Tagebuch Wurzelimperium, Teil 2: Deckung, der Salat schießt! - Seite 2

(Special)

Endlich ein Level-Up. Dadurch wird auch neues Saatgut freigeschaltet.Endlich ein Level-Up. Dadurch wird auch neues Saatgut freigeschaltet.

Alltagsleben als Gärtner

Seit nun mehr einer Woche bin ich in einer für mich fremden Welt. Mein Tagesbeginn ist ohne Ausnahmen jeden Tag identisch. Ich wache auf, ob in meinem Bett oder wie zuvor am Marktplatz, begebe mich müde zu meinem Garten und baue die ersten Gemüsesorten für den Tag an. Müde deshalb, weil die Dauerbelastung des Erntens echt auf die Knochen geht - klick, klick, klick, klick. Es fällt mir schwer, mich hier richtig einzuleben, doch es gelingt mir immer besser und je mehr Zeit ich hier verbringe, desto mehr gewöhne ich mich an meinen Alltag, obwohl er eigentlich echt nicht besonders actionreich ist. Warum? Weil er, wie schon gesagt, immer derselbe ist. Ich baue an, ich ernte, zwischendurch schaue ich mal ins SalatBlatt, fahre in die Stadt und wieder zurück und abends fall ich halb tot in mein Bettchen.

Ein paar Ausnahmen gibt es dann doch, wenn ich mich zum Beispiel ungewöhnlich lange mit meinen Nachbarn unterhalte, die bei mir einkaufen wollen, oder wenn ich das Unkraut in meinem Garten entferne, was mittlerweile übrigens komplett weg ist. Nun sind noch ein paar Baumstümpfe, Steine und Maulwurfshügel im Weg - hoffentlich kommt das Unkraut nicht irgendwann wieder.

Wurzeltal bei Nacht - die Läden haben trotzdem geöffnet. Dem Wurzelgott sei Dank.Wurzeltal bei Nacht - die Läden haben trotzdem geöffnet. Dem Wurzelgott sei Dank.

Stress pur - mit dem Garten und den Nachbarn

Die letzten Tage wurde es dann recht still um meinen Garten. Ich konnte der hohen Nachfrage der Nachbarn nicht mehr standhalten und musste viele mit ihren Forderungen nach Hause schicken. Manchmal sah ich mich sogar gezwungen, ein paar Wurzeln hinter meinen Nachbarn hinterherzuschmeißen. Mir für 300 Tomaten nur zehn Wurzeltaler zu bieten fand ich so frech, dass ich mich nicht zurückhalten konnte, ein wenig aggressiv zu werden.

Gewöhnungssache, aber auf Dauer doch eine Alternativlösung

Gestern gab es dann endlich mal Grund zum Feiern. Ich darf mich von nun an offiziell Erntehelfer nennen - klasse Sache! Das musste gefeiert werden. Und wie feiert man als Gartenbesitzer? - Genau, alleine. Deswegen fiel die Freude auch eher gering aus. Wenigstens kann ich jetzt Ringelblumen und Blumenkohl anbauen. Also auf zum Bauernhof nach Wurzeltal und Saatgut kaufen.

Wenig später bin ich wieder zu Hause und lasse es mir nicht nehmen, gleich mal so richtig mit meinem neuen Gemüse zu prahlen. Mein gesamtes Feld bebaue ich mit Ringelblumen und Blumenkohl und komme zu dem Entschluss, dass es doch ein recht erfolgreiches Ende der ersten Woche Wurzelimperium war. Ich habe mich mittlerweile wirklich an das Leben in einem Garten gewöhnt und würde auch noch länger bleiben, wenn nicht mein richtiges Leben rufen würde. Wurzelimperium ist ein tolles Spiel für Zwischendurch und Nebenbei, aber als Hauptbeschäftigung ist es für mich als Jungspund einfach viel zu langweilig.

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