Test Blur - Seite 2

Fiese Strahlen machen dem Führenden das Leben schwer.Fiese Strahlen machen dem Führenden das Leben schwer.

Möge die Macht mit dir fahren

Wer Bananen und Schildkrötenpanzer auf einen Ford Pickup wirft, landet früher oder später in der Klapsmühle. Darum besteht das Arsenal in Blur aus effektiveren, leicht futuristischen Waffen: Blitze, Energiebälle, Schockwellen. Star Wars lässt grüßen. Sehr gefallen haben uns dabei die taktischen Möglichkeiten. Yoda würde sagen: "Deine Power-Ups weise einsetzen du musst!" Ihr fahrt über großzügig verteilte Icons, um drei Slots mit Power-Ups zu füllen, die ihr dann in beliebiger Reihenfolge abfeuern könnt. Das geht bei fast allen sowohl nach vorne als auch nach hinten - super, denn so könnt ihr die Power-Ups immer verwenden, egal ob ihr auf dem ersten oder letzten Platz seid.

Ein toller taktischer Kniff ist auch die Möglichkeit, Angriffe durch eigene Power-Ups abzuwehren. Nicht nur mit dem obligatorischen Schild, sondern indem ihr zum Beispiel eine im Rückspiegel nahende Energiekugel mit einem Blitzpfeil nach hinten einfach abschießt. Die verschiedenen Waffen sind gut ausbalanciert; nervig fanden wir lediglich die Elektrostrahlen, die sich bei Aktivierung vor dem führenden Fahrer aufbauen, um ihn ausbremsen. Eigentlich sinnvoll, um das Feld näher zusammenzubringen, aber bei Rennen mit bis zu 20 Teilnehmern flirren vor dem Ersten irgendwann so viele Strahlen rum, dass es nur noch frustriert.

Dieser VW Käfer nimmt ein Bad. Kein Wunder, dass er so rostet.Dieser VW Käfer nimmt ein Bad. Kein Wunder, dass er so rostet.

Keine Italiener, aber dafür Ratten

Mit der etwas merkwürdigen Überschrift ist die Fahrzeugauswahl gemeint: Die bietet neben üblichen Verdächtigen wie 3er-BMW und Corvette auch Kuriositäten wie einen Ford Transit oder eine verrostete Käfer-"Ratte". Fans italienischer Sportwagen schauen allerdings in die Röhre, von Ferrari oder Lamborghini keine Spur. Manche Autos eignen sich für bestimmte Fahrstile wie "Drift" oder "Offroad" besonders gut. Insgesamt stehen über 50 Wagen zur Verfügung, mitunter in verschiedenen Varianten.

Da wären wir auch schon bei einem Kritikpunkt: Bis auf eben diese vordefinierten Tuning-Versionen gibt es so gut wie keine Möglichkeit, selbst Hand an die Optik eurer Gefährte zu legen. Dabei schreit ein Mehrspieler- und Community-orientiertes Spiel wie Blur förmlich nach einem Lackierungseditor oder optischem Tuning. Schade.

Das Fahrverhalten wirkt ebenfalls ein wenig belanglos. Realismus wäre hier natürlich fehl am Platz, aber vom rasanten Fahrspaß eines Burnout bleibt Blur weit entfernt. Dafür ist das Geschwindigkeitsgefühl zu schwach und die Autos reagieren zu träge. Zumindest fällt der Einstieg sehr leicht. Wenn ihr mit älteren NFS-Teilen wie Underground 2 oder Carbon vertraut seid, werdet ihr euch sofort zuhause fühlen.

14 Schauplätze warten auf euch, teils mit Sehenswürdigkeiten wie hier die Golden Gate Bridge.14 Schauplätze warten auf euch, teils mit Sehenswürdigkeiten wie hier die Golden Gate Bridge.

Dreht die Boxen auf!

Die Rennstrecken sind grob an reale Schauplätze wie New York, Tokio oder London angelehnt. Ein paar mehr Details hätte die Umgebungsgrafik vertragen können, doch die optische Abwechslung ist dank unterschiedlicher Tageszeiten und Straßenbeschaffenheit hoch. Im Mittelpunkt stehen eindeutig die Autos und die Spezialeffekte der Power-Ups. Die sehen klasse aus, und lobenswerterweise kommt das Spiel selbst bei Gefechten mit vielen Autos nicht ins Stottern. Übrigens braucht ihr euch trotz des Namens Blur keine Sorge vor übertriebenden Unschärfe-Filtern machen - alle Bildschirmeffekte sind gut dosiert.

Angenehm überrascht hat uns das Hollywood-reife Sounddesign. Jedes Power-Up macht unverwechselbare Geräusche, was euch beim Spielen sogar helfen kann. Wenn aus euren Boxen ein Brummen immer näher kommt, solltet ihr schnell den Schutzschild ausfahren, da ein Treffer droht. Dann sind alle Geräusche abgedämpft - ein Hinweis, dass euch im sicheren Energieschild nichts passieren kann. Derlei liebevolle Sound-Details gibt es in Blur an jeder Ecke. Die elektronische Musik passt dazu hervorragend und hält sich außerhalb der Menüs zurück, um nicht von den Effekten abzulenken.

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