Test Sin and Punishment 2: Abwechslungsreiche Daueraction

von Gerd Schüle (19. Mai 2010)

Seit seiner Gründung im Jahre 1992 hat sich Entwickler Treasure zum Experten für brachiale Actionspiele mit vielen Ideen und den imposantesten Boss-Kämpfen der Videospielgeschichte entwickelt, darunter Actionperlen wie Gunster Heroes, Silvergun oder Gradius V und natürlich Sin and Punishment. Ihr neustes Werk "Sin and Punishment: Successor of the Skies" haben sie ausgerechnet für die Casual-Konsole Wii herausgebracht.

Die zwei Hauptfiguren des Spiels, Isa und Kachi.Die zwei Hauptfiguren des Spiels, Isa und Kachi.

Im Mittelpunkt des Geschehens stehen Isa Jo, der Sohn der Hauptperson aus dem N64-Vorgänger, und die unter Amnesie leidende Spionin Kachi. Isas Auftrag war, Kachi zu bekämpfen. Aber da er sie mag, wendet er sich gegen seine Auftraggeber und will mit ihr von der Erde fliehen. Aber es sieht nicht gut aus um die beiden: Ihre Feinde sind ihnen immer wieder einen Schritt voraus.

Die klischeehafte Story ist banal, die Action dagegen genial. Ihr schlüpft in die Rolle von einem der beiden Helden und ballert euch per Daueraction durch acht, wie bei Dead Space - Extraction linear aufgebaute Levels. Erstaunlicherweise unterscheidet sich die Spielweise doch merklich, je nachdem welche Figur ihr wählt. Das liegt daran, dass sich vor allem die Spezialschüsse ihrer Waffe unterscheiden.

Ihr bekommt es mit wahren Gegnerhorden zu tun.Ihr bekommt es mit wahren Gegnerhorden zu tun.

Zwei Asse trumpfen auf

Beide Protagonisten besitzen nur eine einzige Waffe. Die wiederum haben jeweils eine aufladbare Spezialfähigkeit, mit der sie ihren Gegnern deutlich mehr Schaden zufügen können - sozusagen die großen Geschütze eures Heldenduos. Isa kann seinen Power-Schuss beim Aufladen nur auf ein Ziel ausrichten, aber er detoniert beim Aufprall und erwischt so auch benachbarte Gegner. Kachi nimmt dagegen beim Aufladen ihres Spezialangriffs bis zu acht Feinde gleichzeitig in Visier und hetzt ihnen eine Ladung zielsuchender Raketen auf den Pelz.

Wenn ihr wollt, könnt ihr aber auch den gesamten Raketenbeschuss auf ein Ziel konzentrieren, um zum Beispiel einem Boss-Gegner mehr Schaden zuzufügen. Allerdings muss der Einsatz dieser Spezialschüsse wohl überlegt sein, denn sie erhitzen die Waffe ziemlich, und sie muss danach geraume Zeit abkühlen.

Das Tempo des Spiels ist sehr hoch.Das Tempo des Spiels ist sehr hoch.

Eine echte Herausforderung

Außerdem hat die Waffe des Mädchens eine automatische Zielerfassung. Das ist sehr praktisch, wenn sie ihre Gegner per Dauerfeuer ausschalten will. Zusätzlich hat sie dadurch eine höhere Trefferquote und bessere Durchschlagskraft. Isa muss dagegen seine Feinde stets manuell anvisieren.

Die grundsätzliche Steuerung ist bei beiden gleich, aber wie erwähnt ist der spielerische Unterschied der beiden Hauptfiguren erfreulich hoch. Kachi ist für Anfänger dabei sicherlich die bessere Wahl, trotz des in drei Stufen einstellbaren Schwierigkeitsgrades. Aber schon auf der leichtesten ist das Spiel eine echte Herausforderung, bei der eure Frust-Resistenz nicht zu klein sein sollte, denn ihr werdet einige Bildschirmtode erleiden. Wenigstens sind die Rücksetzpunkte fair positioniert und ihr habt unbegrenzt Continues zur Verfügung.

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