Test Divinity 2 - Flames of Vengeance - Seite 2

Die Drachenform könnt ihr erst zum Ende des Addons einsetzen.Die Drachenform könnt ihr erst zum Ende des Addons einsetzen.

Nicht nur witzig

Doch das ist eigentlich der einzige grobe Kritikpunkt der Erweiterung. Die belgischen Entwickler haben schon bei Ego Draconis darauf Wert gelegt, abwechslungsreiche und vor allem witzige Aufgaben zu bieten. Und genau dieses Prinzip wird auch bei der Erweiterung fortgeführt, sodass wir über 30 neue Quests haben, die zum Teil absurd komisch sind. Da wäre zum einen der Magier, den wir finden müssen - er hört auf den Namen Behrlihn. Soso. Verschrieben haben wir uns nicht, keine Sorge.

Doch es geht noch weiter: Falls ihr einen männlichen Charakter spielt, werdet ihr bei der Suche nach einem Theatermanuskript Probleme bekommen. Also geht ihr schnell zu Madame Chanelle, der örtlichen Visagistin und lasst euch in eine Frau umwandeln. Insgesamt halten die Entwickler ihren eigenwilligen Humor über jede Quest hinweg und es gibt ordentlich was zu lachen. Abseits von beanspruchten Lachmuskeln geht es natürlich auch ernster zu. Ihr befindet euch schließlich in der belagerten Metropole Aleroth.

Die Effekte sind schön anzuschauen.Die Effekte sind schön anzuschauen.

Etwas zu linear

Damit ihr die anstürmenden Feinde bezwingen könnt, müsst ihr natürlich wieder als strahlender Drachenritter in Erscheinung treten und Rivellon retten. So entsteht eine grandiose Mischung aus epischen Quests und wahnwitzigen Nebenaufgaben. Zudem ergeben sich durch die kleine Spielwelt kürzere Laufwege, was nur teilweise wirklich lobenswert ist: Während wir im Hauptspiel in teils sehr weitläufigen Gebieten umher streiften, fühlen wir uns in Flames of Vengeance zuweilen etwas eingeengt. Wirklich schlauchartig oder linear wird es hingegen nie.

Und trotzdem könnt ihr gut und gerne auf eine Spielzeit von über zehn Stunden kommen, wenn ihr euch Zeit lasst und die vielen optionalen Quests erledigt. Dabei werdet ihr im übrigen auch eine recht ansehnliche Grafik bewundern - im Gegensatz zu Ego Draconis wirken die Farben sehr viel satter und schärfer. Es handelt sich zwar noch um die gleiche Engine, dennoch sieht die Erweiterung wirklich schön aus. Eine grafische High-End-Pracht ist Flames of Vengeance aber immer noch nicht.

Euch erwarten viele abwechslungsreiche Quests.Euch erwarten viele abwechslungsreiche Quests.

Keine Drachenform!

Ob Fluch oder Segen, das muss wohl jeder selbst entscheiden, aber der Wegfall der Drachensequenzen ist etwas schade. Auch wenn die Abschnitte, in denen wir als Drache unterwegs waren, in Ego Draconis nicht ganz so spielerisch überzeugt haben, war es doch irgendwie atmosphärisch. Nur gegen Ende der Erweiterung wird es euch möglich sein, kurz in die Drachenform zu wechseln. Wenigstens können wir noch unseren geliebten Drachenturm betreten und weiterhin nutzen. Die alten Gebiete allerdings stehen euch nicht zur Verfügung.

Zwei, drei kleine Kritikpunkte folgen zum Schluss: Die Map ist immer noch nicht ausgereift, was dazu führt, dass wir stellenweise recht lang nach Questgebern suchen müssen. Auch die nicht gerade klügsten Gegner lassen sich oft ohne Probleme wegschnetzeln, sofern ihr kein Nahkämpfer seid. Und wenn ihr genau hinhört, bemerkt ihr oftmals die selben Synchronstimmen bei verschiedenen Charakteren.

Pro:

  • schöne Grafik
  • abwechslungsreiche Quests
  • über zehn Stunden Spielzeit
  • grandioser Humor
  • endlich mit Happy End
  • umfangreiche Charakterentwicklung
  • intuitive Steuerung

Contra:

  • nervige Map
  • Sychronsprecher doppelt besetzt
  • Balancing stimmt nicht
  • KI-Aussetzer
  • teils enge Levelabschnitte

Meinung von Redaktioneller Mitarbeiter

Ich liebe den Humor der belgischen Entwickler. Die nehmen weder sich selbst, noch ihr Spiel oder die Fantasy-Welt Ernst. Hinzu kommen die sowieso schon abwechslungsreichen und schönen Quests, die motivieren und Spaß machen. Leider beschränkt sich die Spielwelt fast ausschließlich auf eine Stadt, was im Gegensatz zu Ego Draconis ernüchtert. Als Nahkämpfer ist man zudem oft im Nachteil, da die Balance zwischen den Klassen immer noch nicht ausgereift ist. Allerdings ist Flames of Vengeance ein durch und durch solides und vor allem lustiges Addon, das sich Liebhaber des Hauptspiels auf keinen Fall entgehen lassen sollten.

80

meint: Durch die vielen abwechslungsreichen Quests und die aufpolierte Grafik ist das Addon grundsolide. Nur die fehlende Balance zwischen den Klassen nervt.

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