Test Black Sails: Deck 13 säuft ab

von Andreas Hecken (23. Mai 2010)

Fans klassischer Point&Click-Abenteuer bekommen leuchtende Augen, wenn sie hören, dass Deck 13 ein neues Adventure auf den Markt bringt. Immerhin haben die solche Perlen wie Ankh und Jack Keane entwickelt. Kann Black Sail an diese ruhmreiche Tradition anknüpfen? Wir haben uns durchgeklickt und bringen die Antwort auf den Point.

Im nächsten Level trägt sie Hot Pants, versprochen.Im nächsten Level trägt sie Hot Pants, versprochen.

Anna, eine offensichtlich gutbetuchte Amerikanerin, fährt auf einem Schiff nach Europa oder hat es zumindest vor. Denn plötzlich wird der Dampfer gerammt und sinkt. Wie, warum oder wovon wird nicht erklärt. Anna findet sich zusammen mit einem Mann auf offener See wieder und kann sich auf ein gaaanz zufällig vorbeisegelndes Handelsschiff retten.

Soviel zur Einleitung und zum Szenario. Nun beginnen wir, das Schiff zu untersuchen und uns das extrem nervende Gemecker von Lex anzuhören. Das ist die zweite Hauptperson, mit der wir Schiffbruch erlitten haben. Er ist ein gaaanz harter Bursche und möchte erst einmal alles nach wertvollen Gegenständen untersuchen. Finden wir in Person von Anna jedoch den Zahlencode für eine Truhe oder öffnen einfach nur eine Schublade, mault er herum. Wird er von einer Kiste getroffen, gibt's Gezeter und wenn wir ihn von der Kiste befreien, ebenfalls. Der Kerl kann von Glück sagen, dass er in keinem Shooter mitspielt. So bleibt unserer wohlerzogenen Dame nur die Wahl zwischen mehr oder weniger schnippischen Bemerkungen und sich um Verbandszeug für den Jammerlappen zu kümmern.

Hot Spots sind eigentlich überflüssig - es lässt sich sowieso alles anklicken.Hot Spots sind eigentlich überflüssig - es lässt sich sowieso alles anklicken.

"Na, diese meterlange Eisenkette steck ich mal ein."

Die Suche nach hilfreichen Gegenständen und einer Möglichkeit, von dem unheimlichen Kahn herunter zu kommen, wird schnell zur Sammelorgie, die selbst Laras Zauberrucksack gesprengt hätte. Anna ist da unkompliziert und natürlich wenig realistisch, wenn sie zentnerschwere, mannshohe Fundstücke in ihrem Kleid verschwinden lässt. Da finden sich bereits nach kurzer Spieldauer so handliche Dinge wie Anker oder Bretterstapel neben zahlreichen anderen Utensilien, die schnell die Übersicht verlieren lassen.

Obendrein wechselt die Kameraperspektive bei jedem Schritt, den wir tun. Das soll dynamisch wirken, führt aber manchmal dazu, dass bestimmte Gegenstände erst sichtbar werden, wenn wir mehrmals hin und her gegangen sind. Zwar gibt es eine Untersuchen-Funktion, aber die hält nur selten Tipps oder Lösungsansätze parat. Ebenso wie die überall verteilten Notizen, die mehr Rätsel aufgeben denn lösen. Wo ist die Besatzung, warum hat ein Segelschiff eine Dampfmaschine und wo befinden wir uns überhaupt?

Nein, sie ist nicht auf der Suche nach Big Daddy.Nein, sie ist nicht auf der Suche nach Big Daddy.

"Das ist doch Kinderkram."

Wir befinden uns das gesamte Spiel über auf einem Schiff auf offener See. Daher sind die Örtlichkeiten, die untersucht werden können, gezwungenermaßen recht eingeschränkt. Sobald sich allerdings eine neue Tür öffnen lässt, wird der dahinter liegende Raum durch eine sehr stimmungsvolle Kamerafahrt vorgestellt. Das erhöht die ohnehin sehr klaustrophobische Atmosphäre ungemein. Ansonsten erkunden wir mit Anna ein Zimmer nach dem nächsten und fangen, wenn neues Inventar auftaucht, wieder mit dem ersten an.

Zwischenzeitlich schlüpfen wir in die Rolle eines kleinen Mädchens, das offenbar die Ursache der ganzen Gruselgeschichte ist. Ein nettes Detail dabei ist die Perspektive, die uns die bereits bekannten Räume nun aus der Sicht eines Kindes sehen lässt.

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