Tagebuch Gilde 1400, Teil 2: der Klassiker als Online-Spiel

(Special)

von Kilian Meier (11. März 2010)

Mit einer Wahnsinns-Wucht schlagen die Hämmer im Hexenkessel, meiner Heidelberger Schmiede, auf die Ambosse nieder. Funken sprühen umher und der Lärm ist einfach ohrenbetäubend. Der Schweiß rinnt mir das Gesicht hinunter, meine Hände sind aufgeschürft und bluten. Doch das alles stört mich nicht im geringsten, solange die Bezahlung stimmt und ich ein freier Mann bin. Doch beides ist in Gilde 1400 alles andere als selbstverständlich, zu groß die Gefahr hinterhältiger Attacken und zu verlockend die Ausbeute bei einem erfolgreichen Einbruch oder einer Entführung.

Achtung heiß!Achtung heiß!

Aus der einst so kleinen Gießerei in Heidelberg ist seit meinem ersten Tagebucheintrag eine richtige Schmiede geworden, die nun statt einfacher Türbeschläge die besten Kettenhemden der Region herstellt. Aus drei Gesellen wurde eine Truppe von acht Schmieden, die dank besserer Hämmer nun nicht mehr knappe zehn, sondern ganze 30 Eisen am Stück bearbeiten kann. So muss ich als Schmiedemeister auch nicht mehr jede Viertelstunde nach dem Rechten sehen, sondern kann bequem in der Mittagspause den eingekauften Stahl zu Eisen schlagen lassen, um ihn dann nach Feierabend weiter zu verarbeiten.

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News: Gilde 1400

Mehr Arbeiter oder doch besseres Werkzeug?Mehr Arbeiter oder doch besseres Werkzeug?

Feierabend ist noch lange nicht

Doch sobald etwas ausgebaut oder entwickelt wurde, stehen schon die nächsten Verbesserungen und Bauten an. So nützt mir eine höhere Produktionsrate rein gar nichts, wenn meine Lagerhalle gerade mal 40 Stück fasst. Ebenso brauche ich dann auch mehr Marktkarren, da meine Schmiede sonst am Ende mehr produziert, als ich für Nachschub sorgen kann.
Allerdings habe ich schnell den Dreh raus und bei jedem meiner Klicks habe ich in Gedanken bereits die nächste Gold- und Aktionspunkt-Investition verplant.

Die längsten 40 Stunden meines Lebens.Die längsten 40 Stunden meines Lebens.

Der Fluch der Aktionspunkte

Apropos Aktionspunkte. Diese Dinger rauben mir noch den letzten Nerv! Es ist wie mit dem Taschengeld in jungen Jahren. Rennt man gleich zum nächsten Kiosk, um alles für Süßigkeiten auszugeben oder spart man auf die große Carrera-Rennbahn? So ähnlich läuft es im Spiel ab. Entweder gebe ich den gerade erhaltenen Punkt wieder für Peanuts wie Betteln oder Training meines Handwerkes aus, oder ich spare 30 Stunden auf den nächsten Berufsgrad und lege bis dahin alle Entwicklungen auf Eis. Gilde 1400 macht einem diese Entscheidungen mit all seinen verknüpften Möglichkeiten nicht gerade leicht, aber anders soll es ja auch gar nicht sein.

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