Test RDR - Seite 2

Der gesamte Wilde Westen wurde hervorragend gestaltet.Der gesamte Wilde Westen wurde hervorragend gestaltet.

Jede Sekunde

Es ist die zähe und doch liebenswerte Bonnie, die quasi ganz allein eine Farm betreibt und dennoch oder gerade deshalb auch mal gerne Ärsche tritt, wenn es darauf ankommt. Es ist der schlecht gelaunte Sheriff, den wir mehr und mehr mögen. Es sind all die verrückten, skurrilen und merkwürdigen Personen, die uns einfach zum Lachen bringen oder uns tief berühren. Leider zieht Rockstar hier nicht alle Register, denn mit vielen zunächst liebgewonnen Charakteren geht es ab einem bestimmten Zeitpunkt in der Story nicht mehr wirklich weiter und wir sehen sie so schnell nicht wieder. Doch das ist nur ein kleiner Punkt, der negativ auffällt, denn Red Dead stellt euch in jeder einzelnen Sekunde neue coole Personen vor.

Wie es sich für einen Open-World-Titel gehört, wartet natürlich nicht nur die Hauptstory auf euch. Es gibt so viel zu erledigen, dass man schnell ein bisschen den Überblick verliert. Ihr könnt in der prächtigen Landschaft jagen gehen, ganze Banditenbanden ausknipsen oder euch als Kopfgeldjäger versuchen. Auf euren Reisen zu Pferd könnt ihr ausgeraubten Frauen helfen oder arme Händler beschützen - es wird einfach nie langweilig und ihr habt immer was zu tun, egal wo ihr auch seid.

Was man mit einer Pistole so alles anstellen kann...Was man mit einer Pistole so alles anstellen kann...

Ein echter Held

Dabei ist die Hauptstory um Marston natürlich spannend genug, sodass ihr leicht dazu geneigt seid, schlicht der kompletten Story zu folgen, einfach, weil sie derart mitreißt und mit interessanten Story-Twists aufwartet. Hier hat sich Rockstar fast schon selbst übertroffen und erzählt keine simple Geschichte um Rache oder die Rettung der Familie - dahinter steckt noch so viel mehr, gerade wenn man die Vergangenheit von Marston betrachtet. Ihr könnt euch übrigens selber entscheiden, welche Seite ihr wählt - wenn ihr mittendrin in einer Stadt jemanden umbringt, erhöht sich euer Kopfgeld und ihr werdet zu einem gesuchten Verbrecher. Dadurch erhaltet ihr aber neue Aufträge, die ein strahlender Held so nie bekommen hätte.

Ihr könnt euch aber auch zum echten Strahlemann des Wilden Westens hocharbeiten. Wenn ihr dann eventuell doch jemanden erschießt, den ihr hättet auch am Leben lassen können, drücken die Ordnungshüter schon mal ein Auge zu. Oder zwei. Leider fehlen diese Entscheidungen bei der Hauptstory. Natürlich ist das so gewollt, damit Rockstar ein packendes und filmisches Erlebnis präsentieren kann, doch teilweise wirken einige Entscheidungen von Marston schlicht nicht völlig durchdacht. Doch das verzeihen wir Rockstar gerne, da eine durch Entscheidungen beeinflussbare Geschichte wahrscheinlich nicht so gepackt hätte wie letztlich hier in Red Dead Redemption.

Die Steuerung und Animationen der Pferde sind groß-art-ig!Die Steuerung und Animationen der Pferde sind groß-art-ig!

Pazifist

Auch das Kampfsystem und die vielen Schießereien überzeugen nicht nur durch die visuellen Reize, es spielt sich auch einfach herrlich intuitiv und auch so bereits bekannt. Die Zielhilfe könnt ihr zwar auch deaktivieren oder ihre Wirkung minimieren, doch hilft sie in den Schusswechseln doch ungemein. Wenn ihr richtig harte Kerle seid, stellt ihr sie einfach aus und müsst komplett allein zielen, was das ganze noch schwieriger gestaltet.

Effektiv und toll anzusehen ist der Dead-Eye-Modus, den ihr per Knopfdruck aktivieren könnt. Hier markiert ihr zunächst in Zeitlupe einige Feinde bzw. deren Körperteile und schaltet sie danach in gewohnter Echtzeit rasant und gezielt aus. Das gab's schon in Call of Juarez - Bound in Blood, das gab's auch im Vorgänger Red Dead Revolver, funktioniert jedoch prima und erfüllt seinen Zweck voll und ganz. Auch das Deckungssystem ist simpel und geht locker von der Hand. Von der einen Deckung geht's zur anderen, aus ihr heraus könnt ihr blind feuern oder gezielt die miesen Banditen erledigen. Jedoch merkt man diesem System einfach den Zahn der Zeit an - teilweise dauert es schlicht zu lange, bis wir zur nächsten Deckung gesprungen sind.

Die vielen, vielen Waffen unterscheiden sich natürlich nicht nur im Aussehen, sondern in der Funktion und Wirkung. Klar, Revolver sind cool, aber so eine Schrotflinte ist im Nahkampf doch manchmal besser - vergesst nicht, wir sind im Jahr 1911, da gab's sowas schon. Einfache Gewehre eignen sich natürlich für den Kampf auf größere Entfernung. Im Nahkampf könnt ihre eure Fäuste einsetzen und mit Messern ein wenig Haut aufschneiden. Bombig wird's mit Dynamit oder Brandflaschen. Es geht aber auch viel gewaltfreier: Mit eurem Lasso könnt ihr lästige Banditen einfangen und ohne viel Blut beim Sheriff abliefern. Wieso nicht mal den Pazifisten spielen?

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