Test Der neue Pflicht-Titel für 360-Besitzer

von Philip Ulc (17. Mai 2010)

Horror-Mär des Jahres

Wenn der Urlaub nicht gesundet, sondern irre macht! 360-exklusiv reserviert sich der an Alpträumen leidende Schriftsteller Alan Wake ein Plätzchen in Eurer Konsole. Jetzt bloß nicht kneifen - schließlich hattet ihr fünf Jahre Zeit, euch auf den Psycho-Thriller vorzubereiten.

Ein Besessener attackiert euch mit einem Messer. Jetzt schnell die Taschenlampe auf den Widersacher halten.Ein Besessener attackiert euch mit einem Messer. Jetzt schnell die Taschenlampe auf den Widersacher halten.

Wer fünf Jahre an einem Titel schraubt, muss sich am Zeit- und Geldaufwand messen. Die ungewöhnlich lange Entwicklungszeit und die Geheimniskrämerei Microsofts, die Alan Wake als ihren wichtigsten Titel des laufenden Jahres ausrufen, erhöhten zwangsläufig unsere Vorfreude auf ein ungesundes Maß. So funktioniert eben Marketing. Was wir aber nicht ahnten: Der spielbare Psychothriller ist ein Segen für die als Kinderkram belächelte Videospielbranche und markiert nach Sonys Heavy Rain einen weiteren Schritt Richtung ernstzunehmender Unterhaltung. Selten war ein Spiel erwachsener, selten spannender, selten cleverer inszeniert.

1 von 8

Test: Alan Wake

Tolle Lichteffekte und eine glaubwürdige Spielwelt sind referenzverdächtig.Tolle Lichteffekte und eine glaubwürdige Spielwelt sind referenzverdächtig.

Story - das Mittel ist das Ziel

Das finnische Studio Remedy Entertainment (Max Payne) hat eine Vision: Endlich eine richtige Geschichte in einem Videospiel zu erzählen und dem Spieler nicht nur Versatzstücke vorzuhalten, wie zum Beispiel in der Silent Hill-Reihe. Stundenlang durch Korridore herum zu irren ohne zu wissen, was eigentlich Sache ist? Nein Danke. Und so ordnet Remedy auch alles dem erzählerischen Konzept unter. Dadurch erreicht Alan Wake einerseits eine meisterhafte Atmosphäre, andererseits gibt das Horrorspiel eine verwundbare Seite im Spielkonzept frei, die es klar zu kritisieren gilt. Doch dazu später mehr.

Tagsüber stöbert ihr in öffentlichen Einrichtungen nach Infos - wie hier in der Stadtbibliothek.Tagsüber stöbert ihr in öffentlichen Einrichtungen nach Infos - wie hier in der Stadtbibliothek.

Das kenn ich doch?!

Der namensgebende Held Alan Wake ist ein gefeierter Schriftsteller, der allerdings seit zwei Jahren an einer Schreibblockade leidet. Daher fährt er zusammen mit seiner Frau in das beschauliche Bergnest Bright Falls im amerikanischen Nordwesten, um Urlaub zu machen und Inspiration zu erlangen. Statt Erholung erwartet Alan allerdings ein handfester Streit mit seiner Angetrauten, die einen örtlichen Facharzt konsultierte. Der soll die Schreibblockade lösen und gleichzeitig Alans Alpträume behandeln.

So einen Traum spielt Ihr gleich zu Beginn als Tutorial: Auf dunkler Straße rast euer Held viel zu schnell mit dem Auto und übersieht einen Fußgänger. Bamm! Der Passant bleibt tot auf der Straße liegen, Alan ist geschockt. Doch statt in Schreckstarre zu verfallen, hetzt er in der nächsten Szene auf der Flucht vor einer Spukgestalt zu einem nahe gelegenen Leuchtturm . Alan erinnert sich: Hat er diese Szene nicht selbst in einem seiner Romane beschrieben?

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