Lord of Ultima: Die Siedler als Browserspiel

(Special)

von Martin Deppe (24. April 2010)

EAs brandneues Browserspiel kann seine Herkunft nicht verleugnen: Siedler-Erfinder Volker Wertich steckt hinter Lord of Ultima. Das spielt sich auf den ersten Klick wie Travian und seine vielen Kollegen - doch auf den zweiten schon nicht mehr...

Holz, Stein, Futter, Gold, Truppen: Städte lassen sich prima spezialisieren und optimieren.Holz, Stein, Futter, Gold, Truppen: Städte lassen sich prima spezialisieren und optimieren.

Am Dienstag (20.4.) startete Lord of Ultima offiziell, wir waren schon davor an Bord. Für eine finale Testwertung ist es so kurz nach Spielstart noch zu früh, aber wir wollen euch natürlich trotzdem einen Eindruck geben. Denn das Browserspiel von EA Phenomic (Battleforge, SpellForce) macht viele Dinge anders als seine Kollegen Travian oder Die Stämme.

Das fängt schon mit der eigenen Stadt an, die mitten in einer hübschen Fantasywelt steht. In unserer anfangs mickrigen Siedlung können wir die meisten Gebäude frei platzieren - und schon geht das Optimieren los: Ein Steinbruch muss natürlich in die Nähe von Steinen, ist soweit klar. Aber dann gibt's noch Wohnhäuser, die die Produktivität aller angrenzenden Gebäude erhöhen, und den Steinmetz, der wiederum den Steinbrüchen Dampf macht. Solche eigentlich simplen Zusammenhänge lassen bald das Köpfchen rauchen, denn es gibt sie überall: Eine Kaserne steigert das Rekrutierungstempo angrenzender Militärgebäude wie Stall, Tempel oder Belagerungsmaschinenwerkstatt, und ein Marktplatz zerrt mehr Steuern aus benachbarten Stadthäusern.

Artefakte kassieren wir als Questbelohnung, wir können sie wie Joker ausspielen.Artefakte kassieren wir als Questbelohnung, wir können sie wie Joker ausspielen.

Babysitting unnötig

Schön: Wir müssen nicht ständig online sein und unsere Stadt babysitten. Denn wir können beispielsweise mehrere Gebäude in Auftrag geben, die dann in einer Liste abgearbeitet werden, die wir jederzeit umsortieren dürfen. Und wer keine Burg in seiner Stadt errichtet, der kann friedlich vor sich hinspielen, denn andere Herrscher können burglose Städte nicht erobern, sondern nur plündern - ein teures Unterfangen, das sich wegen der eigenen Verluste oft nicht lohnt.

Lord of Ultima schafft daher das Kunststück, sowohl 24-Stunden-Powergamern als auch Feierabendspielern was zu bieten. Und wer einfach nur nett mit seiner Allianz plaudern mag, kann das direkt im umfangreichen Allianzmenü samt Chatfenster machen - externe Foren, Chatprogramme oder Mails sind unnötig.

Zwei Drachen warten auf mutige Truppen. Die orangen Türchen im Wald markieren Dungeons mit viel Holzbeute.Zwei Drachen warten auf mutige Truppen. Die orangen Türchen im Wald markieren Dungeons mit viel Holzbeute.

Drachengoldsucher

Besonders motivierend finden wir die Quests, die zwar simpel aufgebaut sind, aber trotzdem zusätzlichen Ansporn geben. Da sollen wir eine bestimmte Armeegröße aufstellen, einer Allianz beitreten, eine vorgegebene Menge an Monsterbeute stapeln. Als Belohnung winken Rohstoffe oder begehrte Artefakte, mit denen wir einmalig Bauarbeiten oder Rekrutierungen beschleunigen.

Motivation Nummer Zwei sind die Dungeons und mobilen Bossviecher, die zufällig auf der Regionskarte erscheinen. Beide gibt's in zehn Levels, die sich an der Stärke der benachbarten Städte orientieren. Sprich: Wenn sich in einem Gebiet überwiegend frisch gestartete Spieler tummeln, sind auch die Dungeons und Bosse eher auf Level Eins. Vor allem die dicken Monster (Hydras, Drachen, Moloche) bringen viel Beute und meistens ein Artefakt.

Beritten oder zu Fuß, offensiv oder defensiv, teuer oder billig - beim Armeenbasteln gibt's viel zu tüfteln.Beritten oder zu Fuß, offensiv oder defensiv, teuer oder billig - beim Armeenbasteln gibt's viel zu tüfteln.

Tagelange Belagerungen

Zwölf Truppentypen kämpfen in Lord of Ultima, dazu kommen Katapulte, Ballisten und Rammböcke sowie drei Schiffstypen. Die Zusammenstellung der Armeen ist eine Kriegskunst für sich, denn alle haben Stärken und empfindliche Schwächen. Die Einsteigereinheit Berserker etwa teilt deftig aus, kippt aber beim ersten Feuerball eines Magiers aus den Pelzstiefeln. Die Magier wiederum reagieren generell allergisch auf Angriffe, vor allem bei Kavallerieattacken. Die Reiter hingegen gewinnen gegen Pikeniere keinen Blumentopf und so weiter und so fort.

Besonders dramatisch sind Belagerungen und Sturmangriffe gegen Städte, die je nach Armeegrößen in mehreren Phasen ablaufen. Die Beteiligten bekommen dann stündlich einen Kampfbericht - große Schlachten können locker mal 30 Stunden dauern. Zumal Angreifer und Verteidiger frische Truppen ins Kampfgetümmel nachziehen dürfen.

Neugierig? Ihr wollt auch mal? Hier geht's zur kostenlosen Anmeldung!

Kommentare anzeigen

Die 10 besten Aufbauspiele

Die 10 besten Aufbauspiele

In den vergangenen Jahren haben die Entwickler Aufbaustrategen nicht gerade mit viel Nachschub verwöhnt. Dennoch (...) mehr

Weitere Artikel

Overwatch: Blizzard kündigt Weihnachts-Event im Dezember an

Overwatch: Blizzard kündigt Weihnachts-Event im Dezember an

Kurz vor dem anstehenden Fest der Liebe hat Entwickler Blizzard ein spezielles Weihnachts-Event für seinen Helden- (...) mehr

Weitere News

Gewinnspiel

Adventskalender Tür 7: Sound-Paket von Creative
Jetzt mitmachen!

Newsletter

Mit diesem Formular kannst du den Spieletipps.de Newsletter kostenlos abonnieren.

zurück zur Special-Übersicht