Vorschau Starcraft 2 - Seite 3

Mit diesem gigantischen Laser brutzelt ihr anrückende Feinde, indem ihr ihn manuell ausrichtet.Mit diesem gigantischen Laser brutzelt ihr anrückende Feinde, indem ihr ihn manuell ausrichtet.

Laser-Operation: abwechslungsreich, aber überlang

Schon vor Monaten hat Blizzard vollmundig versprochen, dass jede Singleplayer-Mission in Starcraft 2 "einzigartig" wäre und immer wieder etwas Neues böte. Und in der Tat: Die Folgemission auf dem Wüstenplaneten Xil spielt sich spürbar anders. Vor einem verlassenen Terraner-Stützpunkt ist ein gewaltiger Laser postiert, der sich ursprünglich durch mehrere Schutztüren eines alten Tempels brennen sollte - bis das ausführende Forscherteam unsanft daran gehindert wurde. 20 Spiel-Minuten am Stück muss der Laser auf den Tempeleingang strahlen, bevor der Durchgang frei ist. Wäre das allein nicht schon lang genug, rücken aus vier Richtungen unentwegt Protoss-Einheiten vor, die ihren heiligen Tempel schützen wollen. Denn der wurde von den Xel'Naga erbaut, den Schöpfern der Zerg und Protoss. Etwa ein Hinweis auf die Rückkehr dieses mächtigen Feindes?

Wir zweckentfremden derweil den Laser und rösten vorpreschende Feinde. Zudem schützen wir die Forschungsbasis mit mächtigen Panzern. Aus dem Zeitlimit von Minimum 20 Minuten wird nichts - fast eine volle Stunde brauchen wir für diese Mission, weil Gegnerwelle um Gegnerwelle anrollt. Ein wenig genervt sind wir am Ende des Auftrages schon. Als wir die Tempeltür öffnen und endlich ein seltenes Artefakt bergen, verflucht uns der Protoss-Anführer und warnt uns vor dem "Tag der Abrechnung". Uns beschleicht ein mulmiges Gefühl: Mit der reinen Rache-Kampagne um Raynor ist es in "Wings of Liberty" sicherlich nicht getan. Der Story-Bogen umspannt vielmehr alle drei Episoden und liefert das große Finale in der dritten Kampagne - und die erscheint erst in vielen, vielen Monaten.

Mit Zeratuls Spezialfähigkeit gleitet ihr in der Protoss-Mini-Kampagne über Abgründe.Mit Zeratuls Spezialfähigkeit gleitet ihr in der Protoss-Mini-Kampagne über Abgründe.

Auftakt eines Epos

Zurück in Hyperion stattet uns in einer bereits bekannten, atmosphärisch dichten Rendersequenz ein Protagonist aus dem Original-Starcraft ein Besuch ab - Zeratul. Der Protoss-Templer warnt uns vor einer Bedrohung, die nur Raynor abwenden kann. Und murmelt etwas von Kerrigan, der mächtigen Zerg-Königin. Jetzt wird die Sache persönlich.

Bevor Zeratul verschwindet, drückt er Raynor ein Artefakt in die Hand, das sich im Labor untersuchen lässt. So schaltet ihr eine Mini-Kampagne der Protoss frei: das einzige Mal im Solo-Spiel, das ihr nicht mit den Terranern erlebt. Ihr spielt die Erinnerungen des Templers nach und enthüllt so seine Motive. Zeratul flieht in einer dunkeln Grotte vor den Fängen Kerrigans. Blizzard-typisch geizt der Entwickler nicht mit einer wendungsreichen Geschichte, die dem Pathos gebührend auch mal einen Charakter über die Klippe springen lässt. Wir sind gespannt, wie die Geschichte weitergeht und wer sich noch alles für den Frieden in der Galaxie opfert.

Meinung von Philip Ulc

Schuster Starcraft 2 bleibt bei seinen Leisten, die da klassische Echtzeit-Strategie mit kaum überraschendem Missionsdesign heißen: Geschützstellungen halten, unter Zeitdruck Ziele zerstören oder Angriffswellen standhalten. Das erlebten wir beim ersten An- bzw. Durchspielen der ersten Missionen. Dass diese zwar in atmosphärisch tollen Renderfilmen, im stimmigen Drumherum mit animierten Menüs und klasse (englischer) Vertonung eingebettet waren, ändert wenig an deren spieltechnischer Überraschungsarmut.

Aber vielleicht kritisieren wir zu scharf, nachdem in Sachen Story (und leider auch in weiten Strecken im Spieldesign) schon Command & Conquer 4 ein Rohrkrepierer war. Das wird Starcraft 2 nicht passieren, soviel sei festgestellt. Denn schon jetzt deutet sich eine tiefgehende Sci-Fi-Story an, die sich wohl über alle drei Kapitel streckt. Zumal die Entwickler ebenfalls fette Großschlachten versprechen - von denen war in den ersten Spielstunden nämlich nichts zu sehen. Wir sind uns sicher, dass das Spiel im weiteren Verlauf richtig aufdreht, wenn Held Raynor erst einmal seinen Rachetrupp fertig zusammengestellt hat. Daher warten wir mit unserem abschließenden Urteil bis zum Juli, denn das Warten ist Starcraft-Spielern ohnehin nicht fremd. Und was sind schon zwei Monate im Vergleich zu zwölf Jahren!

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