Test Red Dead Redemption: GTA im Wilden Westen - genial!

von Redaktioneller Mitarbeiter (31. Mai 2010)

Es gibt Dinge, die bringen uns einfach in Ekstase. Da sind wir erregt und können nicht anders, als unsere Freude in regelmäßigen Stöhn-Attacken heraus zu lassen. Wenn wir jetzt die Einleitung zu unserem Test von Red Dead Redemption beginnen, stöhnt ihr garantiert auch schon, nicht wahr? Denn GTA im Wilden Westen ist einfach nur cool - wirklich. Richtig cool.

Milch gibt es hier immer.Milch gibt es hier immer.

Natürlich liegt es nahe, dass ein Spiel cool ist, wenn es von Rockstar stammt. Potentielle Rohrkrepierer sind hier nicht zu erwarten, da die Jungs und Mädels es schlicht und ergreifend tierisch drauf haben. Die fassen etwas an und es wird zu Gold. Und auch Red Dead Redemption ist so ein Meisterwerk von Rockstar - auch wenn Vorwegnehmen blöd ist, machen wir das trotzdem mal. Es war doch sowieso zu erwarten, oder etwa nicht? Ihr habt doch schon alle fest damit gerechnet!

Ob erwartet oder nicht, selbst wenn ihr nicht auf Shooter steht und Rockstar als Mittelmaß abstempelt, setzt Red Dead dennoch Maßstäbe in seinem Genre und darüber hinaus. Jeder Mensch, der sich auch nur annähernd Spieler schimpft, sollte zumindest mal etwas über dieses Spiel gelesen haben, um zu verstehen, warum jeder es so fantastisch findet. Denn im Prinzip ist Red Dead einfach nur GTA im Wilden Westen - jeder kann sich darunter etwas vorstellen, jeder weiß, was damit gemeint ist und jeder denkt zu wissen, was ihn da erwartet. Aber Red Dead ist so viel mehr als ein simples Open-World-Spiel mit Western-Setting. Es ist so viel mehr als ein guter Shooter von Rockstar - es ist ein Spiel, das Akzente setzt und zeigt, wie ein modernes Stück Software auszusehen hat.

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Test: Red Dead Redemption

Sieht das nicht einfach wunderschön aus?Sieht das nicht einfach wunderschön aus?

Zahmer Westen?

Dabei ist Red Dead gar kein klassischer Western-Shooter, schließlich wird der Wilde Westen im Jahre 1911 schon fast gezähmt. Immer mehr breiten sich technische Zukunftsvehikel aus, Autos werden gefahren, die Revolver abgelegt - ein bisschen befremdlich für John Marston, ein Revolverheld längst vergangener Tage. Und obwohl die Welt zivilisierter ist, wird uns ein John Marston gezeigt, der anscheinend gar nicht gut drauf ist und seinen Revolver wieder umgelegt hat. Was geht da vor?

Was Marston antreibt, ihn dazu bringt, den Pistolengurt wieder umzuschnallen und sich auf die Seite des Gesetzes zu schlagen, ist seine Familie - wer hätte das gedacht? Der Bandit in Rente wollte mit seiner Familie fortan ein geruhsames Leben ohne Schwarzpulver und Überfalle genießen - doch leider ist das eine Utopie, wie er schnell merkt. Die blöde Regierung hält seine Familie gefangen und gibt sie so schnell nicht raus. Leider hilft da kein Revolver und John macht sich auf die Suche nach seiner alten Bande, um das zu erledigen, was die Regierung von ihm verlangt.

"Hallo, jemand da?""Hallo, jemand da?"

Sie können es immer noch

Nach einem filmreifen Intro im Zug und verrückten alten Damen verschlägt es uns in das beschauliche Armadillo. Leider verläuft das Treffen mit seinem ehemaligen Partner nicht ganz so wie erhofft und John wird ganz gemein niedergeschossen. Natürlich war das zu erwarten, schließlich wäre es reichlich blöd, wenn John schon zu Beginn alles erfolgreich erledigt. Wir werden gottseidank von der Farmerstochter Bonnie gerettet und wieder gesund gepflegt. Schon in den ersten Minuten wird zwar deutlich, dass die Story nicht unbedingt großartig innovativ, aber einfach genial in Szene gesetzt ist. Denn genau das kann Rockstar: packend inszenieren. Und das haben sie hier sogar besser gemacht als in GTA IV .

Als Dank für die Rettung erledigen wir ein paar Arbeiten auf der Farm von Bonnie. Wir sind ja kein emotionsloser Killer mehr - wir sind nett und schieben zum Beispiel Wache und helfen Bonnie bei der Hasenjagd. All das dient auch gleichzeitig der Einführung in das Spiel und die Steuerung, wobei sich GTA-Veteranen sofort wohlfühlen und zurechtfinden werden. Durch diesen eher langsamen Auftakt lernen wir John immer besser kennen und entwickeln eine richtige Verbindung zu ihm - etwas, das Rockstar schon immer konnte. Authentische Figuren zeichnen und zum Leben erwecken. Und das haben sie auch hier erneut geschafft. Es ist ja nicht der Protagonist allein, der uns mit all seinen nachvollziehbaren Handlungen mitreißt, es sind die vielen anderen Charaktere, die diesen Wilden Westen so authentisch machen.

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