Vorschau Castlevania - Lords of Shadow - Seite 2

Genretypisch habt ihr es stets mit mehreren Gegnern gleichzeitig zu tun.Genretypisch habt ihr es stets mit mehreren Gegnern gleichzeitig zu tun.

Bekanntes Kampfsystem in unbekannter Umgebung

Das Kampfprinzip kommt bekannt vor: Mit je einer Taste nutzt Gabriel seine Hauptwaffe, die Kettenpeitsche, für kurze und lange Angriffe. Durch schnellen Tastendruck lösen wir damit wuchtige Kombos aus, die sogleich auf die ersten Feinde niederprasseln. Jaulend gehen die Werwölfe zu Boden, einige besonders harte Treffer lassen den Widersacher gar in einer riesigen Blutfontäne aufgehen - das dürfte die USK freuen, sobald ihr das Spiel zur Prüfung vorliegt. Durch aufsammelbare Embleme und verdienter Erfahrungspunkte schaltet ihr neue Kombos frei und rüstet eure Peitsche auf.

Auch andere Features kennen wir aus den Vorbildern: Im Sprung gelingen ähnlich spektakuläre Angriffe, an Brunnen erhalten wir Gesundheit, wir blocken, kontern und weichen mit flinken Rollen den Hieben der Feinde aus. Nur auf eine Errungenschaft moderner Actionspiele mit grimmigem Helden müssen wir dezent verzichten: Quick Time Events. Diese Reaktionsspielchen tauchen zwar auf, aber nur in simpler, abgewandelter Form. Sobald ihr einen Gegner greift, nähern sich zwei Kreise an. Drückt ihr im richtigen Moment irgendeine Taste, zerschmettert Gabriel den Feind. Es kommt also nicht auf einen bestimmten Knopf an, sondern um das exakte Timing. Eine Wohltat, nachdem der wütende Sony-Spartaner die Quick Time Events auf eine nervtötende Höhe getrieben hat.

Inspiration die Fünfte: Diese Szene erinnert an die Kletterabschnitte in Assassin's Creed.Inspiration die Fünfte: Diese Szene erinnert an die Kletterabschnitte in Assassin's Creed.

Mit Vielfalt ans Ziel

Der Eröffnungslevel unserer spielbaren Vorabversion setzt uns ein Rudel Werwölfe vor und gipfelt zum Abschluss spektakulär in einem Duell mit einem Riesenwolf als Zwischenboss. Wir halten die Beschreibung des Kampfes kurz: Letztlich pfählten wir lässig den Vierbeiner, nahmen den Dank der ehrfürchtigen Dorfbewohner entgegen ("Wwwer seid ihr?") und verschwanden in Richtung Wald.

Dort holt uns ein mysteriöses Pferdewesen auf seinen Rücken und wir gehen über in eine flotte Kampfsequenz. Im Galopp erwehren wir uns Goblin-Reitern auf ihren Riesen-Wargs und entscheiden, ob wir den Reiter oder sein Reittier angreifen. Bei Gegenangriffen weichen wir aus oder es schleudert uns bei Körpertreffern von unserem Pferdegeschöpf. Dann gehen die Scharmützel zu Fuß weiter, ehe wir die berittene Verfolgungsjagd fortsetzen. Dieser Bruch mit gewöhnlichen Kampfsequenzen zeigt den bis dahin geglückten Versuch auf, dass die Entwickler Lords of Shadow einiges an Abwechslung einimpfen wollen.

Diese mächtigen Titanen erledigt ihr nur häppchenweise.Diese mächtigen Titanen erledigt ihr nur häppchenweise.

Viel bleibt offen

Damit endet auch schon die Vorabversion. Der Action-Anteil wirkt bereits jetzt dank cooler Moves, Blutfontänen und stimmiger Mittelalter-Atmosphäre ausgereift. Abwechslung sollen die Castlevania-typischen Geschicklichkeitseinlagen und Rätsel bieten, von denen wir allerdings noch nichts zu Gesicht bekamen. Ebenfalls keinen Blick konnten wir auf die Titanen erhaschen: Diesen riesigen Boss-Ungetüme nähern wir uns ähnlich wie im PS2-Kultspiel Shadow of the Colossus durch Sprungpassagen und malträtieren Stück für Stück ihre Schwachstellen. Schade, dass uns dieses Highlight bislang verwehrt blieb.

Pro:

  • deftige Action à la God of War
  • mächtige Kombos, aufrüstbare Waffen
  • vertraute und sinnvolle Steuerung
  • stimmungsvoll präsentiert
  • professionelle (englische) Film-Sprecher
  • Kampfpassagen gegen Boss-Ungetüme

Contra:

  • bislang wenig Gegnertypen
  • geringe Details in den Levels
  • angekündigte Rätsel fehlen (noch)

Meinung von Philip Ulc

Was ist der große Unterschied zwischen einem Klon und einem Produkt, das sich lediglich hat inspirieren lassen? Nun, es sind eigene Ideen in einer bekannten Spielidee. Lords of Shadow vertraut dem alt-europäischen Dracula-Setting, das audiovisuell prächtig in Szene gesetzt ist und garniert diese Welt mit den Castlevania-typischen Sprung-, Kletter-, und Rätseleinlagen - auch wenn wir in unserer spielbaren Vorabversion davon nichts zu Gesicht bekamen. Der Kern bildet wohl aber der Kampfpart, der sich offenkundig an God of War orientiert und viele bekannte Features wie den Gesundbrunnen oder den Ausfallschritt auffährt. Das ist zwar nicht sonderlich innovativ, muss es aber auch nicht, wenn es das Vorbild in verbesserter Weise kopiert. Ob das Castlevania: Lords of Shadow tatsächlich gelingt, bleibt abzuwarten. Die Vorfreude ist aber groß, genau das herauszufinden.

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