Test Starcraft 2 - Seite 4

Ein eingesammelter Protoss-Kristall im Schauglas.Ein eingesammelter Protoss-Kristall im Schauglas.

Auf die Technik kommt es an

Im Protoss-Baum wählt ihr zwischen einer Angriffstempoerhöhung der Wummen oder einer fetteren Rüstung um jeweils fünf Prozent. Bei den Zerg sind es mehr Lebenspunkte oder zusätzliche Minengeschütztürme auf den Bunkern. Je weiter ihr im Baum nach oben kommt, desto spezieller werden die Forschungsmöglichkeiten.

Mit 20 Punkten im Protoss-Baum könnt ihr dann zwischen dem Forschungsschiff, das ihr schon aus dem ersten Teil kennt, oder dem Raven wählen, der unter anderem zielsuchende Raketen verschießen kann. Auf der obersten Forschungsstufe der Zerg gibt es dann schon so krasse Dinger wie den PSI-Disruptor. Der verlangsamt alle Zerg-Einheiten um 50 Prozent, sodass sie eine leichte Beute für zum Beispiel Belagerungspanzer sind. Oder den Schwarmbewusstsein-Emulator, der einzelne Zerg-Einheiten übernimmt.

Im Arsenal finden wir immer detaillierte Angaben zu unseren Einheiten.Im Arsenal finden wir immer detaillierte Angaben zu unseren Einheiten.

Balanceakt

Die Basis aller Multiplayer-Spiele ist die Balance zwischen den verschiedenen Rassen und Einheiten. In diesem Fall dürft ihr Blizzard gerne Einfallslosigkeit vorwerfen, denn Starcraft 2 spielt sich im Mehrspielermodus fast genauso wie schon damals im ersten Starcraft.

Die Neuerungen hier beschränken sich auf ein paar wenige veränderte Einheiten und den Rahmenbedingungen der Mehrspieler-Partien. Aber seien wir doch mal ehrlich: Es ist deutlich spannender ein ausbalanciertes Match zu spielen als die Taktik auf eine neue, völlig overpowerte Einheit hin anzupassen. Und Schema F macht nach ein paar Spielen auch keinen Spaß mehr. Einfallslosigkeit heißt in diesem Fall, dass Blizzard den Spielspaß auf jeden Fall langfristig erhalten will, auch wenn der Preis dafür mangelnde innovative Einheiten oder Techniken sind.

Die Übungsliga ermöglicht den Anfängern einen störungsfreien Einstieg in die Mehrspielergefechte.Die Übungsliga ermöglicht den Anfängern einen störungsfreien Einstieg in die Mehrspielergefechte.

Ab auf den Idiotenhügel

In Starcraft 2 gibt es ein neues Feature, das sich Herausforderung nennt. Diese kleine Mini-Kampagne, die insgesamt neun Missionen enthält, hat mit dem eigentlichen Spiel nicht viel zu tun. Sie kommen ganz ohne eigene Story daher, und dienen nur dem Zweck, euch die eine oder andere Taktik für den Mehrspielspielermodus nahe zu bringen.

Ihr müsst zum Beispiel generische Wellen mit Hilfe von Kraftfeldern der Protoss-Protektoren aufhalten oder mit PSI-Fähigkeiten die Gegner zu Staub verwandeln. Insgesamt nicht sonderlich spannend, vermittelt aber an praktischen Beispielen Grundzüge der Mehrspieler-Partien, die sich ja nun mal aufgrund der menschlichen Gegner komplett anders spielen und auch einen anderen taktischen Anspruch haben. Immerhin könnt ihr, abhängig davon, wie vielen Gegnern ihr das Hirn raus gepustet habt, eine entsprechende Medaille bekommen.

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