Test Tiger Woods 11: Der ewige Golfkrieger

von Andreas Hecken (20. Juli 2010)

Obwohl der echte Tiger Woods als Sympathieträger ziemlich gelitten hat, bleibt EA Sports keine andere Wahl, als auch im neuesten Ableger ihrer Simulation auf den Golfer mit der Baseballkappe zurückzugreifen. Wahrscheinlich sind noch Verträge zu erfüllen und außerdem gibt es niemanden, den man eher mit dieser Sportart in Verbindung bringt. Wir testen, ob sich das Niveau des Spiels seinem Hauptdarsteller anpasst. Sportlich gesehen, natürlich.

Wo andere Leute Urlaub machen, da müssen wir Geld verdienen.Wo andere Leute Urlaub machen, da müssen wir Geld verdienen.

Selbstverständlich ist alles neu am neuen Tiger Woods PGA Tour 11, sogar brandneu. Es gibt einen brandneuen Modus "Online Team Golf", ein brandneues Shot-Focus-System und eine brandneue True-Aim-Perspektive. Sagt jedenfalls die Verpackung.

Doch vor dem ersten Ball steht bekanntlich das Erstellen eines Spielers. Wer möchte, kann natürlich auch einen vorgefertigten Charakter nehmen und sofort loslegen, aber für die Sim-Fans gibt es ja nichts Schöneres, als Augenbrauendichte, Kinnbreite und Ohrenform in akribischer Kleinarbeit solange zu verändern, bis der eigene Held so aussieht, wie man selber immer aussehen wollte, einschließlich Kleidung und Kopfbedeckung. Wer jedoch grafisch große Sprünge erwartet, wird enttäuscht sein. Der Unterschied zur 2010er-Version ist nicht der Rede wert. Außer ein paar Regentropfen und deutlicheren Hemdfalten sieht alles noch so aus wie 2010. Besonders die Rasenflächen und Bunker wirken nach wie vor eher gemalt denn gewachsen und schickes Wasser hatten wir auch schon im Vorjahr.

Die Halme sind zwei Millimeter zu lang, das sehen wir genau.Die Halme sind zwei Millimeter zu lang, das sehen wir genau.

Swing-Tuner

Natürlich macht es Sinn, mehr an spielerischen als an optischen Neuerungen zu feilen, denn niemand wird sich das Spiel kaufen, nur weil die karierten Hosen der Akteure noch schicker anzusehen sind als in der Budget-Version vom letzten Jahr. Allerdings halten sich die Innovationen auch hier in Grenzen. Auffällig ist, dass sich viele Änderungen vor allem an echte Golf-Profis wenden. Zum Beispiel der besagte True-Aim-Modus, in dem ihr auf alle Hilfsmittel wie die Schlagweitenangabe verzichtet, oder die True View, in der ihr in der Ego-Perspektive spielt. Die fehlende Spielfigur und ihre Schwungbewegungen sollen ein absolut authentisches Spielgefühl vermitteln, lassen Anfänger aber sicher schnell zur gewohnten Einstellung zurückkehren.

Ebenfalls neu ist eine Fokus-Anzeige, die durch besonders gelungene Schläge aufgeladen und im Tausch gegen Verbesserungen wieder geleert wird. Das erhöht natürlich die Risikobereitschaft und den Wiederspielwert bei dem, der den Bogen einmal raus hat.

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