Assassin's Creed 2 (PC)
Test
Assassin's Creed 2: Endlich meuchelt der PC
Drei Monate nach der PS3- und Xbox-360-Version meuchelt Ezio endlich auch auf dem PC vorbei. Im Gepäck hat er eine astreine Umsetzung, beide Download-Inhalte und einen umstrittenen Kopierschutz. Ob sich das Warten gelohnt hat? Aber hallo! Von Jochen Gebauer
Wir machen's kurz und schmerzlos: Die PC-Umsetzung von Assassin's Creed 2 ist technisch schlicht erstklassig. Im Vergleich zu den Konsolen-Versionen wirkt die Grafik auf maximalen Details und mit Anti-Aliasing einen Tick schärfer, die frei konfigurierbare Steuerung per Maus und Tastur geht flott und einfach von der Hand. Zwar steuert sich Ezio mit einem Gamepad immer noch am Besten - wir empfehlen an dieser Stelle den 360-Controller - aber unterm Strich sind die Unterschiede für Pad-lose PC-Spieler marginal.
Wer keinen 16:9-Monitor besitzt, der muss bei der 4:3-Auflösung allerdings mit schwarzen Balken am oberen und unteren Bildschirmrand leben. Auf den ersten Blick unschön, aber nach ein paar Minuten haben wir uns daran gewöhnt und nehmen das kleinere Bild gar nicht mehr wahr - ähnlich wie bei einem Kinofilm auf dem Röhrenfernseher. Übrigens: Die PC-Fassung ist komplett ungeschnitten und ab 16 Jahren freigegeben.
Mit dabei: Download-Inhalte
Löblich: Ubi hat die beiden kostenpflichtigen Download-Inhalte der Konsolen-Versionen gleich dazugepackt. Im Fegefeuer der Eitelkeiten verbünden wir uns in zehn neuen Missionen mit Machiavelli und zetteln in Florenz einen zünftigen Aufstand an. Das macht richtig Laune. Deutlich weniger Laune macht hingegen die Schlacht um Forli - die sechs Missionen sind in Windeseile durchgespielt und können in Sachen Abwechslung nicht mit dem Hauptspiel mithalten. Andererseits: Wenn's umsonst ist ...
Um in den vollen Spielspaß-Genuss zu kommen, sollten PC-Nutzer indes einen Dual Core mit 2,6 Gigahertz und eine Geforce 8800 GT beziehungsweise eine Radeon HD 4700 unter der Haube haben. Mindestens verlangt wird ein Dual Core mit 1,8 Gigahertz sowie eine Grafikkarte mit 256 Megabyte Arbeitsspeicher und Shader-Modell 3.0.
Permanente Internetverbindung
Ebenfalls unabdingbar: eine permanente Internetverbindung. Offline-Spielen ist mit dem neuen Ubi-Kopierschutz nämlich nicht mehr möglich. Mit dem Kauf des Spiels erhaltet ihr einen 19-stelligen Code. Diesen Code müsst ihr vor dem Spielstart online registrieren - was einen kostenlosen Account bei Ubi.com vorraussetzt. Ähnlich wie bei Steam lässt sich Assassin's Creed 2 anschließend nur starten, wenn ihr mit eurem Ubi-Account eingeloggt seid.
Ein paar Vorteile hat das neue System allerdings: Es wird zum Spielen keine DVD mehr benötigt, Assassin's Creed 2 lässt sich unbegrenzt installieren und eure Spielstände werden auf den Ubi-Servern gespeichert. Alle wichtigen Infos rund um den neuen Kopierschutz findet ihr in unserem großen Special - vor dem Kauf unbedingt lesen!
Pro:
- astreine Umsetzung
- Grafik einen Tick besser
- kostenlose DLC-Inhalte
- tolle Atmosphäre
Contra:
- Balken bei 4:3
- kein Offline-Modus
Fazit
von Jochen Gebauer
Assassin's Creed 2 rockt und rollt auch auf dem PC. Die Umsetzung ist astrein, das eigentliche Spiel ohnehin über jeden Zweifel erhaben - für mich das Beste, was ich 2009 gespielt habe. Ja, einige Spieler werden sich angesichts des neuen Kopierschutzes beklagen; und das kann ich durchaus verstehen. Aber Kopierschutz hin oder her, er macht Assassin's Creed 2 nicht zu einem schlechteren Spiel. Wer Ezios Meuchel-Abenteuer auf der Konsole verpasst hat, sollte sie schleunigst nachholen. So gut wird man nicht alle Tage unterhalten.

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