Test Spectral Force – Genesis: Mehr Schein als Sein

von Gerd Schüle (14. August 2010)

Gleich drei Genres will Nobillis im Fantasy-Titel Spectral Force miteinander kombinieren: Strategie, Rollenspiel und Simulation. Ihr sollt dabei mit eurem Volk nicht nur in den Krieg ziehen, sondern als Staatsoberhaupt auch seine Geschicke lenken.

Von den 40 im Spiel integrierten Ländern sind nur sieben spielbar.Von den 40 im Spiel integrierten Ländern sind nur sieben spielbar.

Der Umfang von Spectral Force - Genesis ist beeindruckend. 40 unterschiedliche Völker streben in Neverland im Prinzip nach der Weltherrschaft. Das Ziel des Spiels ist es, die verschiedenen Länder wieder miteinander zu vereinen. Ihr herrscht über eines davon. Im Grunde geht es jedoch nur darum, dass ihr wie beim Klassiker Risiko den Rest der Welt erobert. Zwar sind sämtliche Fraktionen des Spiels Fantasievarianten, aber irgendwie erinnern sie uns an real existierende Länder. Das Herzogtum Gulmani könnte durchaus ein Abbild von Deutschland sein.

Wer sich jetzt auf eine große Auswahl freut, wird enttäuscht, denn es stehen nur sieben spielbare Fraktionen zur Auswahl. Überraschenderweise scheinen solche Beschränkungen ein Bestandteil des Spieles zu sein, sie kommen immer wieder vor. Ein Effekt davon ist, dass es stellenweise unnötigerweise in die Länge gezogen wird, was den Spielspaß aber wiederum nicht gerade in die Höhe treibt. Sobald ihr euch dann für ein Land entschieden habt, werdet ihr mit einer verwirrenden Videosequenz in die Geschichte eures Staates eingeführt. Danach werdet ihr als Staatsoberhaupt ins Geschehen geworfen.

Die Staatsführung absolviert ihr in Menüs, ansonsten läuft sie mehr oder weniger selbstständig ab.Die Staatsführung absolviert ihr in Menüs, ansonsten läuft sie mehr oder weniger selbstständig ab.

Unrealistische Staatsführung

Wie bei Civilization kümmert ihr euch rundenweise um die Geschicke eures Landes. Allerdings sind eure Möglichkeiten bei weitem nicht so umfangreich wie bei diesem PC-Klassiker. Zudem wirkt das Ganze sehr unrealistisch, denn ihr könnt während eures Zuges nicht frei agieren. Es gibt fünf verschiedene Kategorien im Spiel, die mit jeder Runde wechseln. Ihr dürft euch aber immer nur um die Angelegenheiten kümmern, die in der aktuellen Runde gerade ablaufen.

Dabei stehen verschiedene Management-Aspekte auf dem Programm. So kümmert ihr euch nacheinander um den Kontakt zu andern Ländern, eure Steuereinahmen, treibt Handel, und gebt das erwirtschaftete Geld beim Bau von Verteidigungsanlagen und dem Aufbau einer Armee wieder aus. Das alles hört sich sehr interessant an, ist es aber nicht. Denn im Grunde läuft das meist mehr oder weniger vollautomatisch über Einstellmöglichkeiten in faden Menüs ab. Etwas anders sieht es auf dem Schlachtfeld aus. Hier werden euch mehr Interaktionsmöglichkeiten geboten.

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