Vorschau Brink - Seite 2

Jede Klasse bietet unzählige Charaktere mit noch mehr Anpassungsmöglichkeiten.Jede Klasse bietet unzählige Charaktere mit noch mehr Anpassungsmöglichkeiten.

Ein begehbarer Kleiderschrank

Story und Grafik wären damit schon einmal auf unserem Best-of-Album vertreten. Werfen wir doch mal einen Blick auf unseren Interpreten und somit euren Charakter. Gemäß dem ausgelutschten Motto "die Qual der Wahl" werdet ihr hier der typischen Rollenspiel-Entscheidung gegenübergestellt, die oft schon vor eigentlichem Spielstart zur seelischen Verzweiflung führt. Schließlich personifiziert euer Avatar euch und soll dementsprechend auch cooler, gemeiner, hübscher und anbetungswürdiger aussehen als die anderen. "Praktisch endlose Kombinationsmöglichkeiten" versprechen uns die Entwickler in Paris, wobei wir uns nicht sicher sind, ob die nun Fluch oder Segen ist.

Im Laufe des Spiels könnt ihr euren Charakter weiter gestalten: freche Frisur, kühles Outfit, frische Unterwäsche. Neue Möglichkeiten ergeben sich durch den Spielfortschritt sowie das Sammeln von Erfahrungspunkten. Hoffen wir nur, dass Bethesda nicht auf die Idee kommt, neue Klamotten über einen Shop gegen echtes Bares zu verkaufen. Mögen diese Erweiterungen in der aufgewerteten Doom 3 Engine noch so schick aussehen - wir wollen nicht immer für jeden Fliegenschiss bezahlen. Hört sich schroff an, ist aber so!

Lauf wenn du kannst!Lauf wenn du kannst!

Lauf, Faith, lauf!

Wie bereits erwähnt könnt ihr in Brink nicht nur die schicke Grafik begutachten und tatenlos der Storyline folgen, sondern euch auch hin und wieder bewegen. Da sich aber in Zeiten von der mittlerweile schon etwas untergegangen Trendsportart Parcour niemand mehr einfach nur vorwärts, rückwärts und seitwärts bewegt, nimmt sich Splash Damage ein Vorbild an Ausnahme-Hit Mirror's Edge: Springen, rutschen, an der Wand entlang laufen, dabei dann noch akrobatische und Kamasutra-ähnliche Verrenkungen in der Luft und eine elegante Landung, wie sie im Buche steht.

Stellt euch nun vor, jede akrobatische Meisterleistung würde eine Taste belegen. Hat jemand eine dritte Hand parat? Nein? Egal, denn dafür hat sich Splash Damage etwas besonderes einfallen lassen: Um zu garantieren, dass ihr euch nicht bereits bei der Fortbewegung die Finger durch das Drücken von zwölf Tasten gleichzeitig brecht, wird es in Brink die sogenannte S.M.A.R.T.-Funktion geben: Die Abkürzung steht für "Smooth Movement Across Random Terrain", also reibungslose Bewegung über zufälliges Gelände und hält genau das, was sie verspricht.

Den Sensor zu umgehen hat leider nichts gebracht: Trotzdem erwischt!Den Sensor zu umgehen hat leider nichts gebracht: Trotzdem erwischt!

Über Stock und über Stein

Ein smartes Beispiel für die intuitive Funktion: Ihr lauft auf einen Detektor mit Lasersystem zu, der den einzigen Zugang zum nächsten Raum darstellt. Lauft ihr einfach hindurch, fängt er an zu piepsen und wenig später habt ihr die vereinigte Feindschaft auf den Fersen. Kann Absicht sein, aber wir gehen an dieser Stelle mal davon aus, dass ihr kein Märtyrer seid. Lauft ihr nun auf das Gerät zu, drückt die S.M.A.R.T.-Taste und guckt dabei auf den oberen Rahmen, springt euer Charakter wie von Geisterhand gegen die Kante und zieht sich hoch.

Das hört sich soweit unspektakulär an und in Anbetracht von Mirror's Edge oder Wet auch nicht wirklich neu. Das Besondere ist, dass ihr wirklich mit einer einzigen Taste mit allen nur erdenklichen Oberflächen und Hindernissen agieren könnt - vollkommen intuitiv. Leider haben wir in der Vergangenheit nur zu oft schon gesehen, dass intuitives Handeln des Charakters zu eurem Verhängnis werden kann: Wenn zu viele Möglichkeiten bestehen, könnte es passieren, dass das Spiel eine falsche wählt. Bleibt abzuwarten, inwiefern dieses Problem vom Entwickler verhindert wird.

Zwei gegen einen - wie unfair!Zwei gegen einen - wie unfair!

Singleplayer, Multiplayer, Koop: Alles das Gleiche

Grenzen sind was für Ossis und für Spieler ohne Internet-Verbindung - und da beides immer seltener wird, setzt Splash Damage auf einen nahtlosen Übergang zwischen Einzelspieler, Koop-Modus und Mehrspieler. Demnach sollt ihr jederzeit die Möglichkeit bekommen, aus dem Singleplayer in den Multiplayer zu wechseln. Dafür muss nicht ein Kapitel komplett von vorne begonnen, sondern einfach mitten drin nach Lust und Laune die entsprechende Option gewählt werden. Die Story wird an selber Stelle fortgeführt und eure im Offline-Spiel vom Computer gesteuerten Mitstreiter werden durch menschliche ersetzt.

Bis zu sieben andere Spieler können laut Splash Damage an der Koop-Kampagne teilnehmen - bis zu 16 Teilnehmer an einem Online-Gefecht, in dem Sicherheitskräfte gegen Widerstandstruppen gegeneinander antreten. Left 4 Dead-Spielern wird diese Modi-Wahl stark bekannt vor kommen. Und wieder hat ein Spiel seinen Weg in unser Kompositum gefunden!

Meinung von Redaktioneller Mitarbeiter

Story, Grafik, Klamotten, Bewegung, Modi - fehlt eigentlich nur noch der Soundtrack, bis unser Best-of-Spielehit bereit zum Pressen ist. Ich persönlich würde mir eine rockige Moshpit-Untermalung à la Brütal Legend wünschen, dies ist aber nicht nur unwahrscheinlich, sondern auch ziemlich unpassend. Klar ist aber jetzt schon: Bethesda und Splash Damage BRINKen euch ein wahres Sammelsurium aus bereits Gesehenem gepaart mit ein, zwei smarten Innovationen und zeigen damit geschickt, dass ein Spiel interessant aussehen kann, ohne dass es von neuen, unnützen Ideen triefen muss.

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