Vorschau Mythos: Das Vermächtnis der Flagship Studios

von Redaktioneller Mitarbeiter (25. August 2010)

Wenn Studios pleitegehen, hinterlassen sie meist nicht nur arbeitslose Entwickler, sondern manchmal auch das ein oder andere unfertige Projekt. So auch bei den Flagship Studios, den Machern von Hellgate London. Als die Entwickler in Konkurs gingen, hinterließen sie ein Action-Rollenspiel namens Mythos. Mittlerweile gibt es einen neuen Entwickler - und eine brandneue Version, die wir uns auf der gamescom angeschaut haben.

Der Comic-Look sieht nicht schlecht aus.Der Comic-Look sieht nicht schlecht aus.

Bill Roper und sein Flagship Studio hatten kein glückliches Händchen mit Hellgate - London. Als sie Insolvenz anmelden mussten, hinterließen sie das vielversprechende Online-Action-Rollenspiel Mythos, das sich 2008 sogar schon in der Closed-Beta-Phase befand. Leider wurde es dann etwas still, als die eigentlichen Entwickler auf der Straße landeten und Flagship dicht machen mussten.

Doch die Online-Experten von Frogster und die Entwickler von T3 Entertainment haben sich des Projekts angenommen und werkeln fleißig an einem ehrgeizigem Spiel - einem Hack-and-Slay mit Online-Rollenspiel-Elementen auf Free-2-Play-Basis.

Selbst Magier können in den Nahkampf gehen und viel Schaden anrichten.Selbst Magier können in den Nahkampf gehen und viel Schaden anrichten.

Knuddeliger Comic-Look

Während der Betatest schon in Korea läuft, wird es laut Frogster in den nächsten Wochen Neuigkeiten zu einem europäischen Betatest geben. Aber was genau ist Mythos eigentlich? Wenn wir nur ein paar Worte hätten, könnte man sagen, es ist ein Diablo im knuddeligen Comic-Look. Das Action-Rollenspiel verlässt sich auf die bekannten Kämpfe gegen Monsterhorden und riesige Gegner.

Bevor es jedoch in dunkle Dungeons geht, wählt ihr aus vier verschiedenen Rassen aus. Zum einen gibt es die allseits bekannten Menschen. Auch die Zyklopen sind mit von der Partie und sorgen mit ihrem einzelnen Auge für einen coolen Look. Als Gegensatz dazu könnt ihr die Gremlins spielen, denn obwohl sie klein sind, können sie durchaus gemein sein. Als letzte Rasse gibt es die mysteriösen Satyren.

Wahnsinnig innovativ sind die spielbaren Völker nicht, aber durchaus kreativ gestaltet, und sie motivieren zur Charakter-Erstellung. Ob es nun süß, putzig, groß oder gefährlich sein soll - man findet stets die richtige Rasse. Auch spielerisch hat die Wahl der Rasse einen kleinen Einfluss: Jedes Volk gewährt eurem Charakter kleine Boni. Was genau das heißt, ist noch unklar, vorstellbar wäre aber unter anderem ein Bonus auf Stärke bei den kräftigen Zyklopen.

Die Effekte sind bunt und ... noch viel bunter.Die Effekte sind bunt und ... noch viel bunter.

Maximalstufe 50

Zur Auswahl stehen drei Klassen, die mit allen Völkern spielbar sind: Bloodletter, Pyromancer und Gadgeteer. Grob gesagt ist der Bloodletter der Krieger an der Front, während der Pyromancer eine klassische Magier-Klasse spielt. Der Gadgeteer befindet sich ebenfalls in den hinteren Reihen und fungiert als Hunter. Für Abwechslung und Individualisierungen sorgen die drei Spezialisierungen, die jede Klasse hat. Dabei werden wir nicht an etwaige Klassen-Vorurteile gebunden sein, sprich, als Magier beherrscht du nur Zaubersprüche und kannst Flammenwesen beschwören.

Genaue Details sind zu den Spezialisierungen noch nicht bekannt, aber selbst als Magier können wir uns auf den Nahkampf konzentrieren und dabei immer noch ordentlich Schaden austeilen. Dabei liegt die Levelobergrenze bei 50.

Die Rasse der Satyren im Artwork.Die Rasse der Satyren im Artwork.

Zwei Kameras

In vier verschiedenen Regionen warten viele Quests auf euch. Bisher enthüllt: eine Eis- und Schneelandschaft, eine Wüstenregion und eine bewaldete grüne Idylle. Die vierte Region möchte man bei Frogster noch nicht zeigen, daher können wir gespannt sein, was uns da noch erwartet. Als Hauptstadt dient ein himmelhohes Plateau, auf dem ihr unter anderem Auktionshäuser, Händler und Questgeber findet.

Zudem könnt ihr nur auf andere Spieler stoßen, wenn ihr euch in Siedlungen oder Städten befindet. Alle anderen Gebiete sind instanziert, sodass ihr nicht Gefahr laufen müsst, mitten im Kampf hinterrücks ermordet zu werden. Der Kampf sieht übrigens reichlich unspektakulär aus, scheint sich aber flott und flüssig zu spielen - es handelt sich quasi um das gleiche Kampfsystem, das schon bei Diablo genutzt wurde. Großartige Neuerungen oder Innovationen hat man damals bei Diablo 2 schon nicht gefunden und darf man hier auch nicht suchen. Dennoch ist Mythos anders: Ihr metztelt euch nicht ewig in der gleichen Kameraperspektive durch die Monsterhorden. Ihr könnt zwischen einer Diablo-ähnlichen Perspektive und einem 3D-Modus wählen. Letzterer erlaubt euch, euren Charakter mit den WASD-Tasten und der Maus zu steuern, so wie wir es aus quasi allen MMORPGs kennen.

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