Test Fat Princess: Turbulente Tortenschlacht für Teamplayer

von Roland Mühlbauer (14. April 2010)

Das rote und das blaue Königreich liegen im Clinch. Was also tun, um den Gegner zu ärgern? Richtig, die gegnerische Prinzessin entführen und so richtig mit Kuchen vollstopfen, bis sie keiner mehr wegtragen kann!

Da freut sich das Spielerherz!Da freut sich das Spielerherz!

Nein, das ist keine Szenario aus Alice im Wunderland, es handelt sich auch um kein Derby Münchener Fußballmannschaften, sondern wir befinden uns hier bei dem Action-Strategie-Spiel Fat Princess: Fistful of Cake". Fat Princess ist ursprünglich von den Titan Studios für die PS3 entwickelt worden und im PSN-Store erschienen und wurde nun von den Supervillain Studios auf die PSP transportiert.

Wer den Titel bereits auf Sonys großer Konsole toll fand, darf sich freuen: Die Handheld-Version hat es geschafft, noch mehr Inhalt auf die kleine Scheibe zu packen, mit neuen Karten, Missionen und Spielmodi, und dabei den fröhlichen comicartigen Arcadestil beizubehalten. Sogar mit schönen Melodien und einer Sprachausgabe trumpft die PSP-Version auf, sowohl vom Erzähler in der Solo-Kampagne als auch während des Spiels wird munter drauflos geplappert!

Die Blutspritzer lassen sich an- und abschalten.Die Blutspritzer lassen sich an- und abschalten.

Abwechslungsreiche Karten

Aber wie spielt sich Fat Princess? Zunächst einmal auf symmetrischen Karten: links das blaue Königreich, rechts das rote, in der Mitte das Schlachtfeld. Wobei die Burg des Königreiches zum Beispiel auch einmal einem Schiff weichen kann. Zwischen den Königreichen gibt es zahlreiche Wege über das Schlachtfeld, auf denen die Soldaten beider Parteien zum Gegner gelangen können - teilweise auch über Abkürzungen wie magische Brunnen (oder sind das Abwasserrohre?) und Katapulte, mit denen man recht unverhofft in den feindlichen Reihen aufkreuzen kann.

Die Schlachtfelder selbst bestehen je nach Karte mal aus Wiesen mit Bächen und Brücken, verwinkelten Straßenzügen, tropischen Inseln oder sogar Lavameeren. Nicht zu vergessen sind auch die Vorposten auf den Schlachtfeldern, deren Einnahme strategische Vorteile mit sich bringen kann.

Neue Spielmodi sorgen für mehr Abwechslung.Neue Spielmodi sorgen für mehr Abwechslung.

Massiv multiplayertaugliches Spielprinzip

Was zunächst aussieht wie ein wuseliges Echtzeit-Strategiespiel, bei dem man gottgleich die Geschicke der eigenen Partei dirigieren kann, entpuppt sich als einfacher und actionlastiger, als man denkt. Ihr steuert nämlich nur einen einzigen Soldaten eures Königreiches, der wie bei einem strategischen Multiplayer-Egoshooter für das eigene Team kämpft und fällt und nach einer kurzen Pause immer wieder im Hof des eigenen Schlosses wiederbelebt wird - sozusagen Capture the Flag mit Kuchen! Insofern seid ihr nur ein kleines Rädchen im Getriebe, so als würdet ihr bei einer Fußballsimulation nur einen der Kicker steuern können.

Das lässt natürlich Raum für viele menschliche Mitspieler, sowohl in den eigenen als in den feindlichen Reihen - in der PSP-Version bis zu acht gleichzeitig. Voraussetzung dafür sind willige PSP-Besitzer vor Ort (im Ad-hoc-Modus) oder ein Zugang ins Internet (Infrastrukturmodus). Game Sharing (also mit nur einem Spielmodul mit mehreren Leuten spielen) wird leider nicht unterstützt.

Der einfache Priester heilt die eigenen Leute.Der einfache Priester heilt die eigenen Leute.

Variable Klassen

Damit euer Soldatenleben nicht zu langweilig wird, könnt ihr während des Spiels immer wieder in neue Rollen schlüpfen - Voraussetzung dafür ist einfach, dass ihr den passenden Hut aufnehmt, und schon seid ihr Dorfbewohner, Krieger, Waldläufer, Priester oder Magier und habt die entsprechenden Fähigkeiten! Diese Hüte werden zum einen von den Hutmaschinen im eigenen Schloss ausgespuckt; zum anderen könnt ihr aber auch die Mützen von gefallenen Soldaten auf dem Schlachtfeld aufnehmen, wenn ihr mitten im Gewühl die Klasse wechseln wollt.

Das Wechseln der Klasse ist im Laufe einer Partie klar von Vorteil, so wird beispielsweise am Anfang oft der Dorfbewohner gebraucht, der schnell Rohstoffe einsammeln kann und handwerklich begabt ist. Denn er kann die Hutmaschinen aufwerten, Verteidigungsanlagen einrichten und Belagerungsgeräte aufstellen, etwa Leitern und Katapulte. Später in der Partie sind dann schlagkräftigere Klassen vonnöten, um in der Auseinandersetzung mit dem Feind zu bestehen.

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