Test Die Legende von Aang - Seite 2

Ihr werdet mit keinem Charakter Probleme gegen die dummen Gegner haben.Ihr werdet mit keinem Charakter Probleme gegen die dummen Gegner haben.

Herausforderung sieht anders aus

Jetzt könntet ihr denken, dass die drei spielbaren Charaktere das Spiel abwechslungsreich machen könnten. Leider gelingt ihnen das überhaupt nicht. Ihr steuert jede Figur identisch mit dem Nunchuck und der Wii Fernbedienung. Leichte Angriffe betätigt ihr mit der A-Taste, spezielle mit dem Z- oder B-Knopf, und für starke Attacken müsst ihr all diese Tasten in einer bestimmten Kombination drücken. Nach einem kleinen Tutorial habt ihr den Griff schnell raus und die Kämpfe stellen kein Problem mehr dar. Scharen von Feinden greifen euch an, die ihr mit simplen Kombos besiegen könnt. Darüber hinaus könnt ihr nach einer bestimmten Anzahl an Angriffskombinationen einen schwere Attacke ausführen. Dazu müsst ihr die Wii-Fernbedienung eigentlich in eine bestimmte Richtung schwingen. Auf dem Bildschirm erscheint ein Pfeil, der euch die entsprechende Bewegung vorgibt, doch den könnt ihr getrost ignorieren. Egal ob ihr die Remote nach oben oder rechts schwenkt, das Spiel registriert nur, ob ihr überhaupt fuchtelt. Anspruchsvoll ist das nicht gerade.

Da wir gerade von fehlendem Anspruch reden, kommen wir gleich mal zu den Feinden. Die Massen an Gegnern sollen eigentlich für Herausforderung sorgen und euch zum Grübeln bringen, wie ihr sie am besten besiegt. Doch die KI ist alles andere als intelligent. Die Feinde stehen meistens auf einem Fleck, greifen selten an und verursachen nur wenig Schaden. Spannende und schlaue Gefechte wie in Super Mario Galaxy 2 sucht ihr vergebens.

Harte Kämpfe führt ihr nicht gegen die etlichen Feinde, sondern gegen die störrische Kamera.Harte Kämpfe führt ihr nicht gegen die etlichen Feinde, sondern gegen die störrische Kamera.

Probleme über Probleme

Anspruchslos sind aber nicht nur die Kämpfe, sondern das gesamte Spiel. Es gibt im Singleplayer nur zehn Kapitel, die in insgesamt vier bis sechs Stunden durchgespielt sind. Zwar könnt ihr in jedem Level viele Items finden und exklusive Bilder freischalten, dennoch werdet ihr kaum Lust haben, einen Spielabschnitt deshalb noch einmal zu spielen. Das liegt zu einem an den schlechten Kämpfen, zum anderen an der miesen Kamera.

Die Kameraführung ist nämlich katastrophal, da vom Spiel immer der schlechteste Winkel ausgewählt wird. Das heißt, dass ihr in Kämpfen meist nicht eure Gegner seht, sondern einen hässlichen Balken aus der obersten Etage. Dadurch werden die Gefechte zwar schwerer, da ihr die Kamera mit dem Steuerkreuz selber nachjustieren müsst und euch nicht auf eure Feinde konzentrieren könnt, doch gelungen ist das keineswegs. Schließlich verliert ihr so bei Kämpfen und Jump-and-Run-Passagen schnell die Geduld und habt keine Lust mehr auf das altbackene und pixelige Spiel.

Im Mehrspielermodus trefft ihr auf Umgebungen, die ihr schon im Singleplayer gemeistert habt.Im Mehrspielermodus trefft ihr auf Umgebungen, die ihr schon im Singleplayer gemeistert habt.

Zu zweit gegen die Dummheit

Habt ihr genug vom Singleplayer, kommt euch vielleicht der Gedanke, den Mehrspielermodus auszuprobieren. Dort können zwei Spieler gegeneinander in einer Arena antreten. Um zu gewinnen, müsst ihr die meisten Gegner ausschalten. Am Anfang wählt ihr einen der drei Charaktere (Aang, Zuko oder der blaue Geist) für den Kampf und dann eine der insgesamt acht Arenen aus. Wer jetzt denkt, dass diese Arenen etwas Besonderes sind, irrt sich. Diese sind lediglich bekannte Level aus dem Einzelspielermodus.

Wir geben zu, dass der Modus kurzzeitig sogar Spaß macht. Ihr könnt zu zweit über die Kamera und dummen KI-Gegner fluchen und dabei viele Punkte sammeln sowie Objekte freischalten. Doch nach gut einer Stunde ist die Luft auch aus dem Multiplayer raus und ihr widmet euch lieber besseren Spielen, die eure Zeit nicht so sinnlos verplempern.

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