Vorschau Guild Wars 2 - Seite 3

Flächenschaden von einem Waldläufer.Flächenschaden von einem Waldläufer.

Leicht chaotisch

Klassische Rollenverteilungen gibt es somit nicht. Zwar sind erst vier der insgesamt acht Klassen bekannt, aber reine Heiler oder Tanks werden nicht auftauchen. Der Krieger kann beispielsweise auch einen Bogen nutzen und vergleichsweise recht viel Schaden damit austeilen. So sind wir auch bei dem Drachen vorgegangen: Während bereits genug Krieger an der Front waren, wählten wir unseren Bogen aus und sorgten aus der Ferne für Schaden, um nebenbei gefallene Spieler wiederzubeleben. Nach einem spektakulären und langen Kampf ist der Drache endlich gefallen - wir waren siegreich!

Zugegeben: Leicht chaotisch war es ja. Aber immer wenn wir dem Tode nahe waren, kam ein anderer Spieler und rettete uns. Dass solche Events von dem Willen der Spieler leben, ist klar. Wenn nur egoistische Zocker durch herumrennen und nur darauf bedacht sind, viel Schaden zu machen, wird man schnell scheitern. Zumal ein Scheitern fatale Folgen haben könnte: Wenn wir den Drachen nicht besiegt hätten, würde er für eine gewisse Zeit das Gebiet erobern und verwüsten. Permanent bleibt das nicht, aber der Lead-Designer verrät uns, dass es durchaus permanente Veränderungen geben wird. Dieses Event-System erinnert übrigens stark an die öffentlichen Quests aus Warhammer Online, denn abhängig von eurem Schaden und anderen Faktoren, erhaltet ihr nach dem Kampf Belohnungen und Medaillen.

Auch der Krieger ist eine spielbare Klasse.Auch der Krieger ist eine spielbare Klasse.

Abstand halten

Was wir bisher von den Charr gesehen haben, hat uns beeindruckt. Nicht nur die Welt ist atmosphärisch gestaltet, auch das neue Kampfsystem und die dynamischen Events sind durchdacht und spaßig. Das gleiche können wir von dem Anfangsgebiet der Menschen berichten. Wir entscheiden uns für einen Elementarmagier und beantworten die ersten Fragen. Dann geht es mit dem persönlichen Intro schon gleich in die Schlacht. Wir erinnern uns: Im ersten Guild Wars ging es zunächst in eine instanzierte Stadt, in der wir behutsam an die Spielmechanik herangeführt wurden. Hier aber geht es sofort los, große Erklärungen gibt es nicht - beziehungsweise direkt im Kampf.

Schon bei den Charr haben wir gemerkt, dass das Interface komplett überarbeitet wurde. Die Lebenspunkte befinden sich in einer runden Kugel in der Mitte zwischen den Aktionsleisten, ähnlich wie in Diablo. Die Manaleiste befindet sich waagerecht daneben. Etwaige Quest- und Event-Anzeigen sind ganz rechts in der Benutzeroberfläche zu finden. Wenn wir uns erstmal an das neue Interface gewöhnt haben, geht es auch schon los. Mit den verschiedenen Elementen ist der Elementarmagier unterschiedlich stark. Feuer setzt auf brachialen Schaden, während er mit Wasser und Eis die Gegner auf Abstand halten kann. Und obwohl er ein Caster ist, muss er trotzdem immer in Bewegung bleiben, was in diesem Genre eher eine Seltenheit ist.

Ein Krieger bleibt stets standhaft!Ein Krieger bleibt stets standhaft!

Minispiele?

Im Gespräch mit Lead-Designer Eric Flannum gab es noch einige heiße Details zum Spiel. So wird es einen eigenen Ort für seine eigene Geschichte geben, die sogenannte Heimatinstanz. Diese liegt jeweils bei den Städten der Rasse des Charakters - für die Norn ist es zum Beispiel Hoelbrak. Da ihr bei bestimmten Quests verschiedene Auswahlmöglichkeiten habt, wie ihr die Aufgabe lösen könnt, fließen diese Entscheidungen mit in eure Heimatinstanz. So werden die Dinge, die ihr tut, und eure eigene Geschichte sichtbar.

Zudem wird es einige Minigames geben. Das kann auf ganz banale Dinge hinauslaufen: So wird eine Kneipenschlägerei schnell zu einem spielerischen Bestandteil und ihr prügelt euch einfach mal nach Lust und Laune.

Ebenso ungewöhnlich für Guild Wars ist die Maximalstufe von 80. Während wir im Vorgänger nur bis Stufe 20 levelten, geht es hier überraschend hoch. Aber keine Angst: Ihr braucht für jede Stufe die gleiche Anzahl an Erfahrungspunkten. So wird kein Spieler zum leidigen Grinding gezwungen. Auch die Charakterentwicklung sieht anders aus. Statt nur wenige einzelne Punkte zu verteilen, haben wir bei den Charr Werte von über 700 gesehen, ähnlich dem Prinzip aus World of Warcraft. Ihr habt also verschiedene Werte wie Intelligenz oder Stärke und erhaltet mit jedem Level-Up neue Punkte, um sie noch mehr zu steigern.

Meinung von Redaktioneller Mitarbeiter

Puh. Während der gamescom habe ich so viele Informationen erhalten, dass ich jetzt gar nicht weiß, wie ich das alles finden soll. Zunächst ist das Kampfsystem angenehm dynamisch und schnell, blödes Rumstehen ist jetzt selbst als Magier nicht mehr angesagt. Auch die dynamischen Events haben mich beeindruckt, obwohl sich NCSoft hier schon sehr an Warhammer Online orientiert hat. Weitere innovative und ambitionierte Features kommen hinzu: Die persönliche Geschichte, die Heimatinstanz und das neue Heal-Death-System sind klasse!

Doch mir fehlen noch Informationen zum PvP-Part. Aufstieg der Helden, Random-Arenas, Gildenkämpfe - gehört alles zum alten Eisen. ArenaNet kann bei Guild Wars 2 soviel Neues erschaffen und sich an Open-PvP-Schlachten heranwagen. Zudem bin ich noch etwas ernüchtert, was die Klassenwahl angeht. Bisher sind erst vier bestätigt und scheinen bisher genau so aus dem Erstling übernommen zu sein. Einige Fertigkeiten waren sogar identisch. Hier sollten ArenaNet und NCSoft noch die ein oder andere völlig neue Klasse vorstellen. Aber alles in allem scheint Guild Wars 2 eines der ambitioniertesten MMO-Projekte zu sein, das ich seit langem gesehen habe. Und dass es ohne monatliche Gebühren und Item-Shop auskommt, stimmt mich euphorisch.

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