Vorschau WWE All Stars auf der gamescom: simpel auf die Mütze hauen

von Redaktioneller Mitarbeiter (19. August 2010)

Wrestling - für die einen nur eine belanglose Aneinanderreihung schlechter schauspielerischer Motz-Sprüchen inklusive seichter Gewalt, für die anderen der heilige Gral der TV-Unterhaltung. Wie auch immer man das sieht, übertrieben ist Wrestling allemal. Aber THQs neustes Werk WWE All Stars setzt dem noch die Krone auf. Wir konnten es auf der gamescom anspielen.

Zwei Legenden hauen sich auf die Schnauze.Zwei Legenden hauen sich auf die Schnauze.

The Rock gegen John Cena: Zwei Wrestling-Legenden treten gegeneinander an. Zwei Männer, gestählt und muskelbepackt - zwei richtige Kerle eben. Aber ihre Muskeln, die sie schon im echten Leben haben, sind nicht genug. Denn in WWE All Stars haben die beiden einen Oberkörper, breiter als der Rhein. Und diese Armmuskeln erst - die können Tine Wittler stemmen, ohne Witz. Dazu kommt eine Comic-hafte Grafik. Und wenn die Entwickler von THQ San Diego das Spiel dann noch als "total over the top" und "übertrieben" bezeichnen, wissen wir spätestens jetzt: Das hier ist kein Smackdown vs. Raw.

Im Gegenteil. Hier wird sich zwar auch in Wrestling-Manier auf die Mütze gehauen, aber durch den Comic-Look und dieser völlig übertriebenen Darstellung des Spiels ist das hier eher ein Arcade-Prügelspiel, das man bereits nach wenigen Minuten begriffen und verstanden hat. Und das kann man von Smackdown vs. Raw nicht unbedingt behaupten.

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Preview: WWE All Stars

Das nennt man Körpereinsatz.Das nennt man Körpereinsatz.

Durch die Luft gewirbelt

Nach den gewohnt spektakulären Einmärschen der beiden Wrestler geht es auch schon los. Die Kolosse stehen sich gegenüber, und ein ebenso dynamischer wie übertriebener Kampf beginnt. Wir können harte und weiche Schläge und Tritte ausführen - aber es wäre kein Wrestling-Spiel, wenn wir nicht den ein oder anderen Wurf- oder Special-Move hätten. Wir nehmen The Rock beispielsweise auf die Schulter, werfen ihn über den Ring und vollführen ebenfalls einen aus dem Ring, mit einer unsanften Landung auf The Rock. Bis hier hin ist ja noch alles normal, könnte man sagen.

Aber wenn ihr erfolgreich wart, immer wieder Treffer landet und euren Gegner durch den Ring wirbelt, füllt sich eine spezielle Leiste - wenn die voll ist, müsst ihr bei einem Wurf oder Griff den linken Trigger drücken. Nun wird der Angriff in Zeitlupe vollzogen und wir können mit präziser Langsamkeit unsere geschmeidigen Takedowns begutachten. Wenn The Rock dann auf dem Boden landet, wirbelt eine Schockwelle im Ring umher und die Wrestling-Legende wird durch den Aufprall in die Luft gewirbelt. Ja, nun ist klar: Hier wird an Bombast nicht gespart.

Ein bisschen Frieden...Ein bisschen Frieden...

Leicht und unkompliziert

Immerhin könnt ihr euren Gegner weiter bearbeiten, wenn er durch die Luft fliegt - seien es Tritte, Schläge oder neue Würfe. Und dabei nutzt ihr nie mehr als die Knöpfe X, Y, B, A und den linken Trigger. Die Steuerung prägt sich sofort in unser Gehirn ein, ist simpel zu verstehen. Natürlich fehlt dem Spiel dadurch etwas der Simulations-Ansatz, den Smackdown vs Raw stets geboten hat. Klar, auch das ist keine wirkliche Simulation, aber da ist die Steuerung wesentlich komplizierter und umfangreicher.

Dadurch wird auch schnell die neue Zielgruppe klar: Jungs und wahrscheinlich eher weniger Mädels, die mal schnell mit ihren Kumpels eine Runde Wrestling zocken wollen, ohne sich vorher eine halbe Stunde in die Story und Steuerung reinfuchsen zu müssen. Obwohl die Steuerung nicht sehr umfassend ist, gibt es dennoch eine Vielzahl an Moves und Möglichkeiten, damit ihr euren Freunden richtig weh tun könnt - rein virtuell versteht sich.

Meinung von Redaktioneller Mitarbeiter

Die bisherigen Wrestling-Spiele sind ja eine Sache für sich. Meist mögen nur wirkliche Wrestling-Fans auch die Spiele - schließlich gibt es im Videogame zahlreiche schauspielerische Gehversuche der Kämpfer und umfangreiche Karriere-Modi. Ein typischer Prügelspiel-Zocker greift aber eher zu Street Fighter 4 als zu Smackdown vs Raw. Nun könnte er aber auch zu WWE Allstars greifen, denn das Spiel macht einfach nur Laune. Es ist unkompliziert, übertrieben, simpel, bombastisch, einfach - einiges mag davon dem Begriff Wrestling widersprechen, aber hier geht es immer noch um Wrestling. Aber eben ohne große Schnörkel und schlicht auf den Punkt gebracht.

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