Test Infernal

von Daniel Frick (05. März 2007)

Shooter stehen gerade sehr in der Kritik der Politik und der Medien, weil sie indirekt für verschiedene Amokläufe verantwortlich gemacht werden. Doch was kaum jemand zu bedenken scheint ist, dass immer mehr Shooter keine Jugendfreigabe der USK erhalten. So auch in dem aktuellen Actiontitel "Infernal" von Entwickler Metropolis ("Aurora Watching"), in dem man in die Rolle eines etwas anderen Actionhelden schlüpft.

Gestatten: So sieht ein Engel aus...Gestatten: So sieht ein Engel aus...

Ein himmlischer Held

Ryan Lennox war der beste Mann des himmlischen Geheimdienstes Etherlight, also ein waschechter Engel. Doch er wurde aus dem Dienst entlassen und, seiner Fähigkeiten beraubt, auf die Erde geschickt. Eigentlich hadert er nicht unbedingt mit dem Schicksal. "Sex ist kein Tabu mehr", meint er mit süffisantem Grinsen zu einer Exkollegin, mit der er in einer schicken Bar ein paar Gläser kippen will. Doch aus unerklärlichen Gründen steht Lennox plötzlich auf der Abschussliste seines ehemaligen Arbeitgebers und so wird es nichts mit einem gemütlichen Kneipenabend. Wenig später tritt er Lucius Black gegenüber, dem Chef der ehemaligen Gegenseite: Abyss, dem Geheimdienst der Hölle. Dieser bietet unserem wackeren Helden einen Handel an: Wenn er sich bereit erklärt, von nun an auf seiner Seite zu kämpfen und herauszufinden, an welchem Geheimprojekt Etherlight arbeitet, wird er im Gegenzug mit neuen übermenschlichen, wenn auch nicht himmlischen Fähigkeiten ausgestattet. Nachdem eine Münze geworfen ist, gehört unser Held in Bikerboots du Lederjacke und macht sich auf den Weg in ein verschneites Bergkloster, um einen Wissenschaftler zu finden, der mehr über das Projekt wissen könnte. Was zu Anfang spannend klingt ist alles in allem eher Durchschnittskost und nach ca. 10 Stunden sehr linearen Spielablaufs zu Ende.

Und so sein höllischer Boss: Lucius BlackUnd so sein höllischer Boss: Lucius Black

Besondere Features nicht konsequent genug einbezogen

Zu Beginn ist Lennox seiner besonderen Fähigkeiten beraubt und so spielt sich "Infernal" wie ein ganz normaler Shooter aus der Verfolgerperspektive. Will sagen: Gewöhnliche Waffen wie Pistole, Maschinenpistole oder exotische Wurfsterne stehen zur Verfügung, neue Waffen und Munition kann man seinen Gegnern abnehmen. Doch schon nach dem ersten Treffen mit Lucius Black erhält man eine mächtige neue Fähigkeit: Das besonders schön anzusehende Höllenfeuer, das Ryan mit Hilfe von Mana entfachen kann. Im Laufe des weiteren Spiels kommen noch 2 weitere Sonderfähigkeiten, die aber eher zum Lösen der zahlreichen aber einfachen Rätsel nötig sind und im Kampf wenig effektiv. Mit Teleportation "beamt" man sich zu Terminals von Überwachungssystemen um diese auszuschalten, mit der Höllensicht findet man versteckte Codes und Lebensenergie. Das Mana lädt sich an bestimmten, besonders "dunklen" Stellen automatisch auf und entlädt sich an hellen Stellen. Da ist manchmal dann auch taktisches Vorgehen gefragt. Kleinere Rätsel sind wie gesagt häufig aber nie besonders schwer und können bei aller Abwechslung nicht darüber hinwegtäuschen, dass "Infernal" ein waschechter Actiontitel ist. Schade eigentlich, denn der Magie hätte man mehr echte Spielrelevanz geben können.

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