Test Hawx 2: Die Luft brennt

von Hauke Schweer (09. September 2010)

Wer wird denn gleich in die Luft gehen?

Punk ist tot, Western sind es ebenfalls und Flugzeugspiele sowieso. Immer wieder werden ganze Genres verbal zu Grabe getragen, um furios aufzuerstehen. Mit HAWX 2 bringt Ubisoft ein heißes Eisen in die Lüfte.

In Clancy-Spielen üblich: Spektakuläre Action, selbst am Himmel.In Clancy-Spielen üblich: Spektakuläre Action, selbst am Himmel.

Tom Clancy bürgt als Autor für anspruchsvolle und unterhaltsame Thriller-Lektüre. Seit der Veröffentlichung des Videospieles zum Buch- und Filmerfolg Red Storm Rising 1987 gibt er seinen Namen jedoch auch für Videospiele her. Ghost Recon und Splinter Cell profitierten von der Marke Clancy und mit Sicherheit erschloss der Schriftsteller sich durch die virtuellen Abenteuer auch eine neue Leserschaft. Das Szenario im Strategiespiel End War passte ebenfalls zu den Romanen, lediglich der Action-Flugsimulator HAWX fiel etwas aus der Reihe. Zwar arbeitet man aus der Luft hin und wieder mit dem 'Ghost Team' zusammen, die Hintergrundgeschichte jedoch wirkte an den Haaren herbeigezogen.

Daran ändert sich auch im zweiten Teil nichts. Drei Atombomben sind den USA abhanden gekommen, ein abgeschossener Pilot wird von Schurken gefangen und der Spieler schlüpft in die Rolle amerikanischer, schottischer und russischer Piloten, um den Bösewichten dieser Erde die Hölle heiß zu machen. Natürlich kommt es dabei zum unvermeidlichen Ost-West-Konflikt, für Clancy nahezu prototypisch. Alternativ hätte es auch die Aussage: "Hier Flugzeug, da Feind!" getan. Natürlich ist es schön, einen roten Faden zu verfolgen. Dieser hier ist jedoch mindestens so wirr wie Lucy in einem Himmel voller Diamanten. Einem nüchternen Individuum dürfte die Identifikation mit der Geschichte oder gar den Hauptfiguren schwer fallen.

Abwechslungsreich: Ballert diesmal aus Bordkanonen.Abwechslungsreich: Ballert diesmal aus Bordkanonen.

Abwechslung im Cockpit

In der Luft macht Tom Clancy's Hawx 2 dafür eine um so bessere Figur. Fehlte es im ersten Teil noch an Abwechslung, wechseln die Aufgaben im Nachfolger regelmäßig. Immer wieder tauschen wir die Cockpit- oder Verfolgerperspektive unseres Flugzeuges gegen eine Drohnensteuerung oder den Sessel an den Artillerie-Geschützen einer fliegenden AC130. So verfolgen wir verdächtige Fahrzeuge durch eine Stadt, markieren Ziele oder bombardieren Feinde im Nachtsichtmodus.

Doch auch am Steuerknüppel wird es so schnell nicht langweilig. Die Missionen sind von Überraschungsmomenten durchzogen und das Waffenarsenal stellt den Spieler vor unterschiedlichste Herausforderungen. Im Luftkampf schaltet ihr per Knopfdruck Gegner im Sichtbereich auf, wartet einige Sekunden, bis die Raketen ihr Ziel geloggt haben und feuert. Die Trefferquote hat sich dabei dank wendiger Manöver und vermehrten Täuschkörpereinsatzes seitens der KI-Piloten spürbar verringert. So steigt die Spannung der Duelle. Unterschiedliche Raketen sorgen für leichte Varianzen im Duell, mit der Bordkanone hingegen ist genaueres Zielen angesagt.

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