Test Halo Reach - Seite 2

Solche Geschütze müsst ihr zerstören.Solche Geschütze müsst ihr zerstören.

Das erste Mal

Dennoch ist Reach emotional sehr ergreifend. Denn es sind nicht die Charaktere, die die Story so wirklich voranbringen, es sind vielmehr die Panoramen und Schlachtengemälde, die uns teilweise geliefert werden. Stunde um Stunde ist spürbar, wie aussichtlos und verloren der Kampf um Reach ist - die Allianz dringt immer weiter vor, sorgt für Tod und Zerstörung und wir kämpfen in letzter Verzweiflung gegen die Außerirdischen an. Wenn wir dann noch eine Hundemarke eines verstorbenen Kameradens im Schein der aufgehenden Sonne aus unseren Händen gleiten lassen und das Schlachtfeld vor uns betrachten, wissen wir, dass Reach verloren ist.

Zuweilen gibt es sogar richtige Überraschungen, die der vermeintlich ach so bekannten Geschichte viel Spannung verleihen. Obwohl wir immer im Hinterkopf hatten, wie Reach enden wird, waren wir dennoch mittendrin im Geschehen und haben verzweifelt um den Planeten gekämpft. Bungie erzählte hier zum ersten Mal eine Geschichte, die zu jedem Zeitpunkt spannend und emotional packend inszeniert ist.

Die Anzahl der Waffen ist enorm.Die Anzahl der Waffen ist enorm.

Deckungssystem? Brauchen wir nicht.

Vielleicht noch wichtiger als die eigentliche Story sind die spielerischen Aspekte von Halo. Und hier bewährt sich Old-School-Kost der ganz alten Sorte. In Reach sucht ihr Innovationen und neuartige Features vergebens - es spielt sich fast genau so wie jeder bisheriger Halo-Ableger auch. Die Steuerung geht sofort in Fleisch und Blut über, ein wirkliches Tutorial ist gar nicht nötig. Auch ein Deckungssystem ist nicht vorhanden - haben wir vor acht Jahren nicht gebraucht und brauchen wir auch jetzt nicht.

Auch die epischen Schlachten und der stetig rasante Puls sind wieder da. Ob es in den Kampf gegen kleine Grunts mit Schild geht oder ein mächtiger Elite uns mit seinem Schwert umholzt - es ist immer noch so actionreich, wie wir es gewöhnt sind. Dabei ist die KI meist auf sehr hohem Niveau. Feinde agieren in Gruppen, flankieren uns und formieren sich sogar, sodass stumpfes Geballer nicht zum Ziel führt. Stattdessen sind Positionswechsel und verschiedene Panzerungsfähigkeiten gefragt.

Es kracht an jeder Ecke - und es sieht verdammt gut aus!Es kracht an jeder Ecke - und es sieht verdammt gut aus!

Das Noble-Team an unserer Seite

Die neuen Panzerungsfähigkeiten sind praktische Power-Ups, die euch verschiedene Vorteile gewähren. An einigen Stellen in den Levels postiert, könnt ihr immer wieder zwischen den Fähigkeiten wechseln - ihr dürft aber immer nur eine Panzerung an eurem Anzug tragen. Zu Beginn ist es ein Sprint, den wir auf Knopfdruck aktivieren, später kann es aber auch ein Hologramm oder ein standhafter Schild sein. Dabei müsst ihr taktisch klug wählen: Ist ein Schild so praktisch, wenn ich dabei bewegungsunfähig werde, oder sollte ich doch besser den Sprint nehmen? Leider sind viele der Panzerungsfähigkeiten kaum gefragt, sodass es meist auf den Sprint hinausläuft, da der sich meistens empfiehlt, besonders, wenn wieder tollwütige Eliten auf uns zustürmen.

Nicht nur bei den Power-Ups gibt es Abwechslung - Reach ist in allen Belangen abwechslungsreich und wird nie langweilig. Dabei unterstützt uns teilweise das gesamte Noble-Team, sodass wir direkt in die Schlacht stürmen und die Allianz zur Hölle schicken. In anderen Missionen ist nur einer unserer Kameraden dabei: Manchmal ist es Jorge, der mit seiner dicken Panzerung direkt an die Front poltert, manchmal ist es aber auch Jun, der uns mit seinem Scharfschützengewehr den Rücken freihält.

Auch Spartans können zu Boden gehen...Auch Spartans können zu Boden gehen...

Altbekanntes packend inszeniert

Natürlich sorgen auch zahlreiche Fahrzeuge und Vehikel für viele unterschiedliche Abschnitte. Ab und zu läuft es nur auf Fahrten mit den bekannten Ghosts oder Warthogs hinaus, doch in Reach geht Bungie abermals einen Schritt weiter und schickt uns ins Weltall in eine packende Schlacht mit feindlichen Raumschiffen. Das steuert sich nicht nur perfekt, sondern ist auch verdammt actionreich. Und das kann man zu jedem Zeitpunkt von Reach sagen: Es bummst und kracht und dabei wird es wirklich nie langweilig. Eine Selbstverständlichkeit ist das nicht, man denke nur an die Bibliothek aus Halo 1.

Abwechslung pur - trotzdem verlässt sich Bungie auf Altbekanntes. Sonderlich innovatives Missions-Design gibt es nicht, dafür werden die bereits bekannten Ideen bombastisch und episch inszeniert. Auch sonst bleibt sich Bungie treu: Unser Energieschild ist nach wie vor vorhanden. Bei zu starkem Beschuss wird der Schild zerstört und wir verlieren Lebenspunkte. Mit zahlreichen Medipacks, die in den Levels verteilt sind, können wir sie wieder auffüllen.

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