Test Drakensang-Addon: Dieses Geheimnis wollen wir nicht lüften

von Redaktioneller Mitarbeiter (03. September 2010)

Also damit hätten wir nun überhaupt nicht gerechnet. Darauf waren wir nicht vorbereitet. Natürlich stand Drakensang: Phileassons Geheimnis unter keinem guten Stern, als Radon Labs Insolvenz anmelden musste. Doch die Vorab-Version versprach ein unterhaltsames Addon - aber daraus wurde nichts.

Die Kämpfe sind immer gleich und total langweilig.Die Kämpfe sind immer gleich und total langweilig.

Wir waren wirklich positiver Dinge, als wir die Erweiterung Drakensang - Phileassons Geheimnis das erste Mal gespielt haben - die Welt der Elfen sah wunderschön aus, auch die Geschichte um den legendären Asleif versprach eine Menge Spannung. Aber die deutschen Entwickler Radon Labs haben sich mit diesem Spiel ein unwürdiges Ende gesetzt, das ihrem Ruf nicht gerecht wird und die Drakensang-Spiele, mit Verlaub, in den Dreck ziehen.

Gerade wenn man ein Abenteuer mit Phileasson entwickelt, sind die Erwartungen unter DSA-Fans riesig - schließlich ist er einer der bekanntesten und beliebtesten Charaktere in diesem Universum. Und dementsprechend hoch sind die Erwartungen an die Story, schließlich war auch das Hauptspiel Drakensang 2 - Am Fluss der Zeit spannend und dem Universum gerecht gestaltet. Leider bleibt Phileasson zu jeder Zeit blass und belanglos.

Die Zwischensequenzen sind nett, mehr aber auch nicht.Die Zwischensequenzen sind nett, mehr aber auch nicht.

Unwürdig

Die Erweiterung wurde gut ins Hauptspiel integriert, indem alles in Nadoret anfängt. Ein ungewöhnliches Schiff wurde im Großen Fluss gesichtet und niemand kann es wirklich zuordnen. Natürlich gehört dieses Schiff Phileasson und seiner Mannschaft - die wir wenig später in Nadoret in einer Schenke treffen. Aber Phileasson ist nicht dabei und seine Leute sind etwas hilflos. Niemand weiß genau, wo er sich befindet und was er vorhat.

Mit Hilfe eines sogenannten Sphärenrisses reiste er in eine fremde Welt - und wir auch, da wir diesen Riss ebenfalls entdeckt haben. Also, hereinspaziert und ab ins Unbekannte. Die fremde Welt ist aber eigentlich nicht so fremd: Es ist das Elfenreich Tie'Shianna, das eigentlich vor 3.000 Jahren komplett vernichtet wurde. Warum steht hier noch alles? Und warum interessiert es die Mannschaft von Phileasson einen feuchten Kerich, dass sie gerade in der Zeit zurückgereist ist? Selbst die Motive von Phileasson wirken dünn, werden viel zu spät aufgeklärt und selbst dann gibt es immer noch offene Fragen. Diese Geschichte ist des legendären Thorwalers in keinster Weise würdig!

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