Test Ruse - Seite 3

Wir fackeln den Wald ab, in dem sich gegnerische Infanterie versteckt hält.Wir fackeln den Wald ab, in dem sich gegnerische Infanterie versteckt hält.

Aufgabentypen und Präsentation

Die Zugänglichkeit von R.U.S.E. zeigt sich in den verschiedenen Aufgabentypen. Ihr müsst nicht wie in Genrevertretern den Feind vollständig auslöschen, sondern kümmert euch auf der Karte lediglich um die größten Brandherde. Meist tragen ringsum auf eurer Karte NPC-Soldaten heiße Gefechte aus - eingreifen dürft ihr hier nicht. Die Nebenscharmützel dienen nur der Kriegsatmosphäre, denn ständig kracht und explodiert es um euch. Eure Hauptziele sind dagegen wichtige Standorte wie Städte oder Brücken, die ihr schützt. Mal rückt ihr ungehindert vor, mal seid ihr vollends eingekesselt und müsst eine bestimmte Zeitspanne aushalten.

Das alles wird von einer profanen Story zusammengehalten, in der ihr durch viele Länder reist, einem Spion nachjagt und daneben ordentlich die Wehrmacht aufreibt. Dafür ist die Geschichte erstklassig inszeniert: Viele Zwischensequenzen und regelmäßige Splitscreen-Einblendungen während der Missionen, die neue Schlachtfeldsituationen aufzeigen, erzeugen Tempo und Spannung.

Wer nach der umfangreichen Kampagne noch nicht genug hat, erfreut sich an einzelnen Scharmützeln, speziellen Herausforderungen mit gewitzten KI-Rivalen, einem Online-Modus und Koop-Missionen mit bis zu vier Mitspielern (auf dem PC sind es übrigens acht). Modi-Vielfalt und Umfang sind bei R.U.S.E. Spitzenklasse.

Pro:

  • gigantischer Zoom
  • taktischer Tiefgang
  • umfangreiche Kampagne
  • erstklassig präsentiert
  • Modi-Vielfalt
  • komplett deutsch

Contra:

  • detailarme Einheiten
  • Kartengebiete bleiben ungenutzt
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Meinung von Philip Ulc

Zweiter Weltkrieg und Strategiespiel klingt beim ersten Hören nach "Bäh, kenn ich doch alles." In der Tat, so dachte auch ich, als mir das Spiel vor vielen Monaten erstmalig vorgestellt wurde. Doch schon die ersten Minuten belehren: R.U.S.E. zieht alle Präsentationsregister und gibt dank zahlreicher Zwischensequenzen und hohem Zoomfaktor unmittelbar das Gefühl, als Befehlshaber mit Weitblick zu agieren. Wie auf einem Taktikbrett schiebe ich Einheiten umher, verteile Befehle und plane umsichtig - sowohl in der Übersichtsvariante als auch im Echtzeit-Geschehen, wenn ich bis auf wenige Meter an die Einheiten heranzoome. Dank frischer Herangehensweise, nur die größten Brandherde mittels Waffengewalt zu löschen und den Rest der NPC-Truppe zu überlassen, sowie dem durchdachten Stein-Schere-Papier-Kampfsystem erhält R.U.S.E. einen ganz eigenwilligen Touch - in etwa so, als kenne ich als Strategiefan doch nicht alles.

85 Spieletipps-Award

meint: Mit taktisch feinen Kriegslisten und cleverer Zoom-Funktion auf dem Strategie-Siegertreppchen.

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