Test Prison Break - Seite 2

Sieht spannend aus, ist es aber nicht.Sieht spannend aus, ist es aber nicht.

Schlag mich!

So weit, so gut. Die gesamte Story von Prison Break spielt sich in der ersten Staffel der Serie ab. Wir erleben also wirklich die Geschehnisse aus der Serie. Das ist gerade für Fans ziemlich cool, da wir immer wieder bekannte Momente aus einer anderen Sicht erleben. So kommt teilweise schon eine Art Atmosphäre auf.

Da wir ja ein Neuling im Knast sind, aber ordentlich aufgepumpte Arme haben, müssen wir irgendwie in der Knast-Hierarchie aufsteigen, um an Informationen zu kommen. Da bieten sich Schlägereien gegen andere Knastis doch direkt an. Also, auf die Plätze, fertig, Gesicht einschlagen! Leider sind die Kämpfte absolut belanglos und öde. Klar, die Animationen gehen in Ordnung, aber wir hämmern eh nur auf eine Taste. Wir können zwar weniger doll schlagen, ganz doll schlagen und blocken, aber wirklich kombinieren müssen wir nicht. Und da wir kaum blocken müssen, sind Konterangriffe zu selten. Aber auch die bringen keine wirkliche Abwechslung in die Schlägerei. Schade!

Von hinten ist doch immer noch der beste Weg. Das kann jeder verstehen, wie er will.Von hinten ist doch immer noch der beste Weg. Das kann jeder verstehen, wie er will.

Ein Teufelskreis

Abseits aller bisherigen öden Gameplay-Einlagen folgt die nächste Ödnis: Minigames. Um beispielsweise etwas kräftiger zu werden, können wir am Sandsack trainieren oder Gewichtheben. Können, ja, müssen, nein. Ihr werdet in Kämpfen nicht verlieren, nur weil ihr zu wenig trainiert habt. Es ist fast schon egal, ob ihr nun den Sandsack misshandelt habt oder nicht.

Leider fehlt wirkliche Abwechslung. Spielerisch ist Prison Break absolut belanglos. Da kann das angenehm authentische Design des Gefängnisses nicht helfen. Denn die schwache Grafik sorgt für weiteren Frust. Obwohl die Animationen echt in Ordnung gehen, sind ein Großteil der Texturen schwach und unscharf. Das Gleiche gilt für die Gesichter der Charaktere: Während die Hauptcharaktere der TV-Serie detailliert umgesetzt sind, sehen so gut wie alle anderen Insassen oder Wachen wie Klone oder lieblos hingeklatschte Figuren aus. Immerhin: Die originalen Synchronstimmen aus der Serie überzeugen auf ganzer Linie. Dennoch: Die Spielzeit mit rund sechs Stunden ist extrem kurz, obwohl euch am Ende ein recht unerwarteter Story-Twist erwartet. Ihr merkt schon: Für jeden guten Ansatz im Spiel kommen mindestens sechs schlechte Features.

Pro:

  • originale Synchronstimmen aus der Serie
  • Story dreht sich um die Serie

Contra:

  • miese Grafik
  • belanglose Schlägereien
  • keine Abwechslung
  • kurze Spielzeit (Gott sei dank!)
  • unsympathischer Hauptcharakter

Meinung von Redaktioneller Mitarbeiter

Ein Spiel, dass ich ganz schnell wieder vergessen habe. Wie so oft erlebe ich dieses Phänomen auch bei Prison Break. Viel bleibt mir nicht zu sagen: Die Grafik ist hässlich, es kommt selten Atmosphäre auf, die Steuerung könnte besser sein, die Stealth-Einlagen sind öde. Klar, die Synchronsprecher und einige Momente der Story sorgen für Serien-Flair, doch selbst hartnäckige Fans sollten die Finger von diesem Spiel lassen. Es lohnt sich nicht, die Geschichte der ersten Staffel aus einer anderen Perspektive zu erleben, denn alles in diesem Spiel ist unausgereift und belanglos.

Das einzig Gute ist die Spielzeit von rund sechs Stunden. Ich habe zwar nun sechs Stunden meines Lebens mit einem weiteren Lizenz-Müllbeutel vergeudet, aber es war immerhin schnell vorbei. Puh.

55

meint: Langweilig! Spielerisch belanglos und geschichtlich öde - ein weiterer Lizenz-Müllhaufen.

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