Vorschau Witcher 2 - Seite 2

Die neue Engine rockt.Die neue Engine rockt.

Hexe!

Was bereits den Vorgänger ausgezeichnet hat, wird hier fortgeführt: die beeinflussbare Story. Jede Entscheidung kann nachhaltige Folgen haben. Dabei merkt man eine Konsequenz nicht sofort, teilweise wird sie erst Stunden später kommen. Damit wir dann auch immer noch wissen, warum man uns gegenüber jetzt so reagiert, zeigt ein kurzer Flashback die voherige Situation an, die nun Einfluss auf den momenten Gesprächsverlauf hat. Auch eure Moral wird auf eine harte Probe gestellt, denn nicht jede Entscheidung ist völlig bedenkenlos, schließlich könnt ihr Geralt als kaltblütigen und rohen Mörder spielen.

Interessant dürften wieder die verschiedenen Enden sein, die uns erwarten. Je nachdem, wie ihr handelt, ändert sich das Ende des Spiels, was den Wiederspielwert erheblich erhöht. Und auch die Bevölkerung in einigen Städten verändert ihr Verhalten, wenn ihr euch falsch benehmt. Seid ihr eventuell ein helfender Monsterjäger, der ein paar Aufträge im Sinne der Stadt erledigt, kommen einige Menschen offener und freundlicher auf euch zu, und das, obwohl ihr ein Hexer seid.

Freunde fürs Leben - und Geralts Feinde.Freunde fürs Leben - und Geralts Feinde.

Töte dies und das

Und Hexer sind unter Menschen nun mal nicht gern gesehen. Die fürchten sich vor ihnen, schließlich sind sie nicht mehr komplett menschlich. Um ein Hexer zu werden, nehmen sie verschiedene Tränke ein, damit ihre Knochen und ihr Körper mutieren, damit sie noch stärker, wendiger und mächtiger werden. Leider überlebt nicht jeder potentielle Hexer die Prozedur und stirbt mittendrin einfach. Geralt, die alte Kampfsau, hat's natürlich überlebt. Nur blöd, dass die Mutation äußerliche Veränderungen mit sich bringt, sodass jeder Hexer mehr oder weniger erkennbar ist: Die Haut verändert sich, die Haare werden grau, die Pupillen leuchten.

Im ersten Teil kämpfe er sich durch eine Welt von Rassismus und Vorurteilen, und musste oft beweisen, dass zumindest er kein Kinderräuber ist, wie man den Hexern nachsagt. Dieses Prinzip zeichnet sich auch im zweiten Teil ab: Die Bevölkerung steht nicht gerade auf euch, weiß aber dennoch, dass ihr ein professioneller Monsterjäger seid. Daher fallen einige Quests schon mal so aus, dass ihr für den ein oder anderen Kerl ein paar gefährliche Viecher erledigt.

Geralt und seine Verbündeten.Geralt und seine Verbündeten.

Wir pfeifen auf Bioware

Völlig überarbeitet wurde die Technik von The Witcher 2. Obwohl der Vorgänger richtig, richtig gut aussah und mit geschmeidigen Animationen begeisterte, war das Königreich Temeria sehr linear aufgebaut und ständig hatte man mit langen Ladezeiten zu kämpfen. Zudem bemängelten einige Spieler, dass Geralt nicht springen kann, was bei ständigen unsichtbaren und sichtbaren Levelbegrenzungen auch irgendwie zu verstehen war. Damit all das verbessert werden kann, verabschiedet sich die Aurora Engine von Bioware - CD Projekt hat jetzt eine komplett eigene Engine entwickelt, die das Rollenspiel zumindest technisch sehr viel besser darstehen lässt als der Vorgänger.

Geralt kann nun springen und teilweise sogar klettern, Ladezeiten sollen erheblich weniger werden und die Welt soll an sich größer und offener werden. Ohne Ladezeit können wir eine Taverne oder ein Haus betreten, und sogar, wenn wir lustig sind, in verschiedene Ebenen des Hauses gehen, ohne das eine Ladesequenz das Spiel unterbricht. Komplett über Bord geworfen wurde das Kampfsystem. Wir erinnern uns: Geralt beherrschte drei verschiedene Kampfstile. Der starke war besonders gegen schwer gepanzerte Gegner geeignet, der Gruppenkampfstil war sinnvoll gegen eine Hand voll Bösewichter und der schnelle Kampfstil funktionierte besonders gegen agile und leicht ausgerüstete Feinde gut.

Habt ihr also einen passenden Kampfstil ausgewählt, startet ihr die erste Angriffssequenz mit einem Klick. Wenn nun ein kleines Symbol aufleuchtet, müsst ihr ein weiteres mal klicken, damit der Angriff ohne Unterbrechung und als Kombo weitergeht. Etwas ungewöhnlich war das schon, da wir ja nur stets auf die Flamme warteten, die uns anzeigt, wann wir als nächstes klicken müssen. Dennoch sorgte es für frischen Wind im Genre und konnte zumindest uns begeistern.

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