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Splinter Cell Pandora Tomorrow (PC)

Artikel veröffentlicht am 06.05.2004

Sam Fisher ist zurück und erneut in unsichtbarer Mission. SkrupelloseTerroristen bedrohen erneut die USA und eure Aufgabe ist es, in der Haut des Superspions selbigen den Gar auszumachen. Wie schon im Vorgänger ist auch in "Splinter Cell Pandora Tomorrow" der Schatten euer bester Freund. Ob dieses 'Schattendasein' seinen beliebten Vorgänger überflügelt, erfahrt ihr in folgendem Test. Von Florian Funk

Operation Pandora Tomorrow

Die Mission in Frankreich gehört zu den Highlights

Wie schon in der Einleitung erwähnt, bedrohen erneut Terroristen das Leben der US Bevölkerung. Gnadenlose Widerstandskämpfer planen, einen tödlichen Virus freizusetzen, falls ihr Führer außer Gefecht gesetzt wird. Sam Fishers Mission ist es dieses Mal also den Übeltätern auf die Schliche zu kommen, um so die Standorte der tödlichen Viren ausfindig zu machen. Das sich Ubisoft erneut eines sehr realistischen Szenarios bediente, stößt zwar auf geteilte Meinungen, aber echte Taktik- und Schleich-Freaks kommen doch voll auf ihre Kosten. Das Inflitieren der unterschiedlichen Locations ist meist eine Sache von Fingerspitzengefühl und Geduld. Hast und blindes Rumballern führen auch in "Pandora Tomorrow" zum schnellen Scheitern einer Mission.

Neues Spielzeug

Auch in den Jungle verschlägt es euch

Sam Fisher verfügt in "Pandora Tomorrow" natürlich wieder über allerlei Fähigkeiten und Gadgets. Bekannte Fähigkeiten wie das Hangeln an schmalen Vorsprüngen, die vielen Klettereinlagen oder geschicktes Deaktivieren von Sicherheitssystemen gehören weiterhin zum festen Bestandteil des Gameplays. Auch die eine oder andere neue Fähigkeit ist hinzugekommen, insbesondere im Hinblick auf den Mehrspielermodus (dazu aber später mehr). Licht und Dunkelheit sind sehr wichtige Elemente im Spielverlauf. Leuchtet ihr nämlich hell wie ein Weihnachtsbaum, so ist die Mission auch meist gescheitert. Viele Missionen sind darauf angelegt, unsichtbar durch die Location zu gelangen. Sicherheitspersonal kann natürlich auch bewusstlos geschlagen werden und später dürft ihr, wenn es die Aufgabe erlaubt, auch böse Terroristen abballern.

Technische Seite

Bloß nicht erwischen lassen!

Grafisch gibt es nichts zu meckern. Die vielen Spielereien von Licht und Schatten wurden ebenso genial in Szene gesetzt wie die verschiedenen Sichtmodi (Nacht- und Wärmesicht). Die ohnehin schon schöne Grafik von "Splinter Cell" wurde sinnvoll weiter entwickelt und zählt sicherlich noch zum Besten, was das Genre derzeit zu bieten hat. Soundtechnisch steht es ebenfalls zum Besten. Tolle Sprecher und eine geniale Geräuschkullise lassen die verschiedenen Locations nahezu lebendig wirken. Allein die Junglemissionen sind eine echte Bereicherung für "Splinter Cell", da wird "Solid Snake" im nächsten Jahr auf der PS2 wohl gehörig nachlegen müssen. Auch im Mehrspielermodus gibt es technisch keine Mängel. Erstklassiges Leveldesign gepaart mit brillianten Lichteffekten sorgen für Stimmung pur!

Spione und Söldner

Der Mehrspielermodus ist ein echter Quantensprung

Der Mehrspielermodus ist sicherlich der größte Quantensprung seit langem in diesem Genre. "Splinter Cell Pandora Tomorrow" kann zurecht als Pionier für Online-Stealth-Action bezeichnet werden. In mehreren unterschiedlichen Spielmodi gilt es entweder als Spion Sicherheitssysteme zu umgehen oder als Söldner die Spione zu jagen. Alle Modi sind so angelegt worden, dass die Spione (mit frei beweglicher Kamera) immer bestimmte Ziele erfüllen müssen. Die Söldner wiederum müssen genau das (aus Ego Perspektive) verhindern, können Minen legen oder die Spione erschießen. Die Spione können die Söldner nur betäuben oder durch geschickte Nahkampftechniken von hinten greifen und so auch töten. Wer schon Spaß an taktischen Spielen wie "Rainbow Six" hatte, sollte auch "Splinter Cell" im Mehrspieler mal anschauen, auch wenn die 2on2 Beschränkung teils etwas nervig ist.

Fazit

Florian Funk von Florian Funk

Auch "Pandora Tomorrow" ist ein echter Ubi Kracher. Neben der tollen Technik und dem spannenden Gameplay macht vor allem der Mehrspielermodus sehr süchtig. Hier wurde mehr oder weniger ein ganz neues Genre im Multiplayer definiert. Was mich aber doch ein wenig traurig macht ist die doch sehr kurze Kampagne. Wer also nicht gerne übers Netzwerk daddelt, sollte sich lieber mal den Vorgänger anschauen. Der Schwierigkeitsgrad hingegen ist diesmal recht human und nicht ganz so gepfeffert wie im ersten Teil. Taktiker und Schleichfanatiker kommen aber auf keinen Fall um dieses Spiel herum. Schlagt zu, bevor Onkel Sam es tut!

spieletipps meint: Der bisher beste aller Sam Fisher: Im Solomodus einzigartig, sogar im Multiplayermodus überraschend klasse!
88

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