Test Phantasy Star Portable 2 - Seite 2

Sprechblasen und eine altbackene Grafik. Schön ist etwas anderes.Sprechblasen und eine altbackene Grafik. Schön ist etwas anderes.

Gott erschuf nicht die Menschen

Nachdem ihr euch erst einmal kreativ ausgetobt habt oder euren alten Charakter aus Phantasy Star Portable ins Spiel integriert habt, beginnt die Geschichte, die drei Jahre nach den Ereignissen des Vorgängers stattfindet. Im ersten Teil habt ihr SEED, eine künstliche Intelligenz, welche die Menschheit auf dem Gewissen hatte, zerschlagen und konntet sie bis auf wenige Überbleibsel zerstören. Drei Jahre später habt ihr andere Sorgen. Eine alte Zivilisation, die die Menschen erschaffen hat, um in ihnen als Art Geist zu überleben, will nach dem Sieg über die SEED ausbrechen und die Welt wieder an sich reißen. Doch ein Geist namens Mika, der im Körper eurer Partnerin Emilia wohnt, hat sich gegen sie gestellt, warnt und bittet euch, das Übel zu verhindern.

Als hättet ihr sonst nichts zu tun! Nach einem Unfall landet ihr auf einer Raumstation mit merkwürdigen Personen. Im Verlauf etlicher Gespräche erfahrt ihr, dass diese Station Clad 6 heißt und euch die Organisation Little Wing anheuern möchte. Für die müsst ihr viele Missionen erledigen und immer ein Auge auf eure Partnerin Emilia haben. Zum Dank werden euch nicht nur Items zur Verfügung gestellt, sondern auch wunderschöne und vertonte Videosequenzen gezeigt. Eine schöne Abwechslung, da die Dialoge sonst nur in Standbildern und Textpassagen präsentiert werden und die Spielgrafik altbacken und trist ist.

Emilia ist die Unschuld vom Lande.Emilia ist die Unschuld vom Lande.

Physiker wissen Bescheid

Wer jetzt allerdings denkt, dass Emilia eure Liebespartnerin ist, hat sich geirrt. Sie hat nur freundliche Absichten im Sinn und will euch im Kampf unterstützen. Obwohl wir uns schon Gedanken machen würden, wenn jemand dieses kindliche Blondchen mit Piepsstimme zur Freundin haben will, aber das ist eine ganz andere Sache.

Zurück zum Thema Kampf. Die Gefechte werden in Phantasy Star Portable 2 großgeschrieben und sind recht simpel gehalten. Ihr attackiert mit einer Taste, blockt und visiert eure Gegner mit den Schultertasten an. Nach und nach lernt ihr auch Spezialattacken, die ihr mit zahlreichen Kombos aktivieren könnt. Erstmals in der Serie gibt es auch ein neues Ausweichmanöver, während dem ihr eine Zeit lang unverwundbar seid. Was ihr dafür machen müsst? Eine Rolle. Hört sich simpel an, ist simpel, doch einen Haken hat die Bewegung. Die Ausweichrolle kostet euch viel Photonenenergie, die ihr sonst für Zauber, Spezialangriffe oder Schusswaffen benötigt.

Mit den richtigen Waffen ist es leichter, Kettenangriffe gegen Feinde auszuführen.Mit den richtigen Waffen ist es leichter, Kettenangriffe gegen Feinde auszuführen.

Sei der S-Spieler

Schusswaffen, Schwerter, Schilde, Stöcke und vieles mehr erwarten euch in diesem Spiel, die sich allesamt individuell gestalten lassen. Mithilfe von Erfahrungspunkten wird eure entsprechende Waffe immer stärker und mit neuen Bauteilen modifiziert. Dabei müsst ihr aber immer beachten, dass ihr eine ausgewogene Auswahl an Kampfgeräten besitzt, sonst seht ihr wenig Land in den Kämpfen. Schließlich sind manche Monster anfälliger gegen Zauberstöcke als andere, die gegen Schusswaffen gleich klein beigeben.

Eine einzige Lieblingswaffe dürft ihr also nicht haben und müsst immer bereit sein, im Kampf schnell das Kampfgerät mittels eines separaten Menüs zu wechseln. Denn die Schlachten werden, je höher euer Level ist, sehr viel schwerer. Das hat eine einfache Erklärung: Bis Stufe 20 seid ihr im C-Schwierigkeitsgrad eingestuft, dem einfachsten. Danach steigert ihr euch von Schwierigkeitsstufe B, A zu S, die erst ab Level 100 erreicht wird. So sollt ihr stets motiviert werden, weiter zu spielen und bisherige Missionen zu wiederholen.

Eure Mitstreiter geben euch sogar Tipps.Eure Mitstreiter geben euch sogar Tipps.

So klug wie ein Mensch

Lebt aber nicht im Irrglauben, dass der einfachste Schwierigkeitsgrad ein Klacks ist! Schon in den ersten Missionen stehen euch harte Kämpfe zuvor, die ihr manchmal nur um Haaresbreite gewinnt. Das Spiel ist fordernd und weckt schnell euren Ehrgeiz. Das liegt weniger an den Missionen, die zwar facettenreich, aber altmodisch designt und pixelig sind, oder an der störrischen Kamera, sondern an den schlauen KI-Gefährten. Sie greifen in jedem Kampf klug an und heilen euch in Notsituationen. Natürlich gibt es hier und da noch ein paar Probleme und die Mitstreiter bleiben an Gegenständen hängen, aber das ist kein Vergleich zur katastrophalen KI des Vorgängers.

So habt ihr die Möglichkeit, den Story-Modus alleine genießen zu können und knapp 25 Stunden Spaß zu haben. Singleplayer wird das sicherlich freuen, doch Fans der Serie rümpfen wahrscheinlich schon die Nase und rufen wohlmöglich: "Phantasy Star ist ein Spiel für Online-Spieler, nicht für kleine Egoisten!"

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