Test Divinity-Addon: Geschlechtsumwandlung als Drachenritter

von Redaktioneller Mitarbeiter (30. August 2010)

Es ist einfach nur fies, wenn das Ende eines Spiels offene Fragen zurücklässt. Besonders schlimm wird es, wenn die Fragen nie beantwortet werden. Zum Glück ist das bei Divinity 2 anders: Die Erweiterung Flames of Vengeance führt die Geschichte des Drachenritters weiter und das langersehnte Happy End herbei.

Die Grafik wurde aufpoliert und sieht sehr schön aus.Die Grafik wurde aufpoliert und sieht sehr schön aus.

Es ist etwas schwer, die Story von Divinity 2: Flames of Vengeance zu erklären, ohne vom Hauptspiel zu spoilern. Sagen wir mal so: Das Finale von Divinity 2 war merkwürdig. Und irgendwie so gar nicht befriedigend. Wir saßen da, erlebten die letzten Minuten des Rollenspiels und waren irgendwie ernüchtert.

Aber die Erweiterung wird euch endlich das Happy End geben, auf das ihr solange gewartet habt. Leider könnte es sich um ein paar Minuten herauszögern, wenn ihr Pech habt. Denn damit ihr Flames of Vengeance spielen könnt, benötigt ihr das Hauptspiel. Kein Problem, werdet ihr jetzt sagen, denn sonst würdet ihr wohl kaum diesen Test lesen. Aber das Addon steigt bei eurem zuletzt gespeicherten Spielstand in Ego Draconis ein. Sprich: Wenn ihr eine Stunde vor dem Finale euren letzten Speicherstand habt, müsst ihr dort wieder einsteigen und den Endkampf erneut bestreiten. Und genau das mussten wir machen. An sich nicht besonders schlimm, aber nicht jeder will das ungewöhnliche Ende vom Hauptspiel ein zweites Mal durchleben.

Die Stadt wird belagert und wir müssen erneut den Helden spielen.Die Stadt wird belagert und wir müssen erneut den Helden spielen.

Balance stimmt nicht ganz

Es gibt aber noch einen schnelleren Weg. Wenn ihr keine Lust habt, die letzten Minuten von Divinity 2 zu erleben, könnt ihr euch einfach einen neuen Drachenritter auf Stufe 35 erstellen. Blöd nur, dass der Charakter ohne gescheite Rüstung daherkommt und auch im Inventar nichts Brauchbares zu finden ist. Immerhin gibt es einen komfortables Startkapitel von 45.000 Goldmünzen, die ihr auf jeden Fall in Waffen und Rüstungen investieren solltet.

Denn auch wenn ihr das Hauptspiel kennt, ist die Balance im Spiel immer noch nicht ganz ausgereift. Vor allem Nahkämpfern bleibt es oft nicht erspart, bei schwierigen Kämpfen ins Gras zu beißen. So ladet ihr ständig alte Speicherpunkte und versucht euch an einem Gegner bis zu zehn Mal, weil es einfach nicht klappen will. Selbst wenn ihr mit eurem importierten Drachenritter und guter Ausrüstung euren Feinden gegenübersteht, stimmt die Balance der Klassen leider immer noch nicht so ganz.

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