Test Speedboat Raser Europa

von Frank Hinken (03. Mai 2001)

Das holländische Programmiererteam von Davilex will mit dem "Speedboat Raser Europa" neue Akzente in der Kategorie der Bootrennen setzen. Durch eine direkte Umsetzung ihres bekannten Autorennens "Autobahn Raser" wollen sie frischen Wind in die Segel der Bootsrallyes bringen. Ob ihnen das gelungen ist, lest ihr in unserem Review.

Die Boote sehen nicht wirklich gut ausDie Boote sehen nicht wirklich gut aus

Altbackenes

Die Story sollte all denjenigen unter euch, die bereits den "Autobahn Raser" gespielt haben, bekannt vorkommen. Durch illegale Rennen durch die Grachten und Flüsse verschiedener Städte muss man versuchen, die Meisterschaft zu gewinnen. Dabei kann man zwischen verschiedenen Booten und Fahrern wählen. Wenn man eine bestimmte Etappe geschafft hat, kann man sich ein neues Boot aussuchen, mit dem man dann noch schneller ist. Doch trotz der verschiedenen Spielmodi ist dieses Spiel im großen und ganzen langweilig. Die Gegner sind selbst im schwierigsten Schwierigkeitsgrad kein wirkliches Problem. Sie reagieren so blöd, dass man selbst als Ungeübter einen Sieg nach dem anderen einfahren kann. Die herumliegenden Powerups und Extras benötigt man eigentlich nicht. Zudem sind die Strecken in London eigentlich nur schnurgerade, so dass man nur Vollgas fahren muss. Schade - denn aus diesem Spiel hätte man viel machen können.

Große Pfeile zeigen die Fahrtrichtung anGroße Pfeile zeigen die Fahrtrichtung an

Grafik und Sound

Die Grafik in diesem Spiel sieht aus, als hätte man sie einfach vom "Autobahn Raser" übernommen und die Straßen durch Flüsse ersetzt. Sie ist völlig unspektakulär. Die Boote sehen irgendwie unwirklich aus und werfen während der Fahrt überhaupt keine Wellen. Noch nicht einmal eine Gischt ist zu erkennen. Lediglich bei einer Explosion wird das Wasser etwas in Bewegung gebracht - was aber auch nicht wirklich toll aussieht. Auch der Sound ist nicht so prall. Die Motoren der Speedboote klingen alle gleich, und man hört weder das Plätschern des Wassers, noch hört man irgendwelche Umgebungsgeräusche. Und die Hintergrundmusik geht einem nach kürzester Zeit auf den Zeiger. Gut, dass man sie abschalten kann.

Meinung von Frank Hinken

Schade, schade, schade! Aus diesem Spiel hätte man so viel machen können. Allerdings vermiesen einem die blöden und zu leichten Gegner einfach den Spaß. Wenn man sich drei Runden Zeit nimmt, um die Steuerung des Bootes zu lernen, hat man keine Probleme mehr, die komplette Meisterschaft im schwierigsten Schwierigkeitsgrad in ein paar Stunden zu absolvieren. Zudem kommt noch die etwas eintönige Grafik. Besondere Gebäude oder stadtspezifische Bauwerke findet man nur selten. Obwohl man während eines Rennens Zeit genug hat, sich alles anzusehen. Dieses Spiel ist höchsten etwas für kleine Kinder, die am PC von Papa oder Mama ab und zu mal was spielen möchten. Für etwas erfahrenere Rennfahrer ist dieses Spiel reine Geld- und Zeitverschwendung.

30

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