Test ModNation Racers: Funracer-Geheimtipp!

von Redaktioneller Mitarbeiter (23. Mai 2010)

Wenn neue Spiele versuchen, an ein altes und erfolgreiches Konzept anzuknüpfen, können und sollten wir skeptisch sein. Da geht's meistens doch eh nur um Geld, das die Publisher und Entwickler scheffeln wollen. Manchmal aber kommen da nicht nur billige Plagiate zum Vorschein, sondern richtige Kracher, mit denen man nie gerechnet hat. So ist es auch bei Sonys ModNation Racers, exklusiv für die PS3 und PSP. Aber von wem kupfert das Spiel denn nun ab? Its a me, Mario!

Rasant und witzig - das ist ModNation Racers.Rasant und witzig - das ist ModNation Racers.

Okay, das ist etwas irreführend. ModNation Racers ist kein Jump-and-Run, sondern ein richtig schöner und klassischer Fun-Racer im Stile von Super Mario Kart. Und es ist erstaunlich, wie gut ModNation Racers ist - wir nehmen schon jetzt mal eine Menge vorweg und behaupten, dieses Spiel ist fast genau so gut wie einst der Klempner auf dem SNES.

Eine unglaublich gewagte These, die schon fast an Blasphemie heranreicht. Dessen sind wir uns bewusst, aber nach unzähligen Stunden in ModNation Racers sind wir durchaus in der Lage, diese These aufzustellen und, es mag unmöglich klingen, zu untermauern! Natürlich mag dieser Fun-Racer auf den ersten Blick nur ein billiger Klon sein, der mit Boostfeldern und Waffen-Powerups nur so nach Super Mario Kart riecht - aber es ist doch so viel mehr, was wir hier geboten bekommen.

Wer will nicht gerne mal fliegen?Wer will nicht gerne mal fliegen?

Ohne Arme...

Alles fängt damit an, dass Gott die Erde schuf... also in diesem Falle sind wir Gott und die Erde ist in diesem Fall unser Avatar, genannt Mod. Während wir bei Mario "nur" auf vorgefertigte Charaktere zurückgreifen können, bietet uns hier der Charakter-Editor so unglaublich viele Möglichkeiten, dass wir zunächst etwas erschlagen werden. Getreu dem Little Big Planet-Motto können wir unseren Mod von Grund auf selber gestalten und unserer kreativen Ader endlich freien Lauf lassen. Wir beginnen also mit einem komplett weißen Mod, ohne Augen, ohne Arme, ohne Beine - ohne Arme, keine Beine, wissen wir ja. Also stürzen wir uns in den Editor!

Die eigentliche Anzahl an Gestaltungsmöglichkeiten lässt uns allerdings nicht in die altbekannte Ekstase kommen. Natürlich gibt es schon zu Beginn recht viele verschiedene Münder, Frisuren, Ohren oder Kleidungsstücke, aber es ist vielmehr die Gestaltung derer Möglichkeiten selber, die den Editor schon in den ersten Minuten unglaublich gigantisch machen. Wenn wir uns zum Beispiel einen Bart auswählen, können wir ihn noch beliebig drehen und richtig im Gesicht positionieren. Auch die Größe kann verändert werden - so wird ein kleiner Ziegenbart zum riesigen Kinn-Buschwald! Und diese Variationen machen unglaublich viel Spaß und man hängt an seinem ersten Mod schon mal über eine Stunde, um danach zu merken, dass es ja noch viel mehr Möglichkeiten gibt.

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