Test PES 2011: Kampf um die Spitze

von Philip Ulc (20. September 2010)

Der tiefe Fall der einst besten Fußball-Simulation war längst nicht so dramatisch, wie in den letzten beiden Jahren dargestellt wurde - der ärgste Konkurrent FIFA hat nur mit Sieben-Meilen-Stiefeln auf- und PES für manche eingeholt. Doch Konamis Kicker zeigen Nehmerqualitäten und präsentieren sich ballsicher wie seit Jahren nicht.

Da Pässe keiner Automatik mehr folgen, ergeben sich überraschende Spielsituationen.Da Pässe keiner Automatik mehr folgen, ergeben sich überraschende Spielsituationen.

Jedes Jahr beginnen die aktuellen Fußball-Titel mit der gleichen Eröffnung: Die ersten Matches verlaufen unrund, Pässe gehen reihenweise ins Aus, Schüsse segeln übers Tor, die Spielgeschwindigkeit ist spürbar anders, Täuschungsmanöver gelingen nicht. Und dann funktionieren sie wieder: die einstudierten Bewegungen, mit denen (Online-)Spiele reihenweise gewonnen wurden. Lange Sprints mit den Außenstürmern in die Mitte, Ball quer legen und der Mittelstürmer netzt ein - Tor! Das befriedigende Gefühl kommt wieder, doch zum richtigen Spiel gegriffen zu haben.

Dass man im Grunde auch den Vorgänger hätte weiterspielen können, ignoriert man, solange auch im neuen Titel die alten Techniken und Spielzüge gelingen. Zum Glück ist das in diesem Jahr anders - zum Glück ist PES anders (siehe auch unsere ausführliche Vorschau zu den spielmechanischen Änderungen).

Die Pass-Stärke ist nun an einer Leiste optisch erkennbar.Die Pass-Stärke ist nun an einer Leiste optisch erkennbar.

Überarbeitetes Pass-System

In der alljährlichen Anstrengung, die bessere Fußball-Simulation gegenüber Dauerkonkurrent FIFA zu sein, setzt einmal mehr auf seine beiden Grundtugenden: Spielbarkeit und Taktik. Das neue Pass-System erlaubt nun das größte Maß an Freiheit. Der Pass landet da, wo ihr den Ball hinspielt. Das erfordert ein gewisses Feingefühl und Spielverständnis, denn Pässe gehen nicht mehr automatisch auf den Mann. Die berühmten ersten Fehlpässe in einem neuen Fußballspiel sind die Folge.

Die abgeschwächte Automatisierung kommt dem Spielfluss allerdings sehr zugute, das Gefühl von großer Bewegungsfreiheit und realistischem Spiel macht sich breit. Doch Faulpelze aufgepasst: Alt einstudierte Bewegungsroutinen können so nicht einfach abgerufen werden, selbst die "normale" Flanke auf den langen Pfosten segelt in schöner Regelmäßigkeit an allen Spielern vorbei. PES verlangt Einspielzeit, nur dann belohnt es mit fantastischen Spielzügen.

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Meinungen - Pro Evolution Soccer 2011

R-Mugen-Tsukuyomi
30

Nichts im Gegensatz zu FIFA

von gelöschter User 9

veger
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