Test Blur: Der Party-Knaller

von Moritz Hornung (28. Mai 2010)

Raus aus der Boxengasse, rein in den Partykeller! Blur verfolgt ein ausgeflipptes Konzept: Straßenrennen plus Power-Up-Gefechte. Klappt dieser gewagte Rennspiel-Mix der PGR-Entwickler?

Fahrkönnen ist Nebensache: Hier wird scharf geschossen.Fahrkönnen ist Nebensache: Hier wird scharf geschossen.

Bei Blur handelt es sich in diesem Fall nicht um die gleichnamige Britpop-Band, sondern um ein Arcade-Rennspiel, das aber ebenfalls aus England kommt. Genauer gesagt von Bizarre Creations, die uns schon mit den erstklassigen Project Gotham Racing-Teilen Rennspielfreude beschert haben. Doch nach vier PGRs stand den Entwicklern der Sinn nach einem Richtungswechsel: Weg mit realistischer Fahrphysik und bierernsten Rennen; jetzt dürft ihr euch gegenseitig effektvoll Power-Ups um die Ohren hauen.

Das besondere: Ihr seid nicht mit comic-haften Karts oder futuristischen Gleitern unterwegs, sondern rast mit lizenzierten Wagen durch bekannte Städte. Blur spielt sich wie das uneheliche Kind von Need for Speed Underground und Mario Kart. Gut, echte Traumwagen und Power-Ups gab es auch schon in Midnight Club, hier sind die taktischen Kämpfe mit den Spezialfähigkeiten jedoch Dreh- und Angelpunkt des ganzen Spiels.

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Blur Test

Diese grünen Fiestas sind Kanonenfutter im Zerstörungsmodus.Diese grünen Fiestas sind Kanonenfutter im Zerstörungsmodus.

Blitz-Karriere

In der Einzelspieler-Karriere müsst ihr euch in neun Renn-Gruppen beweisen, an deren Ende jeweils ein Duell gegen einen Boss ausgetragen wird. Klingt jetzt nicht sonderlich neu oder spannend... und ist es auch nicht. Über die Bosse wird nur erzählt, aber richtig in Erscheinung treten sie nicht, das hat zum Beispiel Most Wanted deutlich besser inszeniert. Die spielerische Abwechslung hält sich mit drei Modi in Grenzen: Rennen, Zerstörung und Zeitfahren.

Entsprechend dieser Modi bringen euch entweder Platzierung, Abschüsse oder gute Zeiten sogenannte "Lichter", die den Karrierefortschritt bestimmen. Unabhängig davon könnt ihr durch gelungene Aktionen in den Events Fans gewinnen, die dann nach und nach neue Fahrzeuge freischalten. Leider ist der Karrieremodus sehr kurz geraten: Schon nach etwa fünf Stunden hatten wir den End-Boss bezwungen.

Alle Wagen und "Mods" (= Verbesserungen) zu erspielen dauert jedoch um einiges länger, da ihr hierfür alle Boss-Zielanforderungen erfüllen müsst. Die lauten zum Beispiel "stoße einen Gegner ins Meer" oder "zerstöre drei Minen per Schutzschild". Dafür müssen aber zunächst die passenden Situationen in den Rennen entstehen, was gar nicht so einfach ist. Letztendlich starteten wir ein Rennen ständig neu, nur weil die Gegner keine Lust hatten, im Meer zu baden... das nervt.

Das Schadensmodell zeigt splitternde Scheiben und lose Teile.Das Schadensmodell zeigt splitternde Scheiben und lose Teile.

Rennspiel 2.0

Aber kommen wir zum spaßigsten Teil von "Blur": dem Mehrspieler-Modus. Eure nächste Party zuhause könnt ihr mit dem Splitscreen-Modus für bis zu vier Spieler aufpeppen. Am meisten Langzeitmotivation bietet der Online-Bereich: Hier geht es wie in der Karriere darum, möglichst viele Fans zu gewinnen. Glücklicherweise müsst ihr dafür nicht zwangsläufig Erster werden, allein für gekonnten Einsatz der Power-Ups werdet ihr schon reichlich belohnt. Das hält den Frust in Grenzen und zusammen mit dem Level-System entsteht ein süchtig machender "Ein Rennen geht noch"-Effekt.

Mit jedem erreichten Fahrerlevel wird etwas Neues freigeschaltet, seien es Fahrzeuge, Lackierungen oder "Mods". Von letzteren dürft ihr drei Stück vor jedem Rennen auswählen, um bestimmte Power-Ups zu verbessern oder Fan-Boni zu erhalten. Die zusätzlichen Mehrspieler-Modi "Motorensalat" (Arena-Kampf) und "Team-Rennen" bringen noch zusätzlich Würze in den Online-Part.

Mit innovativen Community-Features springt "Blur" nebenbei noch auf den "Web 2.0"-Zug auf: So könnt ihr zum Beispiel eure Erfolge sofort über Twitter oder Facebook verkünden, Freunden Herausforderungen stellen oder bestimmte Spieler zu Rivalen erklären.

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