Vorschau Fear 3 - Seite 2

Paxton ist kein angenehmer Zeitgenosse, wie man sieht.Paxton ist kein angenehmer Zeitgenosse, wie man sieht.

Feierabend, wie das duftet...

Falls ihr euch fragt, warum Paxton sowas kann - beachtet nur mal das Loch in seiner Stirn. Und dann die Tatsache, dass er überhaupt noch stehen kann. Hinzu kommt: Er ist der Sohn von Alma. Da sind solche Fähigkeiten wahrscheinlich an der Tagesordnung. Aus diesem Grund ist es auch nicht verwunderlich, wenn Paxton sich den Körper eines Feindes aneignet. So übernimmt er kurzerhand die Fähigkeiten und Waffen der verfeindeten Bestien und kann zuweilen richtig austeilen.

Es wird aber noch besser: Ihr steht einem Raum voller fieser Monster gegenüber. Was macht ihr? Richtig, fliehen. Eben nicht. Es ist doch so simpel: Der Point Man stürmt in den Raum und jagt eine Kugel nach der anderen in die Feinde, während Paxton einen Gegner übernimmt, der weiter hinten steht. So kriegen sie von beiden Seiten ordentlich auf den Deckel und die Brüder freuen sich nach getaner Arbeit.

Wenn er will, kann auch Paxton richtig austeilen.Wenn er will, kann auch Paxton richtig austeilen.

Blutrote Druckwelle

Ein weiteres Schmankerl wird nur für den Koop-Modus verfügbar sein: Paxton kann mit seiner übernatürlichen Wahrnehmung versteckte Routen oder Räume finden. Die gewähren zwar keine andere Sicht der Story, liefern aber Munition oder Granaten. Ohne Paxton werden uns diese kleinen Extras allerdings verwährt. Der Clou an der Sache: Ein weiterer Spieler kann jederzeit zur Kampagne als Paxton hinzustoßen.

Leider weiß Alma, dass wir die Geburt ihres Kindes verhindern wollen. Es gibt einfach keinen Grund, sich über die Ausgeburt der Hölle zu freuen - Alma tut das jedoch und liegt sogar schon in den Wehen. Wann immer sie in den Wehen liegt, reißt uns eine blutrote Druckwelle von den Füßen. Etwas makaber, verdeutlicht aber das potentielle Grauen des Babys. Unsere Mutter schickt uns als Willkommensgruß jede Menge blutrünstige Viecher, die uns an den Kragen wollen. Komplett neu ist der Scavenger, der auf allen Vieren ziemlich flink ist und im Nahkampf bewältigt werden muss. Natürlich machen uns auch die altbekannten Armacham-Soldaten das Leben schwer, die über eine recht solide KI verfügen.

Niemand sollte sich mit dem Point Man und Paxton anlegen!Niemand sollte sich mit dem Point Man und Paxton anlegen!

Technisch unausgereift

Schon die eine Mission, die wir während der E3 gespielt haben, war ziemlich actionreich und atemlos. Überall erhellen Effekte den Raum, es rummst hier und da, und der rote Lebenssaft spritzt aus allen Löchern. Vom technischen Aspekt sind wir aber dennoch ernüchtert. Gerade im Hinblick auf den ersten Teil, der verdammt gut aussah, ist der neuste Ableger einfach kein riesiger Sprung und sieht stellenweise schlechter aus. Es gibt einige matschige Texturen, die dank der vielen Effekte glücklicherweise schnell vergessen sind.

Dennoch gab es in unser Anspiel-Session genug Momente, in denen wir uns liebend gerne am Koop-Partner festgeklammert hätten. Es zerrt nach wie vor an den Nerven, plötzlich auftauchende Viecher vor uns stehen zu sehen - leider fehlt der subtile Horror, der im ersten Teil richtig zur Geltung kam. Es fehlt der letzte Nervenkitzel, der einen "normalen" Horror-Shooter zum unter die Haut gehenden Erlebnis macht. Es lässt sich schwer abschätzen, inwieweit sich das weiter durchs Spiel zieht, aber allein die Tatsache, dass Elma ein Baby bekommen könnte, macht uns wahnsinnig vor Angst.

Eine Traumfamilie? Nein, eher ein Fall für die Supernanny!Eine Traumfamilie? Nein, eher ein Fall für die Supernanny!

Simples Deckungssystem

Der Entwickler-Wechsel von Monolith zu den Day 1 Studios scheint dem Shooter aber keinen Abbruch zu tun. Durch ein neues System sollen Grusel- und Schockeinlagen gleichfalls intensiver werden und überraschender kommen. Viel davon haben wir nicht gesehen, nur soviel ist bekannt: An vielen Stellen im Spiel haben die Entwickler potentielle Schockeffekte eingebaut. Jedoch werden nicht alle aktiviert. So kann es sein, dass ihr im einen Moment plötzlich von einem Monster aus dem Nichts angegriffen werdet, im nächsten Moment an der gleichen Stelle aber nichts passiert. Das Spiel selber entscheidet also, wann und wo wir uns erschrecken sollen.

Da Abwechslung immer gern gesehen ist und wir uns auch nicht pausenlos erschrecken wollen, können wir in FEAR 3 erneut Mechs steuern. Während die meisten kleinen Soldaten oder Viecher kein Problem sind, stellen sich uns dafür größere Gegner in den Weg - andere Mechs, Hubschrauber oder von Elma höchstselbst beauftragte Monster. Falls unsere Maschinerie den Geist aufgibt, erwartet uns zu Fuß ein simples Deckungssystem. Per Knopfdruck geht ihr in Deckung und bewegt euch mit Hilfe der Bewegungstasten. Um nicht umständlich um eine Deckung herumlaufen zu müssen, können wir über sie herüber hüpfen und uns voerst in Sicherheit wiegen.

Meinung von Redaktioneller Mitarbeiter

Es war zu erwarten, dass FEAR 3 richtig blutig und brutal wird. Das kennen wir ja schon aus den Vorgängern. Und es war auch zu erwarten, dass es noch mehr in Richtung Action geht, die mit simplen Schockeffekten verbunden wird - das war im zweiten Teil bereits abzusehen, der mich nur selten richtig geschockt hat. Bisher haben wir zwar erst eine Mission gespielt, aber der Schrecken und die Angst hielten sich in Grenzen. Dennoch scheint das neue System für die individuellen Schockeffekte interessant zu sein und erhöht den Wiederspielwert.

Obwohl der Koop-Modus unheimlich Spaß gemacht hat und es atemlos zur Sache ging, stelle ich mir eine Frage: Kann die Einzelspieler-Kampagne auch ohne Koop-Partner glänzen? Ich hoffe, die Entwickler legen keinen zu großen Wert auf die Koop-Elemente, sodass ich auch allein das Spiel in vollen Zügen genießen kann. Etwas ernüchtert bin ich von der technischen Komponente: FEAR 3 wirkt nicht ganz auf der Höhe. Dennoch: Kooperativ fiese Monster schnetzeln und dabei Almas Kind umbringen verspricht rasante Action.

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