der die faulenzenden Redakteure saßen, und eine Taverne, in dem sich eben diese nach ihrem Nichtstun betranken. Nur durch eine harte Hand und vollkommene Regierungskompetenz schaffte es der König, das reichweitenstärkste Imperium zu errichten.
Ach so geht das
Natürlich musste König Spieletipps erst noch einiges lernen. Und an wen wendet man sich am besten, wenn man keine Ahnung davon hat, wie man eine Redaktion führt? Genau, an den Wirt der Taverne natürlich! Der hat nämlich einiges an Ahnung und hilft euch auch in Die Siedler 7 beim Einstieg ins Herrscher-Dasein.
Das Tutorial im neuen Siedler ist äußert detailliert und garantiert auch dem frischsten Frischling einen einfachen Spieleinstieg. Der Wirt der Taverne, die ihr bei jedem Start einer Runde automatisch in oder bei eurem Dorf findet, berät euch mit allerlei Tipps: von der besten Logistik bis hin zur richtigen Taktik, um eine Schlacht zu gewinnen.
Der erste Stein
Aller Anfang ist schwer - oder eben auch nicht. Nachdem der Wirt alles Nötige für eine funktionierende Redaktion erläutert hat, geht es darum, die kleinen Schreiberlinge zu versorgen. Wir ignorieren erst mal die knurrenden Mägen der Redakterue und kümmern uns um Holzfäller- und Steinmetzhütten - schließlich brauchen wir schleunigst Baumaterial.
Die ersten Schritte in Die Siedler 7 sind sehr einfach und aus der Ansammlung kleiner Hütten wird schnell eine florierende Stadt. Gebäude werden durch einen einfachen Klick auf den Boden errichtet und die Arbeiter beginnen eigenständig den Bau. Kaum steht das erste Gebäude, wird es automatisch besiedelt und fängt die Produktion an.
Von der Knospe bis zum Brett
Einige Zeit verging und König Spieletipps sah, dass es gut war. Doch alles was gut ist, geht noch besser und so entschied der Herrscher, seine Redaktionsgebäude zu erweitern. So bekam jedes Haus neben einem Computer, eine Playstation und eine Xbox.
Dies ging in etwa so einfach wie im Spiel, denn die Gebäude in Die Siedler 7 lassen sich schnell um wichtige Anbauten erweitern. So könnt ihr zum Beispiel eine Holzfällerhütte und eine Sägemühle an die Forsthütte oder einen Steinmetz an die Berghütte anbauen.
Auf in die Schlacht
Natürlich war dem König klar, dass andere Herrscher voller Neid auf sein Reich blicken und es früher oder später zu erobern versuchen würden. Und so stellte er eine schlagkräftige Armee aus piketragenden Redakteuren, wild um sich schießenden Grafikern und reitenden Webentwickler zusammen, um mit ihr in den unvermeidlichen Krieg zu ziehen.
Im Spiel werden Soldaten in der Taverne rekrutiert - wie im richtigen Leben also. Zunächst stehen nur Musketiere und Pikeniere zur Verfügung, später kommen Kavallerie, Kanonen und Standartenträger hinzu. Produzierte Soldaten werden automatisch dem aktuellen General unterstellt, mit dem ihr neutrale und feindliche Sektoren einnehmen könnt, die Ressourcen bieten. Falls ihr jedoch mal angegriffen werdet, verteidigen eure Soldaten eigenständig - sofern sie sich im angegriffenen Sektor befinden, versteht sich.
Sieg!
Die unschlagbare Armee des König Spieletipps erlang schnell die Kontrolle über viel Landschaft. Alles rüstete sich für die finale Schlacht gegen den Feind, als dieser urplötzlich die weiße Flagge hisste und somit seine Kapitulation verkündete. Ein Sieg auf voller Linie!
Wie der König das geschafft hat? Durch Siegpunkte. Für jede Runde ist eine bestimmte Zahl an Punkten für den Sieg notwendig, die ihr erhaltet, wenn ihr zum Beispiel einen bestimmten Sektor einnehmt. Ähnlich wie in Anno 1404 - Venedig könnt ihr das Spiel also gewinnen, ohne aktiven Krieg mit eurem Gegner führen zu müssen. Allerdings werden die siegpunktspendenden Sektoren massiv von neutralen Computerspielern verteidigt.
Goldene Zeiten
Nun, wo jede Schlacht gewonnen und jeder Untertan versorgt ist, können wir einen Blick auf das Königreich werfen. Das sieht nämlich echt schick aus! Die Siedler zeigen sich in gewohnt toller Grafik und werden sich direkt in eurem Herz einnisten. Besonders gut gelungen sind die Charakteranimationen während Gesprächen in der Kampagne, sowie die Landschaften, die von liebevollen Details nur so strotzen. Wenn es also nach der Optik ginge, erwartet euch mit Die Siedler 7 der beste Titel der 16 Jahre alten Serie.
Grafik ist aber nicht alles; die eingefleischten Fans werden sich erst an das stark umgekrempelte Spielsystem gewöhnen müssen, allerdings trotzdem auf ihre Kosten kommen.
Pro
- tolle Wusel-Optik
- Kampagne mit Tutorial
- spannender Kampf um Siegpunkte
- Spiel auch ohne Kämpfen gewinnbar
- vieles läuft automatisch ab
Contra
- neuer Ubisoft-Kopierschutz
Fazit
von Kevin Lunn
Das Spielprinzip von Siedler 7 unterscheidet sich aufgrund des neuen Sieg-, Handels- und Diplomatiesystems stark von den Vorgängern. Der Kampf um die Siegpunkte fordert strategisch durchdachtes Vorgehen. Überzeugt es trotzdem? Macht es Spaß? Auch über längere Zeit? Ja!
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