Test UFC Undisputed 2010 - Seite 3

Hervorragende Animationen!Hervorragende Animationen!

Kleine Qual

Wählt ihr zum Beispiel einen neuen Kick aus, geht es in den Ring und ihr müsst so viele 2-Schlag-Kombos landen wie möglich. Wenn ihr den Kick in die Kombos miteinbaut, gibt es mehr Punkte. Denn für jede erfolgreiche Kombo bekommt ihr eine gewisse Anzahl an Punkten - habt ihr 100 erreicht, erlernt ihr den Kick und könnt ihn später im Kampf nutzen. Allerdings geht hier die Abwechslung schnell flöten. Es läuft fast immer darauf hinaus, dass ihr Kombos raushaut und Kombos raushaut und Kombos raushaut. Das wird schnell recht eintönig und das Erlernen von neuen Moves zur kleinen Qual.

Doch durch diese Camps ist eine intensive Individualisierung möglich. Ihr könnt so kämpfen, wie ihr es wollt. Ihr habt unglaublich viele Moves und Griffe zur Verfügung und werdet davon beinahe "erschlagen". Ha! Wortspiel! Jedenfalls können wir sagen, dass die Karriere insgesamt sehr viel dynamischer und "echter" rüberkommt. Nach großen Kämpfen könnt ihr euch in Interviews Freunde oder Feinde machen, indem ihr eurem Gegner Respekt oder Verachtung zollt. Oder aber ihr redet mit den Fans und werdet so mehr und mehr zum Superstar. Bis es allerdings soweit ist, vergeht eine Menge Zeit. Ihr fangt natürlich nicht sofort in der UFC an, sondern tretet erst gegen Amateure an. Irgendwann kommt ihr, wenn ihr gut seid, in die World Fighting Alliance (WFA) und könnt so immer bekannter werden. Gewinnt ihr einen Kampf nach dem anderen, dauert es nicht mehr lange, bis Dana White höchstpersönlich ankommt und euch in die UFC beruft. Hier geht es natürlich auch erst klein los: Undercard-Kämpfe, um sich in der Platzierung hochzuarbeiten. Irgendwann kommt die Maincard oder das Co-Main-Event.

Er will doch nur spielen.Er will doch nur spielen.

Mixed-Martial-Arts

Ein Event bietet natürlich mehrere Kämpfe und da gibt es immer ein Hauptkampf. Dabei ist es von entscheidener Bedeutung, welchen ihr wählt - vor jedem Event schlägt euch die UFC verschieden starke Gegner vor. Da könnt ihr den schwachen Gegner auswählen, kämpft aber nur in der Undercard. Aber wenn ihr den stärksten der vorgestellten Kontrahenten herausfordert, kann es gleich hoch zum Co-Main-Event gehen, und euer Ansehen und eure Platzierung steigert sich bei einem Sieg somit viel schneller.

Euer Ansehen und Bekanntheitsgrad spielen jedoch eine nicht so große Rolle in der Karriere. Es ist eigentlich ziemlich egal, ob ihr in den Interviews nach den Kämpfen eurem geschlagenen Gegner Verachtung entgegenbringt - ob er nun Rivale oder Freund wird, hat kaum Auswirkungen auf die weitere Zukunft. Auf Dauer nerven auch die ständigen Anfragen von Fernsehteams, die uns in einem öffentlichen Training begleiten wollen. So bekommen wir zwar mehr Ruhm, aber auch dieser Wert ist relativ egal. Je mehr Kämpfe man gewinnt, desto ruhmreicher und bekannter wird man - da verzichtet man im Laufe der Karriere zunehmend auf solche Events, die eben auch eine komplette Trainingswoche stehlen. Etwas lebendiger und atmosphärische sind die Prognosen, die wir für Events abgeben können. Bei erfolgreichen Prognosen erhalten wir Ansehen, aber das ist nicht das eigentlich Gute daran. Wir können uns die Kämpfe des Events komplett anschauen und so pure Mixed-Martial-Arts-Kämpfe genießen. Aber auch hier geht wieder eine Trainingswoche drauf.

Die Kämpfer kommen sich seeeehr nahe. Kuschelig.Die Kämpfer kommen sich seeeehr nahe. Kuschelig.

Realistisch

Obwohl die Karriere extrem motivierend und dynamisch verläuft, hat THQ hier dennoch einen riesigen Fehler gemacht. Einen Fehler, den wir so gar nicht erwartet hätten. Nach nur zwölf Jahren ist unsere Karriere vorbei! Das ist doch ein Witz, dachten wir, da wir mit 22 Jahren gestartet sind und Kämpfer wie Chuck Lidell oder Mark Coleman beweisen, dass man(n) auch im "gesetzten" Alter noch (mehr oder weniger) erfolgreich sein kann. Hier hätten die Entwickler wirklich eine elegantere Lösung wählen können, denn so nimmt die Karriere fast schon ein abruptes Ende und wir müssen uns aus der UFC verabschieden.

Dennoch ist der Karriere-Modus höchst genial und wirkt im direkten Vergleich zum Vorgänger um Welten besser. Die gesamte Präsentation ist sehr echt und bringt das Flair der UFC-Events gut rüber, good old Bruce Buffer und Dana White erledigen ihren Job fantastisch und die Kommentatoren oder Interview-Partner wirken authentisch und nehmen sogar Bezug auf vergangene Siege oder Niederlagen.

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