Test

CSI 4 - Mord in 3 Dimensionen

Im TV läuft die Kultserie "CSI" auch im mittlerweile 5. Jahr noch äußerst erfolgreich. Dass man mit der geschickten anderwärtigen Aufbereitung des Grundkonzeptes viel Geld machen kann, zeigen die Bücher, CDs, DVDs und natürlich auch die Videospiele zur Serie. Ob der neueste Ableger der "CSI"-Serie auf dem PC aber auch dem Fan etwas bringt, lest ihr in unserem Test. Von Clemens Eisenberger

19. Jun 2006

"Kriminelle sind Künstler - wir Ermittler nur die Kritiker" - Gil Grissom

Adlerauge sei wachsam - Grissom übersieht kein wichtiges Detail

Die wichtigste Zutat für eine spannende und gute "CSI"-Story ist eine spannende und gute Grundgeschichte. Hier trumpft das neueste Game bereits zu Beginn auf, da die Fälle von keinem geringeren als Max Allan Collins (der auch die "CSI"-Romane schreibt) erfunden wurden. Daher können die 5 Stories durchaus mit dem hohen Niveau der Serie mithalten und bieten spannende, abwechslungsreiche sowie interessante Unterhaltung. Aber das ist nichts Neues, schließlich war Collins auch schon bei den anderen "CSI"-Games als Autor tätig. Auch die Zahl der Fälle hat sich (leider) nicht geändert, die sehr geringe Spieldauer von ca. 6 Stunden wurde beibehalten. Generell wurde das Grundkonzept und der Aufbau des Spiels beibehalten, lediglich die Methoden der Spurenanalyse wurden etwas modernisiert. So habt ihr jetzt in Las Vegas einen Montagetisch für zerfetzte Zettel und Co, einen Computer für Finger-, Reifen- und Schuhabdrücke, Audio- und Video-Analaysen und die berühmten "Spezial-Links". Ein weiteres Gerät hilft euch mit der DNS-Analyse, ein anderes wiederum bei der Toxikologie. Zu guter Letzt steht noch ein Mikroskop im Raum, welches bei der Untersuchung von Haaren und Fasern unabdingbar ist.

CSI in 3D!

Warrick auf der Suche nach Blutspuren

Trotz all dieser "Ähnlichkeiten" zu den Vorgängern gibt es auch eine große und wichtige Neuerung zu verkünden: "Mord in 3 Dimensionen" ist, wie es der Titel schon andeutet, das erste CSI-Spiel in 3D-Grafik.Allerdings sollte man auch dazu sagen, dass die Grafiken keinesfalls Berühmtheitsstatus erlangen werden - die Figuren sind höchst detailarm und wirken ziemlich leblos. Auch die etwas unecht wirkenden Lippenbewegungen bei Dialogen helfen hier kaum. Besonders schlecht sehen die Haare der Akteuere aus, irgendwie wirkt es, als würde jeder Charakter ein anderes überfahrenes Tier auf dem Kopf tragen... In diesem Bereich waren die alten 2D-Grafiken sogar noch etwas besser. Auch die Animationen sind nicht sonderlich gut gelungen, sie wirken viel zu steif und unnatürlich. Dennoch gibt es auch eine Verbesserung durch die neue Technik: Die Tatorte wirken etwas "echter" und auch das Untersuchen der verschiedenen Räumlichkeiten macht etwas Spaß. Das Einsammeln von Spuren wird neuerdings ebenfalls von kleinen Animationen begleitet, welche in den ansonsten ziemlich tristen Umgebungen für leichte Abwechslung sorgen.

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