Full Pipe (PC)
Test
Full Pipe: Voller Rohrkrepierer
"Full Pipe", auf deutsch "Volles Rohr", hört sich erst einmal nach einem albernen Ego-Shooter an. Der neueste Wurf der Macher von Edna bricht aus oder The Whispered World ist allerdings wieder ein klassisches Point&Click-Adventure, das in Bezug auf Skurillität allem bisher dagewesenem noch eins drauf setzt. Ob das reicht, um die hohen Erwartungen zu erfüllen, werden wir sehen. Von Andreas Hecken
Unsere Hauptfigur heißt Dude - und wer den Film "The Big Lebowski" kennt, denkt zuerst einmal an schräge Typen und eine abgefahrene Handlung. Damit liegt er auch in diesem Fall absolut richtig, denn der Dude im Spiel ist ein Knubbelmännchen mit Ballettröckchen, Sandalen und einem Schneckenhaus auf dem Rücken. Auf der Suche nach seinem Schuh gerät er in eine Welt aus mit Röhren verbundener Räume. Diese werden von Wesen bewohnt, unter denen der Dude noch das normalste ist.
Da von Daedalic Entertainment, unter anderem verantwortlich für das hochgelobte Machinarium, nichts anderes zu erwarten war, lassen wir uns gerne auf diesen abstrusen Plot ein, denn die Erwartung auf eine skurille, aber schön erzählte Geschichte ist groß.
Schräg allein genügt nicht
Wir finden die ersten, rar gesäten Gegenstände, tauschen sie gegen andere, kriechen in neue Zimmer, drücken ein paar Hebel und erledigen nicht sonderlich anspruchsvolle Geschicklichkeitsrätsel. Schon nach kurzer Zeit wird vor allem eines klar: Mehr passiert nicht in diesem Spiel, denn die erwartete Handlung existiert überhaupt nicht. Zu keiner Zeit kommt Neugierde auf, was sich im nächsten Raum befindet oder welchem Zweck der gerade gefunde Krug, Stock oder Kaugummi dienen könnte. Alles scheint dem Zufall überlassen und wahllos aneinander gereiht. Der Verdacht, in eine längst vergangen geglaubte Zeit der Unlogik-Rätsel gerutscht zu sein, kommt nicht von ungefähr.
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