Test
Starcraft 2: Käfer-Klatschen im Weltall
Das wurde, verdammt nochmal, aber auch Zeit: Nach einer gefühlten Ewigkeit steht der zweite Teil von Starcraft in den Regalen. Vielerorts wird die Fortsetzung jetzt schon als das Spiel des Jahres gehandelt. Entsprechend hoch sind die Erwartungen. Doch kann Blizzard sie erfüllen? Schließlich gelten sie nicht gerade als Meister der Innovationen und der frischen Ideen. Von Frank Hinken
Starcraft 2 spielt vier Jahre nach dem Ende des Vorgänger-Addons Brood War. Die Ex-Freundin unseres Helden Jim Raynor, Zerg-Königin Sara Kerrigan, überfiel das Dominion und brachte den Protoss Fenix um. Und weil Raynor mit Fenix befreundet war, startet er nun einen fürchterlichen Rachefeldzug. An seiner Seite kämpfen der Rebellen-Sauhaufen Raynor's Raiders mitsamt ihrem Flaggschiff Hyperion.
Gemeinsam machen sie sich auf, die Zerg zu vernichten und noch ein paar andere alte Rechnungen zu begleichen. Wenn ihr jetzt denkt: Hey, wieso spiel ich denn nur Raynor, und nicht die Zerg oder die Protoss? Ganz einfach. Starcraft 2 wird ein Dreiteiler. Jedes Volk bekommt seinen eigene Episode. Die Terraner machen mit Wings of Liberty den Anfang. Der nächste Akt folgt dann in etwa 18 Monaten. Eine lange Zeit, die das jetzige Spiel überbrücken muss. Doch die Karten stehen gut.
Wo ist die Sternenkarte?
Ihr könnt Blizzard in vielen Bereichen Ideenlosigkeit oder Innovationsmüdigkeit vorwerfen. Für den Mehrspielerteil mag das ja noch bedingt zutreffen, aber die Kampagne beweist das genaue Gegenteil. Okay, die Sternenkarte der Betaversion gibt es nicht mehr, sie wurde vor ein paar Monaten gestrichen. Das bedeutet aber nicht, dass jetzt alle Missionen einfach aneinandergereiht werden.
Es gibt immer wieder alternative Vorgehensweisen bei der Missionsreihenfolge, außerdem habt ihr hin und wieder die Möglichkeit, optionale Aufträge anzunehmen. Das verleiht der Story mehr Tiefe. Es ist eben einfacher, auf diesem Weg eine glaubhafte Geschichte mir ordentlich Tiefgang zu vermitteln, als einen völlig verzweigten und in sich verknüpften Kriegsschauplatz zu schaffen und nur oberflächlich abzuhandeln. Im Ausgleich zur etwas lineareren Vorgehensweise sorgt Blizzard dafür, dass sich keine Mission wie die andere spielt.
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