Test
The Eye of Judgment - Legends: Lasst die Karten sprechen!
Lasst euch nicht in die Karten schauen
Doch wie sieht eigentlich ein Kampf aus? Auch wenn euch im Tutorial gesagt wird, dass das Spiel kompliziert ist, lasst euch beruhigen. Ihr werdet einen Kampf recht schnell durchschauen und Spaß mit ihm und der einfachen Steuerung haben.
Das wichtigste Spielelement ist das Mana, das jeder Spieler am Anfang eines Zuges erhält. Mit Mana könnt ihr Kreaturen beschwören, angreifen oder Zauber wirken. Diese Kreaturen sind Spielkarten und jede gehört einem Element an: Feuer, Wasser, Erde, Wald und Biolith. Entscheidet ihr euch für eine Karte, müsst ihr sie auf das Kartenfeld legen, das wiederum neun Felder besitzt. Dabei müsst ihr beachten, dass jedes Feld einem Element zugeordnet ist und die Kreatur deswegen stärken oder schwächen kann. Habt ihr einen Platz gewählt, müsst ihr euch für eine Richtung entscheiden, in der eure Spielfigur angreifen soll. Mit einem Angriff eurer Kreatur endet der Spielzug und der Gegner ist an der Reihe. Mithilfe dieser abwechselnden Spielzüge wird nach einiger Zeit derjenige gewinnen, der als erstes fünf Felder mit seinen Kreaturen besetzt hat.
Strategie-Liebhaber entscheiden sich für den Multiplayer
Passt jedoch auf, denn eure Computer-Gegner sind des Öfteren schwer zu besiegen. Auch zu Beginn spielen sie ihre Karten genau so aus, wie es am effizientesten ist. Für Anfänger ist das meistens ein Grund zur Verzweiflung, da sie überhaupt keine Chance haben, mit dem Spiel warm zu werden. Da euch beim Einzelspieler auch keine gute Story lockt, sucht euch lieber einen Partner, der mit euch virtuell Karten spielt.
Ihr schaltet den Multiplayer nach kurzer Zeit frei und könnt euch dann mit ihm austoben. Ihr wählt entweder im Ad-Hoc- oder den Infrarotstruktur-Modus einen realen Gegner aus. Beides funktioniert einwandfrei und ihr könnt binnen weniger Minuten den Kampf beginnen. Da vor allem die gemeine KI fehlt, haben Anfänger wie auch Profis Spaß an diesen Duell Mann gegen Mann (oder Frau). Die Strategie-Freunde unter euch können also erst im Mehrspielermodus richtig aufleben.
Anime lässt grüßen
Doch wenn ihr einmal keinen Partner findet und euch für den Story-Modus entscheidet, habt ihr dennoch die Möglichkeit, etwas zu genießen: die Präsentation. Die Geschichte ist in Anime-Bildern dargestellt und es erscheinen wie in einem Cartoon Sprechblasen oder Worte wie "Bumm" oder "Krach". Die zuerst etwas verwirrende und gewöhnungsbedürftige Darstellung wird euch nach wenigen Minuten aber begeistern, denn so ein Spielgefühl habt ihr selten erlebt. Die Präsentation wirkt wie ein gelungener Film, obwohl er in nur wenigen Bildern dargestellt ist. Dabei stört teilweise aber leider die Musik, die eintönig und mit manchen rockigen Einlagen zu roh mit den bewegten Anime-Sequenzen umgeht.
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